Vater und Sohn beim 29. Rur-3-Brückenlauf

Bericht von Pascal Velten

Am Samstag starteten 2 BSV‘ler beim Isola Rur-3-Brückenlauf in Düren-Birkesdorf. Bei heißen Temperaturen ging zuerst Lukas Schnichels bei den Bambinis über 300m an den Start. Er versäumte leider, sich in die erste Startreihe aufzustellen, konnte aber im Laufe des Rennens einige Plätze gut machen und kam mit dem Hauptfeld ins Ziel. Immerhin reichte es für einen Pokal inkl. Gummibärchen!

Danach durfte auch sein Papa Pascal an den Start. Er entschied sich aufgrund der Temperaturen kurzfristig um und startete nur über die 5,1km. Da er bekanntermaßen kein Freund der Hitze ist und es auch nicht seine Lieblingsdistanz ist, ging er ohne große Erwartungen ins Rennen. Die Strecke führte flach an der Rur entlang. Nach ungefähr der Hälfte ging es über eine Brücke auf die andere Rur-Seite und wieder Richtung Start/Ziel. Am Ende reichte es mit einer Zeit von genau 22 Minuten zum 12. Gesamtplatz und dem Sieg in der Altersklasse M30. Fazit: Gut organisierte Veranstaltung in familiärem Umfeld mit toller, schneller Strecke. Ich kann die Veranstaltung nur empfehlen und werde nächstes Jahr sicherlich wiederkommen.




(Tor-)TOUR Transalp 2017

Bericht von Ramin Behbehani

Stefan, ein ehemaliger Team-Ganser-Radfahrer und guter Triathlet‎, und ich hatten gemeinsam beschlossen, an der diesjährigen TOUR Transalp teilzunehmen. Für alle, denen dieses Rennen unbekannt ist, hier ein paar Fakten:

  • Radrennen für Jedermann-Zweierteams, es zählt die Zeit des Zweiten
  • 7 Tagesetappen: Sonthofen (D) – Imst (A) – Naturns (I) – Bormio (I) – Livigno (I) – Aprica (I) – Pieve di Ledro (I) – Arco (I)
  • 867 Kilometer, 18.233 Höhenmeter und 19 Pässe
  • Hotspots: Timmelsjoch, Ofenpass, Berninapass, Stilfser Joch und Mortirolo Pass
  • ca. 1000 Teilnehmer aus 35 Nationen, auch prominente Sportler, z.B. Udo Bölts‎

Einige Randbedingungen mussten‎ erfüllt werden:

  • Wir mussten einen Startplatz bekommen!
  • Stefan musste 20kg abnehmen!
  • Ich musste ordentlich trainieren!

Alle drei Bedingungen waren am 25. Juni erfüllt, so dass das (regnerische) Rennen über die West-Alpen beginnen konnte. Nur am Tag 2 war es warm und sonnig. Die Tage 4 und 5 sind wegen Unwetter, Windstärke 10, Hagelschauer und Neuschnee auf dem Umbrail- und Berninapass unterbrochen bzw. abgesagt worden.

Auf der zweiten Etappe vom Timmelsjoch runter ins Passeiertal habe ich leider einen Unfall gehabt. Vom Seitenwind erfasst, hatte ich plötzlich keine Kontrolle mehr über das Rad und bin in ‎einer Galerie seitlich in die gegenüberstehende Betonmauer ‎gefahren. Da nur die Kette abgesprungen, das Rad aber ansonsten in Ordnung war, fuhr ich weiter. Die Tage darauf auch, ohne zu wissen was alles gebrochen ist. Unsere Mitstreiter haben sich sehr gewundert, dass ich noch gehen, geschweige denn den Wettbewerb weiter mitfahren konnte. Aber solange ich ‎nicht ans Bett angekettet werde, fahre ich. Da kenne ich kein Pardon! 🙂

An den Tagen 6 haben wir als Team 70 Plätze und am letzten Tag noch weitere 19 Plätze gut gemacht. Stefan und ich haben die Tour buchstäblich „überlebt“ und sind zufrieden ins Ziel gerollt. ‎Auch wenn es vielleicht nicht für jeden nachvollziehbar ist, es war ein unvergesslicher Spaß‎, den wir sehr gut in Erinnerung behalten werden. Nächstes Jahr machen wir es wieder, dann geht die Tour über die Dolomiten.




Trainingswochenende mit Triathlon mit der NRWTV-TS/TF-Gruppe

Bericht von Felipa Herrmann und Enno Meden

Am 14.07.2017 fuhren wir mit der NRWTV-TS/TF-Gruppe (Talentsichtungs-/Talentförderungs-Gruppe) in ein Trainingswochenende nach Horn-Bad Meinberg mit einem anschließenden Trainings-Triathlon in Verl.

Am Freitag nach der Schule packten wir unsere Sachen und schmissen alles ins Auto. Während der Autofahrt hatten wir einige Staus, somit fuhren wir statt 3 Stunden 4,5 Stunden. Deshalb erreichten wir das Ziel verspätet. Wir wurden freundlich von den Trainern und den anderen TS/TF-Mitgliedern begrüßt. Kurz nach unserer Ankunft gab es auch schon ein kraftgebendes und leckeres Essen.

Nachdem wir fertig gegessen hatten ging es auch schon ab ins Freibad, um ‘ne Runde zu paddeln. Es fiel uns sehr schwer, in das Wasser zu springen, da es gefühlte -30°C kalt war. Zu guter Letzt fing es auch noch an zu schütten. Trotzdem schwammen wir 3,5km. Nach dem Ausschwimmen sprinteten wir zu den Duschen, um uns nach dem Kälteshock wieder aufzuwärmen. Wir fuhren zur Jugendherberge zurück, machten uns Bettfertig und schliefen dann sofort ein.

Am Samstag ging es mit einen ausgiebigen Frühstück los. Dann machten wir ein wenig Athletik-Training mit einem Theorie-Teil. Danach sind wir eine kleine Runde von 5km gelaufen, aber das Lauftraining war noch nicht vorbei! Wir haben noch Sprints, Lauf ABC und Steigerungsläufe gemacht. Das Wetter spielte auch mit! Anschließend duschten und dehnten wir uns, und zur Belohnung gab es eine ordentliche Portion Mittagessen. Noch einmal zogen wir uns für das Radtraining um, kontrollierten die Räder und fuhren eine 35km lange Runde. Es ging schön hügelig durch den Teutoburger Wald. Zwischendurch wurden wir von einem kräftigem Regenschauer überrascht, doch der hielt uns nicht auf.

Nach einer kurzen Pause übten wir noch spielerisch den Wechsel mit Tipps vom Profi. Das hat uns sehr geholfen, war anspruchsvoll und bereitete uns großen Spaß. Da manche von uns ihr Rad noch nicht auseinander bauen bzw. reparieren konnten, machten wir einen freiwilligen „Schrauberkurs“ mit einem unserer Trainer. Dies war sehr informativ. Danach putzten manche von uns ihr Rad und kontrollierten es für den Triathlon. Dann gab es auch schon Abendbrot.

Wir hatten alle Bären-Hunger. Aber der Tag war noch nicht vorbei! Wir packten die Schwimmsachen und fuhren mit den NRWTV-Bullis zum Freibad. Unglücklicherweise war das Wasser noch kälter als am vorigen Tag. Trotzdem schwammen wir 4km mit harter Ansage von dem Trainer. Nachdem wir aus dem Wasser stiegen, waren wir froh, es geschafft zu haben und wir freuten uns alle auf die heißen Duschen, doch diese waren eiskalt! 🙁

Deswegen duschten wir in der Jugendherberge erneut. Diesmal heiß!!! Auf dem Plan stand noch etwas: Eine Überraschung! Wir mussten in zwei Teams gegeneinander spielen, in den Spielen Tabu und Pantomime. Dies hat neben den Sporteinheiten sehr viel Spaß gemacht, doch Ennos Team musste sich ganz knapp gegen Felipas Team geschlagen geben. Für Ennos Team gab es einen Apfel als Trostpreis und für Felipas Team gab es als Gewinn eine riesengroße Tafel Schokolade. Mit Ansage von den Trainern gingen wir dann auch sofort ins Bett, damit wir für den Triathlon fit sein würden.

