Brander Herren bei DMS-Liga mit Klassenerhalt


Klassenerhalt!!

Am letzten Samstag war es endlich so weit – die DMS Bezirksliga stand endlich an, worauf sich die Brander Jungs in den letzten Wochen akribisch drauf vorbereitet haben.  Um 13.30 war Treffpunkt an der Brander Halle, wo sich neben den Jungs auch ein großer Fanclub aus denn Mädels, die erst am Tag drauf starteten, und den Jungs, die es nicht in die Mannschaft schafften, getroffen haben. Mit ca. 15 Männern und Frauen machten wir uns auf den Weg nach Kohlscheid, um den Kampf mit den Mannschaften des Kohlscheider SC, Dürener TV, der Wasserfreunde Delphin Eschweiler und der SG Erkelenz-Hückelhoven auf zunehmen. Die DMS haben ähnlich wie der DFB Pokal im Fußball seine eigenen Gesetze und daher war für uns einiges Möglich – vom Abstieg in die Bezirksklasse bis hin zum 2. Platz.

Im Gegensatz zu den letzten Jahren gab es einige Änderungen im Programm der DMS, denn die 50m Strecke über Delphin, Rücken und Kraul entfielen und gleichzeitig wurde die Wettkampfreihenfolge etwas geändert. Diese Änderungen sorgten im Vorhinein schon für einige Kopfschüttler doch wir mussten es hinnehmen und das beste draus machen.

Nach dem Einschwimmen stimmten Jannis und ich, wobei ich eher als Aktiver war als Trainer, die Mannschaft auf die bevorstehenden Wettkämpfe noch einmal richtig ein und begannen mit unserem Schlachtruf, um den anderen zu zeigen, das wir da sind und alles geben werden.

Timm de Jong eröffnete den Wettkampf über die 200m Freistil strecke, zwar konnte er seine Bestzeit nicht ganz erreichen, doch sorgte er trotzdem für einen super Einstand, so das ich über die 100m Brust anschließend unter tosenden Anfeuerungsrufen unserer Fankurve nur eine sehr gute Zeit schwimmen konnte. Wir wussten schon recht schnell, dass wir vor allem den 2. und 3. Platz den Schwimmern aus Düren und Eschweiler ausmachen werden. Der nächste Brander, der es kaum erwarten konnte in die Wettkämpfe eingreifen zu können, war Julian Berzborn, der über die 200m Rücken an den Start ging und eine super 2:27,40 schwamm.

Dank einer sehr guten Organisation durch den Kohlscheider SC, stand nach jedem Wettkampf die aktuelle Tabelle auf Monitoren in der Halle zur Verfügung.

Unser „Albatros“ Lukas Großkortenhaus, eigentlich Rückenspezialist, mutiert immer mehr zu dem Delphinschwimmer schlecht hin, denn dank seiner Armspannweite von sagen haben 2,13m schwimmt er Wettkampf für Wettkampf eine immer bessere Zeit über die Schmetterlingstrecken, so schwamm er über 100m Delphin eine super 1:04,81. Über die längste Strecke des ganzen Wochenendes, 1500m Freistil, ging unser Mastersschwimmer Sven Kielblock an den Start und verbesserte seine persönliche Bestzeit von vor 3 Wochen um sage und schreiben 30 Sekunden. Sascha Weckler ging über die schnellste Strecke, die 50m Freistil, an den Start und konnte mit einer tollen 26,39 die ärgsten Konkurrenten aus Düren und Eschweiler hinter uns lassen und wieder einige Punkte raus schwimmen.

In meinem zweiten Start hatte ich es etwas eilig und startete über 400m Freistil vor dem Startsignal und wurde folgerichtig disqualifiziert. Dies hatte zur Folge, das ich ohne jegliches Training erneut diese lange Strecke schwimmen musste, konnte jedoch meine erste Zeit nicht erreichen und gleichzeitig musste ich die 200m Rücken aus dem zweiten Abschnitt an einen anderen Schwimmer abgeben, da jeder nur 4mal starten durfte. Mein Patzer kostete der Mannschaft leider insgesamt wichtige 100 Punkte die uns noch teuer zu stehen kommen sollten.