Am Sonntag mussten wir schon um 7:15 Uhr aufstehen, um die Sachen zu packen. Dann aßen wir, holten die Räder und pumpten sie auf .Diese wurden von uns auf die Träger der NRWTV-Bullis gespannt. Wir fuhren ein Stunde nach Verl. Mit unseren Fahrrädern und Taschen gingen wir zur Startunterlagenausgabe, wo wir Felipas kleine Schwester Finja trafen. Sie wollte auch einen Triathlon absolvieren. Wir hatten noch etwas Zeit bis zum Check-In und schauten dem Wettkampf der 2. Bundesliga zu. Als es dann endlich soweit war, checkten wir die Räder ein und richteten unseren Wechselzonenplatz ein. Eine halbe Stunde vor dem Wettkampf liefen wir uns ein. Wir gingen zum See und zogen uns unsere Brille und Badekappe an. Das Wasser war sehr kalt, trotzdem mussten wir uns einschwimmen. Wir sind mit 56 anderen Triathletinnen und -athleten gestartet. Das war eine ganz schöne Prügelei am Start. Wir kamen ungefähr gleichzeitig aus dem Wasser, doch nach dem Wechsel war Enno vor Felipa. Auf dem Rad konnten wir uns präsentieren. Wir konnten uns an die Spitze bzw. den zweiten Platz vorkämpfen. Der Wechsel vom Rad zum Laufe verlief zügig. So konnten wir auf der Laufstrecke alles geben. Enno konnte als zweiter in seiner Altersklasse über die Ziellinie laufen mit einer Endzeit von 34:16 Minuten und Felipa konnte als Erste ihrer Altersklasse die Ziellinie überqueren mit einer Zeit von 35:29 Minuten. Insgesamt mussten wir 400m schwimmen, 10km Rad fahren und 2,5km laufen.

Eine Stunde später startete Finja, die 50m schwimmen, 2km Rad fahren und 400m laufen musste. Nach dem Schwimmen kam sie als Zweite aus dem Wasser und konnte diese Position halten. Auf der Laufstrecke konnte sie jedoch den Führenden überholen und gewann die Gesamtwertung, wie auch ihre Altersklasse.

Es war ein tolles, spannendes und erfolgreiches Wochenende, das wir den NRWTV-Trainern (Gerrit Völker, Rabea Dastbaz) verdanken können.




Ohne ist auch keine Lösung

Bericht von Silke Cosler

Eigentlich sollte 2017 mal ein triathlonfreies Jahr werden – aber so ganz ohne ist auch keine Lösung. Daher musste  wenigstens ein kleiner, feiner Triathlon her. Fündig geworden bin ich in Kerken-Aldekerk am Niederrhein, wo am 15.07.2017 bereits zum 10. Mal der Volkstriathlon ausgetragen wurde. Die Ausschreibung versprach neben den drei Hauptdisziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen auch noch Grillen und Feiern: Also nix wie hin!

Austragungsort war der Badesee in Aldekerk. Geschwommen wurde im Eyller See, die Radrunde  führte als Wendepunktstrecke über die völlig  für den Autoverkehr gesperrte Landstraße L140 und gelaufen wurden zwei Runden um den Eyller See und über den angrenzenden Campingplatz.

Vom Kindertriathlon über die Fun-Staffel bis hin zum ambitionierten Einzelstarter war alles vertreten. Das Strandbad Eyller See bot zudem ideale Bedingungen zur Austragung der Wettbewerbe. So wurde die Liegewiese zur Wechselzone, das Strandcafé zum Meeting-Point und die Frittenbude zum Verpflegungsdorf. Ein Massagezelt vom örtlichen Physiotherapeutenteam und eine Radstation waren ebenfalls vor Ort.

So fand ich mich dann nach erfolgreicher Ausübung  der ersten drei Disziplinen mit  „Currywurst-Pommes auffe Faust“ am Strand des Eyller Sees wieder, um den Start der Herren zu verfolgen.

Fazit: Ein gut organisierter, familiärer Triathlon mit einer charmant-alternativen Note. Mir hat es gefallen!




Langdistanzen in Frankfurt und Roth

Am 9. Juli waren einige Brander Triathleten auf den Langdistanzen zu finden! Sven Dammer und Michael Meisenberg starteten beim Ironman in Frankfurt. Erich Keuchen, Josef Kunze und Nadine Ader mit Dirk Ortmanns als Staffel waren bei der Challenge in Roth dabei. Hier ihre persönlichen Berichte:

 


Ironman Frankfurt – DNF is no option!

Bericht von Michael Meisenberg

Nach 12 Stunden und 56 Minuten hörte ich „You are an Ironman!“ – Aber fangen wir von vorne an!

Die Anreise am Freitag 07.07.2017 verlief ruhig und erfolgreich. In Frankfurt angekommen hieß es: Startunterlagen abholen und ab ins Hotel. Für die Wettkampfbesprechung war es zu spät und eigentlich war auch nur der „Rolling Start“ neu für mich. Am Samstag ging es dann mit Lothar gemeinsam auf eine kleine Radrunde, um zu testen, ob mit unseren Weggefährten auch alles in Ordnung ist. Wieder am Hotel angekommen, lief Faris al Sultan an uns vorbei. Wir grüßten kurz und schon war er wieder weg.

Dann Wechselbeutel fertig machen und ab mit der Bahn nach Frankfurt zur zweiten Wechselzone. Die Aufregung stieg so langsam. Hast Du auch alles gepackt?!? So langsam solltest Du eigentlich Rutine darin haben! – Beutel an den Hacken und ab mit dem Shuttlebus zum See zum Bike Check-In. Dort angekommen Helm auf und ab in die Wechselzone. Warum ist man da immer so nervös??? Keine Ahnung, dass Motto war „Gesund ins Ziel“ und „DNF is no option“! Das Training für mich war recht überschaubar! Nur hier und da mal Schwimmen, mit dem Rad zur Arbeit und der Hamburg-Marathon sollte reichen (aber nicht für Topzeiten). Am Wechselplatz ließ ich noch etwas Luft aus den Reifen, damit bei der Hitze nicht noch eine Überraschung am Sonntagmorgen auf mich wartet. Beutel mit Radsachen aufhängen und noch schnell ein Foto mit dem späteren Sieger Sebastian Kienle.

Da es sehr warm war, entschieden wir uns, noch eine kleine Runde im See schwimmen zu gehen (aber ohne Neoprenanzug), da wir bis Sonntagmorgen noch im Unklaren gelassen wurden, ob der Neo erlaubt wurde. Das Wasser war sehr schön, aber ganz ehrlich: Freunde werden wir nicht mehr (jedenfalls nicht ohne Neo).

Samstagabend machten wir unsere eigene Pasta-Party und dann ging’s ab ins Bett! Schlafen? Was ist das?!? – Morgens um 4 Uhr klingelte der Wecker, hoch motiviert (haha) ging es zum Frühstück. Um 5:30 Uhr hatte das Hotel netterweise einen Taxiservice angeboten, der uns zum See brachte. Hier erfuhren wir auf dem Weg zur Wechselzone(!): NEO ERLAUBT! Lothar und ich kamen aus dem Lachen nicht mehr heraus!

Also rein in die Wechselzone, Rad aufpumpen, ab in den Neo und runter zu den Startboxen. Hier musste sich jeder Athlet selber einschätzen, wie schnell oder langsam er schwimmen kann und möchte. Ich entschied mich mit meinem Freund Lothar für die letzte Startbox, die sehr leer und angenehm war. Beim Rolling Start wird die Startzeit auch erst gestartet, wenn man ins Wasser geht. Die Nationalhymne wurde gespielt und der Startschuss für die Profis fiel um 6:30 Uhr. Ab 6:45 Uhr durften dann die Altersklassen-Athleten starten. Gegen 7:00 Uhr ging endlich für uns los. Das Schwimmen war noch nie so entspannt für mich und nach 1:22 für 3,8 km ging es in die Wechselzone, aber schön ruhig! Bei dem, was noch kommt und bei der Hitze, die gemeldet war, die richtige Entscheidung!

Ab auf‘s Rad und schön ruhig losfahren!!! Hier muss ich mal ein riesengroßes Dankeschön an die Zuschauer richten! Die standen mit Wasserschläuchen am Straßenrand und jeder, der Erfrischung brauchte, wurde nass gemacht! Verpflegungsstellen TOP!!! Naja, beim Rad fährt immer die Angst mit, die da heißen: Plattfuß und großer Defekt am Rad. Aber auch hier hatte der Veranstalter mit diversen Fahrzeugen vorgesorgt. – Nach 180 km und 5:55 ging es erneut ins Wechselzelt und aus den Radschuhen in die Laufschuhe.

Auf meiner ersten Laufrunde habe ich dann noch Sven Dammer getroffen, der schon auf der zweiten Runde war. Wir entschieden uns, etwas gemeinsam zu laufen. Auf meiner zweiten Runde musste Sven langsamer machen, Krämpfe plagten ihn. Schade, denn ein Gesprächspartner und Antreiber war damit weg. Dann holte ich einen jungen Athleten vom DLC Aachen (Philipp Bielefeld) ein. Er nahm zum ersten Mal an einem Ironman teil. Ich stellte mich kurz vor und wir unterstützen uns gemeinsam. (Er war auch eine Runde voraus.) Ich kann nur sagen, es war noch nie ein Marathon so kurzweilig wie dieser! Wenn man etwas Unterhaltung hat, vergeht die Zeit wie im Flug! Phil bog ab in den Zielkanal und ich hatte „nur noch“ eine Runde. Nach 5:15 ging es dann auch für mich den Zielkanal! Ein unbeschreibliches Gefühl!!!!!!

Ein besonderer Dank geht an meine Frau Margit, die meine Leidenschaft unterstütz hat, und an Angelika und Lothar, die dieses Wochenende mit viel Spaß und Guter Laune unvergesslich gemacht haben!

 


Challenge Roth – Abenteuer erfolgreich abgeschlossen!

Bericht von Erich Keuchen

Der für das BSV Tri Team in der Regionalliga startende Erich Keuchen machte sich am Wochenende auf den Weg, um mit seinem Mainzer Trainingspartner Ralf Beier, das persönliches Saisonhighlight bei der Challenge Roth zu feiern. Lange im Voraus wurde die Saisonplanung auf diesen einen besonderen Höhepunkt abgestimmt. In Trainingslagern und vielen, teils gemeinsamen Schwimm-, Rad- und Laufeinheiten wurde an der Form gefeilt und die Motivation immer wieder hochgehalten. Man stellte sich immer wieder vor, wie es wohl sein wird, den berühmten Solarer Berg durch die Zuschauermassen zu fahren oder in die stimmungsvolle Triathlon-Arena in Roth einzulaufen.

Endlich war es jetzt so weit und wir reisten, unterstützt von unseren Liebsten, mit Respekt und viel Vorfreude an. Die Zielsetzungen konnten unterschiedlicher nicht sein, und endlich sollten wir uns für die harte Arbeit belohnen. Während Ralf als Langdistanz-Rookie das sichere Ankommen in den Vordergrund rückte, wollte Erich dagegen alles auf eine Karte setzen und um den Weltmeistertitel der Feuerwehren mitstreiten.

In Roth angekommen wurde die Erwartungshaltung an DAS Triathlon-Event überhaupt, noch einmal getoppt. Sei es der riesige Trubel rund um den Triathlon-Park in Roth, der Blick über den unglaublichen Radpark beim Einchecken oder die Sicht über den Main-Donau-Kanal auf die scheinbar nicht enden wollende Schwimmstrecke. Am Race Day sollte die Anspannung ihren Höhepunkt erfahren, als das erste Mal die laute Startkanone die Stille zerriss und die Profis in die Fluten schickte. Jetzt war klar, es gibt kein Zurück mehr und man bereitete sich unter gegenseitigen Glückwünschen auf den eigenen Start vor.

Der Wettkampf war hart und jeder Teilnehmer hatte seine eigenen kleinen Geschichten. Hoch und Tiefs geben sich die Hand, doch die guten Bedingungen und die aufmunternde Anfeuerung unserer Fans ließen die Schmerzen vergessen. Der Einlauf in die Zielarena ist der emotionale Höhepunkt eines monatelangen Projekts und es scheint wie eine Erlösung.

Unter dem Strich wurden die Erwartungen noch übertroffen. Während Ralf sein tolles Finisher-Debüt in 11:07 Stunden erst einmal verdauen muss, kam Erich mit dem letzten Tropfen Brennstoff in 09:29 Stunden (S: 01:11 / R: 04:51 / L: 03:21) ins Ziel und hielt am Ende den 3. Platz in seiner Altersklasse und den Vizeweltmeistertitel der Feuerwehrleute in den Händen. Am Ende musste er sich nur dem bärenstarken Triathlon-Profi Roman Deisenhofer beugen.

Es war der rundum der perfekte Tag, von dem wir so sehr geträumt hatten. Unser großes Dankeschön gilt allen, die uns über die lange Vorbereitung so sehr unterstützt und immer an uns geglaubt haben.

 


Challenge Roth – Ziel erreicht, to be continued!

Bericht von Josef Kunze

Bevor ich beginne, möchte ich mich bei Carina und Rüdiger für die 1a Unterstützung an der Strecke bedanken! Ihr habt einfach gut getan! Bei Markus und Stefan, die mein Rad einfach individuell perfekt eingestellt haben! Habe noch nie so wenige (eigentlich keine) Probleme gehabt! Meiner Frau und meiner Familie, denen ich sicher oft zur Last und auf die Nerven gefallen bin. Bei Dennis Buttermann von MedAix für Tips, Messungen,Training und sehr kompetenten Rat! Sowie bei Doris Pescher, die mich zum Weinen brachte. Danach waren aber die Wadenprobleme weg. Bei meinen Freunden Han und Hubertus, die unsere jährliche Männertour nach Roth verlegen ließen, damit ich die Radstrecke testen konnte! Last not least: Mario, Du hast mich perfekt betreut. Es war einfach auch Dein Wettkampf (er hat an diesem Tag trotz schmerzhafter Fußverletzung über 50km auf dem Rad und mindestens 15km zu Fuß zurückgelegt und mir den für mich perfekten Laufschuh organisiert.

Da ich am Mittwoch angereist bin, konnte ich am Donnerstag früh auf die Messe, welche wirklich groß ist, gehen. Donnerstag lohnt sich, da ist noch nicht viel los, außer bei der Anmeldung .Ich habe es geschafft, mich so als 20ter anzumelden, kurz danach war dort eine sehr lange Schlange, die in brütender Hitze langsam vor sich hin garte.