Fabian König stieg nach langem warten nun endlich auch in den Wettkampf ein und ging über seine Paradedisziplin Rücken an den Start und schwamm eine sehr gute 1:05,79 über 100m. Den ersten Abschnitt rundete Sascha mit einer guten 59,51 über 100m Freistil ab und sorgte damit für zufriedene Gesichter in den Brander Reihen.

Nach diesem lagen wir mit 173 Punkten hinter Düren und mit 115 vor Eschweiler, daher wussten wir, dass wir im zweiten Abschnitt, in dem alle Strecken erneut geschwommen wurden, alles aus und herausholen mussten. So schwor Jannis die Mannschaft noch ein weiteres Mal auf den zweiten Abschnitt ein und Sascha und ich eröffneten mit dem Schlachtruf die nächste Runde.

Besonders spannend machten es die Eschweiler Schwimmer über die 100m Brust, da ihr Schwimmer vor dem Startsignal startete und wir auf Grund deren fehlender Punkte in der Tabelle bis zum Schluss hoffen und warten mussten, welchen Platz wir letztendlich belegen würden. Fabi sprang für mich über die 200m Rücken ein, und schwamm trotz deutlicher Trainingsrückstände eine Wahnsinns 2:27,09 und hielt und stark im Rennen und die Eschweiler auf Abstand. Im laufe des Abschnitts wurde uns leider bewusst, das wir gegen die starken Dürener nur noch mit einem Wunder gewinnen können und uns den 2. Platz sichern können, doch daraus wurden noch einmal Kräfte frei, die wir in den Kampf um Platz 3 investierten und somit auf den Klassenerhalt hofften. Da ich wütend auf mich selber war auf Grund meiner Disqualifikation und den verlorenen Punkten, legte ich in meinem letzten Start über meine 100m Rücken noch mal alles in die Waagschale und gewann meinen Lauf deutlich und konnte vor allem die Eschweiler wieder weiter von uns fernhalten. Wir wussten nach diesem Start und vor den letzten beiden, 400m Lagen von Lukas und 100m Freistil von Julian, dass wenn sie nicht disqualifiziert werden, diese durften nämlich nicht mehr nachschwimmen, das wir dritter bleiben würden. Das erhöhte natürlich ein weiteres Mal den Druck auf unsere letzten beiden Schwimmer, doch dafür waren sie erfahren uns abgezockt genug, so schwamm Lukas eine knappe Bestzeit und ließ sich von seinen Brander Fans feiern und Julian schoss zum Schluss den Vogel ab. Eigentlich am Ende mit den Kräften und mit dem Blick auf die Uhr, es war mittlerweile ca. 20 Uhr, auch fast Ende des Tages, bündelte er all seine letzten Körner und nahm die Energie von den anfeuernden Brandern in sich auf und schwamm in einer persönlichen Bestzeit von 56,97 auf den 2. Platz im Lauf und insgesamt hielt er den 3. Platz für die Brander fest.

Am Ende gratulierten wir den Kohlscheider Männern zu einem verdienten 1. Platz und den Dürenern zum hart umkämpften Silberrang, den wir nur mit 122 Punkten verpassten. Hinter uns landeten und stiegen somit dann doch deutlich ab  die Eschweiler Schwimmer und Erkelenzer.

Die Freude und Erleichterung war uns allen anzumerken und so mussten wir es einfach raus brüllen und verabschiedeten uns ein letztes Mal mit dem Schlachtruf aus der Bezirksliga und freuen uns auf das nächste Jahr dann mit den aus der Landesliga abgestiegenen Übach-Palenbergern, den Kohlscheidern, Dürenern wie schon in diesem Jahr und den Jülichern, die den Aufstieg in die höchste Liga des Bezirks geschafft haben.

Ein Dankschön vor allem an den Klassenerhaltstrainer Jannis, der all Zeit zu Stelle war und immer die richtigen Worte für jeden Schwimmer fand, sowie all den mitgereisten Fans des Brander SV, ohne die so eine Leistung vielleicht nicht möglich gewesen wäre und gleichzeitig bedanken wir uns auch für den Einsatz als Kampfrichter bei Georg Nüssgens sowie bei Andreas Galla.

 

Bericht von Tobias Weber

 

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