Ein Highlight am Samstag war das Autogramm von Frodo! – Radabgabe-Tipp: Es lohnt sich, früh dort zu sein! Extrem lange Schlange und es gibt, von den meisten unbemerkt, einen zweiten Eingang! Dann 2 Stunden auf Deutsch und Englisch die Wettkampfbesprechung, also ständig abwechselnd Deutsch, dann Englisch. Danach habe ich 1,5 Liter Wasser gebraucht, da das Zelt doch etwas sehr warm war. Warum Deutsch und Englisch zusammen war? Keine Ahnung … ätzend lang.

Sonntag 3:15 Wecker … 3:16 aufstehen … 3:20 essen und so weiter. Wir waren ca. um 4:45 Uhr am Schwimmstart. Das reicht aus. Im Gegensatz zu Frankfurt ist z.B. die Anzahl der blauen Kabinen deutlich größer. Da gibt es keinen Stress. Klingt vielleicht lustig, aber in Frankfurt hab ich darüber noch nie lachen können. – Startbereich: Angenehm ruhig, bis auf die Startböller (alle 5 min ein Start). Ich habe mich jedes Mal umgedreht, ob noch alle stehen! – Ab in den Neoprenanzug, Beutel abgeben, in den Vor-Start-Bereich, in die Startbox, ins Wasser bis zur Linie schwimmen und dann los! Das ging alles wirklich Ruck-Zuck!

Im Wasser kamen mir meine Kickbox- und mittelalterliche Kampferfahrung wirklich zu Gute. Was ein Hauen und Stechen. Das ich auch diesmal meine Panikattacken im Wasser im Griff halten konnte erfüllt mich mit großem Stolz! Das Schwimmen lief sonst eigentlich wie geplant. Ruhig, nicht zu schnell. Kraft schonen. Möglichst die Beinchen schonen. Das Gemetzel, genannt Ausstieg, hatte wirklich seine Härten. Wenn man ersaufen möchte, da könnte es klappen. Mario war der Meinung, dass Alles von Außen auch recht heftig ausgesehen hat. 1:19:18 … 1:20 war das Ziel … Mist, viel zu schnell! 😉

Die Wechselzone ist super. Ich war in 5:38min auf dem Rad, obwohl ich wegen, der zu erwartenden Hitze noch gegessen und getrunken hatte. Dann die Radstrecke: Sehr gute, fast schlaglochfreie Strecke . Einige harte Steigungen mit 10%. Besonders nach Greding sollte man nicht überzocken. Leider war es sehr windig, was Zeit und Kraft kostete. Das Wetter war warm, aber trocken. Die Abfahrten sind sogar für einen wie mich eher ängstlichen Abfahrer spitzenklasse. Max. Tempo 70km/h, was neuer Rekord für mich persönlich bedeutet hat. Etwas musste ich hier lachen, weil die Stimme von Markus im Kopf war: Sicherheit durch Geschwindigkeit und das „Au Banan, Josef, gib Gas“ von Andreas .An den Steigungen sind fast immer Stimmungsnester, was gut tun kann. Der Solarer Berg: Er verdient eindeutig im Reiseführer die max. Punktzahl. Der Solarer Berg ist die Reise wert! Hier braucht man sich einfach nur hochziehen zu lassen. Dies ist einmal wirklich nicht der Augenblick, auf Tacho oder Wattmessung zu gucken. Lasst es geschehen und genießt es! (Es sei denn, Ihr gewinnt gerade das Rennen, aber selbst dann.). Ein paar Autos, wo sie nicht sein sollten, lassen einen dann doch immer irgendwie sehr wachsam sein, da sich dadurch für mich auch eine, naja sagen wir mal anspruchsvollere Situation ergab. Nach vier Ironman war ich hier tatsächlich etwas traurig, als, das Radfahren vorbei war. Es ist einfach eine super Radstrecke!

Auch die Wechselzone 2 war gut organisiert und nette Helfer überall. Dass das Zelt so dunkel war, könnte an der Sonnenbrille gelegen haben. Die Laufstrecke bei um 30 Grad war sch…! Dieser Meinung war zu 100% Jeder, den man fragte. Man kommt aus der Wechselzone und läuft recht bald steiler bergab, als es „gut“ tut. Dann sofort bergauf. Von wegen „schelle Laufstrecke“. Zum Training eignet sich tatsächlich das Dreiländereck. Genug geheult. „Et is asu wie et is!“ Ab km 10 haben Martin (ein 25 jähriger auf seinem zweiten Marathon und seiner ersten Langdistanz) un ich beschlossen, uns gemeinsam ins Ziel zu knüppeln. Dies war eine wirklich hervorragende Idee. Es hat uns beiden sehr geholfen. (Nachmals danke, Martin, es hat Spaß gemacht und wir haben es 1a hinbekommen, uns zu motivieren!) Stimmung ist gut auf der Laufstrecke, etwas Zeit hat mich ein blaues Häuschen gekostet. (Nein, bin nicht dagegen gerannt.) Martin und ich haben uns sehr viel Mühe gegeben, leise zu heulen und die anderen auf der Strecke nicht zu stören. (Es wäre die höllische Hüfte besonders zu erwähnen, aber wie gesagt: leise heulen.)

Rüdiger und Carina, Ihr habt einfach nur gutgetan, dass Ihr mich so liebevoll angefeuert habt. Danke, dass Ihr für mich stundenlang in der Hitze gestanden habt! Mario war überall und nirgendwo, aber immer für mich da! Einfach genial, einen eigenen Coach auf der Strecke zu haben! Ab km 30 wurde es nicht – wie gewohnt – hart, sondern brutal. Immer wieder sagte die Stimme: „Chantal, heul leise!“ Martin und ich haben uns bei 30km nur gesagt: noch 10 üble und 2 traumhafte Kilometer. Wir sind, außer an den Versorgungsstellen, immer gelaufen, was wohl auch gut ist. Bei km 39(!) bekam ich dorsal im Oberschenkel rechts und links heftige Krämpfe. Hatte wohl doch zu wenig Salz bei der Hitze zu mir genommen. Martin sei Dank, er hatte Salz dabei und wartet auf mich, anstatt weiter zu laufen! Es ging erfreulicherweise sehr schnell besser, ich sah schon die unter 12h dahinschwinden. Für Martin war dann wohl bei km 40 endgültig die Power raus. Und trotzdem haben wir gekämpft und uns zusammengerissen. Wir sind wie alte Freunde ins Ziel eingelaufen und haben uns vor Freude heiser geschrien. Dieser Zieleinlauf hat auch in jeder Hinsicht alle Zieleinläufe, die ich in meinem langen, langen, langen Leben erlebt habe, getoppt. Der Zielbereich ich einfach, und auch mit nach dem Rennen fehlenden 60 IQ Punkten zu meistern.

Duschen waren leider kalt. Massage gut. Über den erhaltenden, unabsichtlichen Ellenbogencheck auf das Brustbein, als ich von der Dusche zu meinem Umkleideplatz ging, musste der Kollege und ich einfach nur lachen Mir rutschte (nachdem die Luft wieder da war) raus: Egal, tut eh alles andere weh! Die Abschlussfeier sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen. Hammer! Alles in Allem mein Fazit: Die Schwimmzeit war für das bisschen Training perfekt, das Radfahren war zufriedenstellend, und ohne Windböen hätte, hätte…, beim Laufen wollte ich eigentlich unter 4h bleiben, naja, kommt noch. 11:54 – Ziel erreicht, Mission abgeschlossen! Nächstes Jahr gerne wieder, und vielleicht habe ich den Einen oder die Andere motiviert! (Lesen Sie nächstes Jahr: Josef in Roth, Teil 2, Erscheinungsdatum Anfang Juli 2018).

 


Challenge Roth – Das “Must Have” des Triathlons: Checked!

Bericht von Dirk Ortmanns

Roth sollte man mal erlebt haben, als Supporter oder als Teilnehmer. Die letztere Variante hatten sich Dirk & Nadine als Staffel auserwählt. Dazu gesellte sich dann noch der Mechaniker und Betreuer Marvin, neuer Spitzname Stefan (für Insider).

Freitag Anreise + Messe + Treffen von Freunden, Samstag kurzes Warm-Up und Bike Check-In, und schon war Race-Day. Unerwartet ruhig und gestärkt bei Bäcker Schmidt ging es bekanntermaßen mit dem Schwimmen los. Fazit: Dirk hatte sein TomTom vergessen und wurde trotzdem beim Schwimmausstieg bejubelt.

Jetzt war es an der Zeit, dem Bike die wunderschöne Radstrecke zu zeigen. Nach holprigen ersten 20 Kilometern kam ich dann einigermaßen ins Rollen, doch bekanntermaßen ist starker Wind nicht so mein Freund. Doch 2x Greding und den Solarer Berg kann mir nie mehr einer nehmen!!!

Und dann ging der Chip an Nadine (Künstlername Thai-Chi). Sie legte los wie eine Running-Queen, wirkte frisch bei km 24 und 27, obwohl sie schon da merkte, dass ein Marathon bei Hitze und ein Nachmittagsstart eine große Herausforderung sind. Aber dann war der Moment gekommen, als sich das Stadion vor jedem Athleten verneigte, so auch für uns. Unbeschreiblich! Und als sich dann noch Marvin zu uns gesellte, waren wir alle glücklich.

Roth 2017 hat sich jede Sekunde gelohnt, nicht nur der Wettkampf, nein auch die vielen gemeinsamen Trainingsstunden auf dem Weg dorthin. Das Motto „See you at the Finish Line“ soll für uns nochmal Realität werden. Schon heute könnte es dafür losgehen. Schöner kann es doch nicht sein oder?!?




Viele BSV Triathleten beim Triathlon in Hennef

Bericht von Sven Gerber

Während sich einige Brander Triathleten in Frankfurt (Sven Dammer, Michael Meisenberg) und Roth (Erich Keuchen, Josef Kunze, Nadine Ader mit Dirk Ortmanns als Staffel) auf der Langdistanz befanden (Berichte folgen hoffentlich noch), stürzten sich am Sonntag drei BSV Tri Kids, zwei (erwachsene) EinzelstarterInnen und drei Ligamannschaften – insgesamt 17 Brander – beim Hennefer Siegtal Triathlon in den Allner See.

Aufgrund der Wassertemperaturen musste ohne Neoprenanzug geschwommen werden (des einen Freud, des anderen Leid). Bei den Kids wurden 400 m geschwommen, 10 km (wellig) radgefahren und nominell 2,5 km gelaufen, wobei die letzte Distanz eher bei 3,5 km lag. Für die Teilnehmer der Volks- und olympischen Distanz startete die anspruchsvolle Radstrecke zu Beginn mit einem knackigen Anstieg, der wenig später mit einer rasanten Abfahrt und einer schönen Passage durch das Bröltal belohnt wurde. Nach ein (Volks-Distanz) bzw. zwei Radrunden (olympische Distanz) ging es auf die Wendepunkt-Laufstrecke mit Ortsdurchlauf in Hennef. Inzwischen brannten nicht nur die Beine, sondern auch die Sonne auf der wenig schattenspendenden Laufstrecke.

Bei den Tri-Kids belegten Felipa Herrmann den 1. Platz, Enno Meden den 2. Platz und Steffen Bleimann den 8. Platz in ihrer jeweiligen Altersklasse. Petra Bleimann konnte sich als Einzelstarterin auf der Olympischen Distanz Platz 4 der Altersklasse sichern. Abteilungsleiter Andreas Trautmann sprintete auf der Volksdistanz auf Platz 3 seiner AK. Die Starter Swen Scholz, Daniel Kreutzer, Michael Blumbach, Martin Vickus erkämpften sich in der Regionalliga Platz 13. Oliver Esser, Alexander Wolf, Ingo Krützen, Sven Gerber schafften es in der Verbandsliga Süd auf Platz 4. Achim Ries, Frauke Gerber, Michael Tosch, Kirsten Brake erreichten Platz 25 in der Landesliga Süd – mit einer Sonderwertung für den freudigsten Zieleinlauf.

Allen einen herzlichen Glückwunsch für die tollen Leistungen!




Challenge Geraardsbergen – Nichts für Flachlandtiroler

Bericht von Pascal Velten und Alexander Wolf

Radsport-Freunden wie Pascal ist SIE natürlich ein Begriff, Alexander war SIE jedoch bis Ende letzten Jahres unbekannt: „De Muur van Geraardsbergen“. Und so kam es, dass sich Alexander, ohne zu wissen, was ihn erwartet, zusammen mit Pascal bei der Challenge im belgischen Geraardsbergen angemeldet hat. Bei diesem Mitteldistanz-Triathlon muss die Mauer von Geraardsbergen gleich zweimal bewältigt werden!

Bei der Abholung der Startunterlagen wurden die beiden BSV-Athleten mit dem Motto: “Echte Flander fahren auf Kopfsteinpflaster“ konfrontiert. Na, das versprach ja, lustig zu werden!

Nachdem der strömende Regen nachgelassen hatte, erkundigten die beiden – mit dem Auto und zu Fuß – „die Mauer“. Ihre Schnappatmung konnten sie nicht verbergen, während sie von Fragen gequält wurden: Sind unsere Carbon-Laufräder geeignet für das raue Kopfsteinpflaster?!? Kommen wir da mit unserer normalen Übersetzung überhaupt rauf oder bräuchten wir eigentlich eine Kompaktkurbel und Bergübersetzung?!?

Der 1,2km lange Anstieg beginnt im Zentrum der Stadt. Auf der ersten Hälfte geht es noch gemäßigt bergauf, danach wird es immer steiler. Die durchschnittliche Steigung beträgt über 10%, die maximale Steigung – da streiten sich die Gelehrten – liegt zwischen 18% und 20%. Und das Ganze auf übelstem Kopfsteinpflaster!

Aber egal, es half ja alles nichts, dann mussten halt beim vorabendlichen Carboloading einfach ein paar Nudeln mehr reingeschoben werden. Danke an Janine für die erstklassige Bolognese! Die gab es im Bungalow, welches Pascals Familie für ein paar Tage gemietet hatte. Von dort war der Schwimmstart fußläufig zu erreichen, was natürlich am Sonntagmorgen extrem komfortabel war! Nach dem Aufstehen checkten wir um 8 Uhr schnell unsere Räder ein und gingen zurück zum Bungalow. Jenny und Lukas waren so nett, zwischenzeitlich schon das Frühstück vorzubereiten. Kurz noch die Beine für ein paar Minuten hochgelegt und los ging es Richtung Startzone.

Um 11 Uhr fiel der Startschuss am See des Freizeitgeländes „De Gavers“ in der Nähe von Geraardsbergen. Die Wassertemperatur lag bei 22°C, so dass der Neo erlaubt war. Zunächst gingen die Profis ins Wasser, dann nach und nach die Altersklassenathleten, je nach geplanter Schwimmzeit. Bei dem sogenannten „Rolling Start“ wurden alle 10 Sekunden 5 Triathleten auf die Reise geschickt. Diese Startvariante ist wirklich sehr angenehm, da die übliche Prügelei im Wasser entfällt. Der einzige Nachteil ist, dass es durch die unterschiedlichen Startzeiten während des Wettkampfs nicht klar ist, wer sich vor bzw. nach einem befindet.

Nach 0:28:44 (Alexander) bzw. 0:38:40 (Pascal) waren die 1,9km Schwimmen geschafft.

Pünktlich zum Wechsel aufs Rad wurde es dann auch von oben wieder nass. Nun ging es durch das westliche Flandern auf Teilen der Radstrecke der „Flandern Rundfahrt“ und die Strecke hielt alles, was Sie versprach. Einige Triathleten mussten den belgischen Streckenverhältnissen gepaart mit Nässe sowie einem ständigen Rechts/Links & Auf/Ab Tribut zollen. Pascal und Alexander kamen mit den Bedingungen jedoch gut zurecht und arbeiteten sich Stück für Stück nach vorne.

Es waren zwei Runden zu absolvieren, jede mit vier Anstiegen. Der vierte Anstieg war „die Mauer“. Bereits im unteren, noch nicht ganz so steilen Teil, führte der Versuch, sich aus dem Sattel zu erheben und ein paar Meter im Wiegetritt zu fahren, dazu, dass das Hinterrad sofort auf dem regennassen Kopfsteinpflaster durchdrehte. Alexander hatte schon jetzt zu kämpfen und konnte sich kaum vorstellen, ohne abzusteigen oben anzukommen. Also: Sitzen bleiben und drücken! (Klingt komisch, war aber so. 😉 )

Vor uns fielen die Teilnehmer an der steilsten Stelle reihenweise um oder mussten aufgrund der Steigung schlichtweg absteigen und schieben. Helfer standen bereit, um weitere Stürze zu verhindern. Einer schrie, dass wir sitzen bleiben sollen, und mit allerletzter Kraft erreichten wir ein etwas flacheres Stück, bevor die letzten Meter zum Gipfel zu drücken waren.

In der zweiten Runde war es ähnlich, nur noch härter. Oben auf der „Muur“ angekommen hatte Alexander dann schon etwas Pipi in den Augen. Sein Wunsch, ohne Abzusteigen hoch zu kommen, war erfüllt worden … und nach 90km in 2:34:26 fuhr er in die zweite Wechselzone.

Als früherer Radrennfahrer kam Pascal erstaunlich gut mit den Bedingungen zurecht und fuhr ohne Probleme die Mauer hoch. Nach 2:37:15 erreichte auch er Transition 2.

Beide Athleten waren nach dem Wechsel aufs Laufen froh, die Strapazen in Form von Pflaster und Steigungen hinter sich zu haben. Da hatten sie die Rechnung aber ohne den Veranstalter gemacht! Denn 200 Meter nach der Wechselzone ging es direkt wieder einen 12%igen Knipp hoch zum Markt, und auch der weitere Verlauf des 7km langen Drei-Runden-Kurses war alles andere als flach.

Bei Alexander fühlten sich die ersten Schritte dennoch gleich sehr gut an. Die letzten drei Kilometer auf dem Rad hatte er locker ausrollen lassen, und so war das Mauer-Lactat wohl weitestgehend abgebaut worden. Er konnte den Halbmarathon in 1:22:14 laufen. Auch bei Pascal, dem zunächst noch die anspruchsvolle Radstrecke in den Beinen steckte, lief es ab der zweiten Runde flüssiger und er konnte das Tempo auf der Laufstrecke forcieren.

Im Ziel auf dem Marktplatz von Geraardsbergen, im Blickfeld vom Manneken Pis, stand eine 4:30:24 auf Alexanders Uhr. Dieses Ergebnis wurde mit dem Sieg in der Altersklasse 45 bis 49 belohnt. Pascal kam kurze Zeit später – ebenfalls sehr zufrieden – mit 5:05 ins Ziel. Er verpasste damit zwar sein selbstgestecktes Ziel von sub 5 Stunden, jedoch war auf dieser Strecke bei den Verhältnissen einfach nicht mehr drin.

Zur Stärkung gab es im After-Race-Bereich – wie sollte es auch in Belgien anders sein – Belgische Fritten! Und beide Triathleten konnten mit Recht behaupten: „I defeated the Muur van Geraardsbergen in a Triathlon! (Twice!)“

Für die Awards Ceremony hat sich das Challenge-Team eine ganz besondere Auszeichnung einfallen lassen: Der „Pokal“ ist ein 3kg-Pflasterstein. Auch wenn dieser Stein nur einen Bruchteil der Strecke repräsentiert, verdeutlicht er dennoch die Charakteristik dieses Wettkampfes. Pascal und Alexander werden die Challenge Geraardsbergen wohl noch lange in lebhafter Erinnerung behalten.




Triathlon-Wochenende Indeland / Düsseldorf

Vom Winde verweht!

Bericht von Andreas Trautmann

Während wir eine Woche vorher von der Sonne extrem verwöhnt wurden, kämpften die Sportler beim 10. Indeland-Triathlon gegen orkanartige Windböen. Leider hatten unsere fünf Mitteldistanz-Frühstarter sogar noch mehr Pech mit dem Wetter, da es bis kurz vor dem Start regnete. Für Mirjam Moll war es der erste Triathlon auf der Mitteldistanzstrecke. Bericht siehe unten. Thomas Malies wurde Zweiter in der Altersklasse M55, und auch Oliver Dickheuer war mit seiner Zeit sehr zufrieden. Frank Riedel musste leider nach einem starken Radsplit das Laufen verletzungsbedingt abbrechen.

Die Brander Staffel mit Henrich Guntermann, Markus Ganser und Olivier Esser siegte mit einem Vorsprung von 35 Minuten vor dem Zweitplatzierten. Bericht siehe unten.

 

Auf der olympischen Distanz tummelten sich insgesamt zehn Brander Triathletinnen und Triathleten. Während sie – vom Rückenwind getragen – auf den ersten Radkilometern dahin schossen, lernten sie spätestens ab Düren (auf der Parallelstraße zur Autobahn) das Wort „Gegenwind“ zu buchstabieren. Die Flachstrecke fühlte sich plötzlich an wie ein Berg mit mindestens 12% Steigung! Auf der abschließenden Laufstrecke blies der Wind aus allen Richtungen und war mal Freund, mal Feind. Trotz der Widrigkeiten erreichten zwei Athleten den Platz an Sonne: Sven Gerber siegte in der Altersklasse M45 und Martin Vickus siegte bei den M55ern.

 

Auf der Volksdistanz gab es auch einen Sieger. Von den acht gestarteten Brandern setzte sich Daniel Kreutzer souverän an die Spitze seiner Altersklasse und wurde Gesamtvierter.

Fazit zum Indeland-Triathlon: Ein perfekt organisiertes Rennen vor der Haustür, abwechslungsreiche Zielverpflegung. Und entweder zu heiß oder zu windig! … Aber dafür kann der Veranstalter ja nichts. 😉

Weitere Fotos vom Indeland-Triathlon siehe unten.

 

Last but not least: Etwas weiter entfernt – in Düsseldorf – gewann Nadine Ader ihre Altersklasse! Bericht siehe unten.

Mitteldistanz-Debüt mit Tücken

Bericht von Mirjam Moll

Meine Teilnahme an der Mitteldistanz des Indeland-Triathlons am vergangenen Wochenende begann schon vor Wettkampfbeginn mit einer gründlichen Dusche von oben. Beim Einrichten der Wechselzone vermatschte das frisch präparierte nagelneue Wettkampfrad und die mit Kreppband festgeklebten Riegel fielen einfach ab. Der heftige Wind machte mir schon auf dem Weg vom Zielort Aldenhoven zum Startpunkt Blausteinsee Sorgen. Als der Startschuss endlich fiel, verlor ich leider recht schnell den Anschluss zum ohnehin kleinen Feld – nur 38 Frauen gingen an den Start. Mit dem neuen Neo kam ich weniger gut klar als erhofft und kam gefühlt als Letzte aus dem Wasser.

In der Wechselzone verlor ich wertvolle Minuten, um die Riegel für unterwegs in die kleinen Taschen meines Triathlonanzugs zu stopfen. Die Schuhe standen leider auch noch neben dem Rad statt eingeklickt, so dass ich mit den glatten Radschuhen aus der Wechselzone rennen musste. Endlich auf dem Rad verlor ich gleich einen Teil der Wettkampfnahrung. Der Wind hatte inzwischen ordentlich zugelegt, nach der zweiten Kurve auf der Strecke schlug er von der Seite zu und machte es für mich als Neuling auf dem Wettkampfrad fast unmöglich, nicht ständig den Lenker zu umklammern statt aufzuliegen. Auf dem letzten Drittel der Runde bremste der Wind mich fast völlig aus – die Route führte am Kraftwerk vorbei über ein paar kurze, aber steile Anstiege. In der zweiten Runde hatte ich mich schon etwas besser an die Windverhältnisse gewöhnt und konnte etwas mehr in die Pedale treten, allerdings auch mit deutlich mehr Kraftaufwand als geplant. Auf dem Endspurt Richtung Aldenhoven konnte von Spurt nicht mehr wirklich die Rede sein. Wenigstens gelang es mir, unterwegs schon aus den Schuhen zu schlüpfen und ohne Unfall vom Rad zu steigen.

Die Wettkampfordnung hatte ich vorher noch studiert, trotzdem öffnete ich in der Hektik meinen Helm versehentlich bereits während meines Laufs zum Stellplatz in der Wechselzone. Natürlich direkt vor den Augen eines Schiedsrichters: stehenbleiben, Helm wieder zu. Dennoch kam ich flott in die Laufschuhe, das erwartete Eiergefühl blieb aus, ich lief sogar schneller als erwartet los. Doch der Elan war nur von kurzer Dauer: Der Parcours führte hinaus in die Felder, wo erneut der Wind zuschlug. Die 5-km-Runde zog sich und erste Zweifel kamen in mir auf, ob ich das vier Mal hintereinander schaffe. Unbewusst drosselte ich mein Tempo, um zwischendurch mit Schrecken festzustellen, wie langsam ich geworden war. Erst auf dem allerletzten Kilometer traute ich mich, noch einmal das Tempo anzuziehen.

Ich denke fast nach jedem Wettkampf: Da wäre doch mehr gegangen. Vielleicht braucht man dafür einfach mehr Erfahrung. Für meine erste Mitteldistanz ist das Ergebnis von 5:24:08 und der 13. Platz für mich dennoch ein kleiner Erfolg – auch wenn die besten meiner Altersklasse fast eine halbe Stunde schneller waren als ich. Blut geleckt habe ich trotzdem: Die nächste Herausforderung kommt bestimmt.


Staffel beim Indeland-Triathlon

Bericht von Henrich Guntermann

Nachdem es vor zwei Jahren in gleicher Besetzung schon ganz gut gelaufen war, wollten Markus, Olivier und ich es diesen Juni nochmal wissen und haben uns wieder als Staffel für die Mitteldistanz angemeldet. Mir fiel natürlich, aufgrund fehlender anderer Triathlon-Qualitäten, wieder der Schwimmpart zu. Mit einem neuen Neo und einigen optimal am Körper platzierten Fettpölsterchen sollte der Auftrieb kein Problem sein und für die Verbesserung des Vortriebs hatte ich schon einige längere Einheiten im Hangeweiher Freibad in den letzten Wochen absolviert. Mir war schon bewusst, dass man bei Markus‘ Radstärke und Olis Laufperformance wahrscheinlich auch einen toten Hering in den Blausteinsee hätte werfen können ohne den Staffelsieg ernsthaft zu gefährden, aber Schande wollte ich den beiden natürlich auch nicht bereiten.

Die Schwimmstrategie war wie immer einfach gestrickt: Möglichst mich nicht gleich auf den ersten 300m beerdigen und dann versuchen, solide hinten raus zu schwimmen und vielleicht noch den ein oder anderen Sportkameraden einzusammeln. Nach einem kurzen Einschwimmen und etwas Herumflachserei mit den Kollegen am Start ging es dann auch schon los. Der Start war okay und schnell formte sich ein Vierergrüppchen, dass sich dann langsam aber stetig vom Hauptfeld absetzen konnte. Kurze Zeit später waren wir dann noch zu dritt. Die Route verlief von der Seebühne zur Seemitte und von da Richtung kleinem Strand, wo wir uns ja schon häufiger zum Training ins Wasser begeben haben, wenn wir uns auf dem oberen Parkplatz getroffen hatten. Der Weg dahin war ziemlich ereignislos, ich schwamm so vor mich hin und aus dem Maschinenraum kamen auch keine hektischen Warnsignale. An der Wendeboje stellte ich dann fest, dass ich mir einen kleinen Vorsprung von vielleicht 20-25m herausgeschwommen hatte. Da war die Laune gut und ich machte mich auf den Rückweg, der direkt an der kleinen Landzunge vorbei zum Schwimmausstieg verlief. Allerdings gab es jetzt doch windbedingt kleinen Wellengang von der Seite – und wie so oft, wenn die Gedanken anfangen abzuschweifen, passierte es dann und ich atmete direkt in eins dieser kleinen Biester hinein. Dir folgenden zwei Minuten waren wirklich unschön. Der nette Kajakfahrer (oder war es ein Kanu – kenne mich da nicht so aus) der ein paar Meter vor mir paddelte bekam meine Zuckungen mit und legte einen schnellen Turn hin, um sich mal freundlich zu erkundigen, was ich da so treibe. Leider konnte ich ihm, außer einem verstörenden Gurgeln, nicht viel mitteilen, sodass er noch näher kam und etwas skeptisch dreinschaute. Die Lage beruhigte sich dann zum Glück schnell und ich konnte weiterschwimmen. Die beiden Jungs waren allerdings in der Zwischenzeit durchgeschlüpft und ich machte mich an die Verfolgung. Nach einem gefühlten 100m Sprint nahm ich den Kopf in der festen Überzeugung aus dem Wasser, jetzt wieder an den beiden dran zu sein. Deprimierenderweise war dies nicht der Fall, der Abstand hatte sich nur unwesentlich verringert. Die beiden Sportkameraden hatten wohl noch gut Körner in petto und auch besseres vor, als mich wieder dranschwimmen zu lassen. So bin ich dann als Dritter aus dem Wasser gestiegen und sah so gerade noch einen der Jungs in die Wechselzone abbiegen. Nachdem ich mich den qualvoll langen Hügel in einer für den heutigen Tag zweiten Nahtoderfahrung hochgeschleppt hatte, wartete Markus schon mit einem Grinsen in der Wechselzone und fischte sich schnell das Klettband mit dem Zeitchip von meinem Knöchel und zischte davon.

Markus hat dann die Verhältnisse schnell zurechtgerückt. Einen der beiden entschlüpften Radfahrer hat er direkt am Ausgang der Wechselzone stellen können, der andere wurde dann nach ca. 4 km kassiert. Ich erinnere mich noch an das Statement von Markus nach dem Rennen, dass er die ersten 10km in ca. 13 min gefahren sei. Nachdem ich wieder zu Atem gekommen war (Oli war sehr rücksichtsvoll), radelten wir entspannt zurück vom See nach Aldenhoven. Wir hatten etwas Sorge, dass Markus bei diesem sehr böigen Wetter und der zum Teil noch nassen Stecke den Bogen bei der Tempohatz vielleicht etwas überspannen könnte. Die Sorge war allerdings unbegründet und Markus schlug bereits nach etwas mehr als zwei Stunden in der T2 auf. Damit hatte er, wie sich später herausstellte, die absolute Radbestzeit des Tages in den Asphalt gebrannt! Da die beiden Wechselzeiten von T1 und T2, so wie ich es verstanden hatte, dem Biker aufgebrummt wurden, hätte er wohl in seiner Nettozeit fast die 2h-Grenze geknackt!!! Er fand es auch ganz prima, während seiner gesamten Tour von zwei Motorradfahren eskortiert worden zu sein.

Olivier und ich lungerten beim Warten auf Markus ein wenig im Römerpark herum. Hatte dann versucht, Oli noch zu einer Currywurst und ’nem Bier vor seinem Lauf zu überreden, aber so richtig zog das Angebot nicht bei ihm ;-). – Charaktertest bestanden! Er machte sich dann warm und nachdem der Chip von Markus übergeben war, ging die Laufpost ab. Sehr gleichmäßig und routiniert spulte er seine Kilometer ab. Das Schöne beim rundenlangen Warten am Streckenrand war, dass man auch mal ausgiebig die ganzen Vereinskameradinnen und -kameraden anfeuern konnte, die in der Zwischenzeit vorbeiliefen. Mir ist es nach wie vor ein Rätsel, wie die es alle hinbekommen, auch unter solcher Anstrengung noch relativ entspannt auszusehen. – Irgendwann werde ich dieses Geheimnis auch noch lüften!

Als Olivier dann nach der vierten Runde als erster Staffelläufer auftauchte, mussten sich Markus und ich doch etwas strecken, um Olis Tempo auf den letzten Metern beim gemeinsamen Zieleinlauf mitzugehen. Ich meine sogar, ein leichtes Ziehen in der Wade gespürt zu haben. – Muss wohl die Currywurst gewesen sein!

Leider kann ich nicht mehr über Oliviers Lauf schreiben, da er kurz nach Zieleinlauf von der Bildfläche verschwunden war und wir uns nicht mehr unterhalten konnten. Es stellte sich heraus, dass seine Laurie angerufen und ihm nahegelegt hatte, sich doch etwas zügiger nach Hause zu bewegen, falls er noch die Geburt seiner Tochter miterleben wolle. Tja, und am Abend war dann die kleine Chloe da. Mutter und Kind wohlauf!

War schon echt ein erfolgreicher, schöner Sonntag mit perfektem „Zeitmanagement“!


T3: Heimsieg beim Heimrennen in Düsseldorf

Bericht von Nadine Ader

Sportlerherz, was willst Du mehr? Am Sonntag um 14:40 Uhr startete ich beim T3 Triathlon in Düsseldorf auf der Sprintdistanz bzw. in Deutschlands längster Wechselzone. Nachdem ich das Schwimmen der 750 Meter aufgrund von Neoverbot in der Schulnote ausreichend absolviert und eine unendlich lange Wechselzone verlassen hatte, war ich auf der fast originalen Zeitfahrstrecke der Tour de France in meinem Element. Ich fühlte mich gut und war nach guten 21km konstanten Gegenwind gespannt, was nun beim Laufen noch ging. … Es ging einiges! Ich lief für meine Verhältnisse schnell, glücklich und schmerzfrei ins Ziel.

In Summe konnte ich meine Altersklasse gewinnen … und das bei meinem Heimrennen!


Weitere Fotos vom Indeland-Triathlon




Herzliche Glückwünsche zum Weltrekord!

Am Donnerstag nutzen wir die Gelegenheit, um Vera Niemeyer persönlich zu ihrem Weltrekord zu gratulieren. Sie war am vorangegangenen Wochenende 96,3 Kilometer in 24 Stunden geschwommen. Die meisten von uns würden dieses Tempo nicht mal 500 Meter durchhalten. Wir haben einen wahnsinnige Respekt vor dieser Leistung und sagen nochmal: Herzliche Glückwünsche, liebe Vera!!!




Mitteldistanz-Debüt beim Ironman 70.3 Luxemburg

Bericht von Marvin Ortmanns

Am 18. Juni war es endlich soweit, meine erste Mitteldistanz machte ich beim Ironman 70.3 Luxemburg. Es war das Geburtstagsgeschenk von meinem Vater, da ich immer gesagt habe, dass ich mit 18 Jahren eine Mitteldistanz finishen möchte. Für mich war der Reiz, eine Mitteldistanz zu absolvieren, bei einer Ironman Veranstaltung am größten.

Samstags reiste ich gemeinsam mit Nadine Ader und meinem Vater Dirk Ortmanns an. Mein Vater und Nadine starteten gemeinsam in einer Staffel. Wir checkten im Hotel ein, fuhren kurz darauf nach Remich, wo der Ironman 70.3 stattfand, und trafen uns dort mit unseren Vereinskollegen Rainer und Melanie Junker. Rainer war Betreuer und Melanie war selbst Teilnehmerin. Gemeinsam gingen wir zur Wettkampfbesprechung und tranken anschließend noch etwas in einem schönen Café. Dann holten wir unsere Startnummern, machten das Rad fertig und checkten in der Wechselzone ein. Wir schauten uns noch genau an, wo wir im Wettkampf lang mussten. Abends gingen wir zur Pasta Party, wo natürlich nur verrückte Triathleten versammelt waren. Gut aufgeladen fuhren wir zurück in unser Hotel, und nach einer Cola an der Bar gingen wir auch schlafen.

5:30 Uhr – Raceday. Auf einmal war der Tag da, auf den ich ein paar Monate lang hin trainiert hatte. Kurzer Blick auf die Wetter App, denn es waren 30 Grad vorher gesagt. Nachdem wir uns nochmal gut beim Frühstück gekräftigt hatten, fuhren wir gegen 6:40 Uhr zum Start. Wir checkten nochmal alles in der Wechselzone, gingen wiederholt alles im Kopf durch und gaben die Beutel ab. Ich habe mich dann noch kurz im Freibad eingeschwommen. Als der Startschuss der Profis viel, habe ich mich in meiner Schwimmbox (25-30 Minuten) aufgestellt. Ich erwischte eine echt gute Schwimmgruppe und konnte schon nach 24:52min das Wasser verlassen. Schneller Wechsel und ab auf’s Rad. Jetzt bloß nicht überziehen. Gut kontrolliert konnte ich genau das fahren, was ich mir vorgenommen hatte. Als dann ab Km 38 der Gegenwind kam und es in die Weinberge ging, hieß es klein machen und einfach nur konstant fahren. Nach 2:35:49 Std erreichte ich T2, was ich zeitlich echt nicht gedacht hätte. Schneller Wechsel und noch den Halbmarathon absolvieren. Da merkte ich zum ersten Mal die Hitze, denn es waren inzwischen ca. 30 Grad. Bis Km 10 lief alles nach Plan, ich lief immer um die 5:00-5:15/Km, was das war, was ich geplant hatte. Doch dann bekam ich leider Krämpfe in beiden Oberschenkeln, wodurch ich ein paarmal anhalten und mich dehnen musste. Vernünftig verpflegen an der Stationen und ausreichend kühlen, war nun die Devise, denn 31 Grad waren es mittlerweile.

Nach einem Halbmarathon von 2:01:48, inkl. 5 Minuten Wechselzeiten, konnte ich endlich den Zieleinlauf genießen. Mit meiner Endzeit von 5:09:24 Std war ich mega glücklich, da ich mein persönliches Ziel ordentlich unterboten hatte!