Freiwassermeisterschaften und Xanten-Triathlon

Bei den Freiwassermeisterschaften des Schwimmbezirks Aachen im Blausteinsee hagelte es am Sonntag 1. und 2. Plätze für den BSV! Herzliche Glückwünsche an alle Teilnehmer! Hier ein Überblick über die Resultate:

  • Bezirksmeister über 5.000m Freistil: Walter Kielblock (AK60) und Thomas Malies (AK55)
  • Bezirksmeister über 2.500m Freistil: Martin Vickus (AK55), Andreas Schwartz (AK45), Sven Kielblock (AK40) und Timm de Jong (AK20)
  • Vize-Bezirksmeister über 2.500m Freistil: Eno Meden (Jg. 2004) und Karl Nüssgens Jg. 2000)
  • Teilnahme am 3x 1.250m Freistil: Paul und Karl Nüssgens, Felipa Herrmann, Timm de Jong, Saskia Hagmann, Thilo Kessels, Philip McKeever und Julia Boettinger

Währenddessen befand sich ein Teil des Brander SV Tri Teams in Xanten am Niederrhein. Als erstes war die Verbandsliga (s.u.) dran. Dann, nachdem sich der Frühnebel verzogen hatte, erfolgte bei herrlichem Wetter der Start für die olympische Distanz. Der Film auf der Homepage sagt mehr als tausend Worte. Ein tolles, schnelles Event! Kirsten Brake belegte den 3. Platz in Ihrer Altersklasse, und somit stand auch in Xanten wieder eine Brander Triathletin auf dem Treppchen. Achim Ries konnte sich ebenfalls über einen tollen 6. AK-Platz freuen.

 

Vom PIPI verweht

Bericht von Andreas Trautmann

Hätte man das vorher gewusst, wären Alex und noch andere Triathleten bestimmt die 500m zur nächsten offiziellen Miettoilette gerannt.

Als wir morgens um 7:15 Uhr in Xanten ankamen, lag das ganze Wettkampfgelände unter einer dicken Nebelschicht. Das Außenthermometer zeigte gerade mal 9 Grad an. Trotzdem machten wir uns, Pascal, Marvin, Alex und ich, auf den Weg in die riesige Wechselzone. Unser Wechselbereich war natürlich am anderen Ende aufgebaut, Laufweg ca. 200m. Wir stellten unsere Räder in die Ständer, kramten unsere Sachen und zogen uns langsam um. Plötzlich ein scharfer Pfiff und ein Wettkampfrichter, der hastig Richtung Buschwerk lief. Alex drehte sich erschrocken am Rande der Büsche um und sah vom Offiziellen die gelbe Karte. Begründung: Wildpinkeln! SUPER – die erste 4 Minuten Zeitstrafe und das fürs Pipimachen. Der Kollege Wettkampfrichter wartete anscheinend nur darauf, auch andere Tria-Kollegen auf diese Weise zu bestrafen. Erneut durchdrang ein Pfiff die Vorbereitungen der Verbandsligastarter. Diesmal durfte sich ein Triathlet freuen, der auf seinem Rad die Wechselzone befuhr. Danach gab es erneut eine Zeitstrafe für einen anderen Athleten. – Naja, zu dem übereifrigen Hüter des Regelwerkes gleich noch mehr.

Im Nebel und dick verpackt watschelten wir zum Schwimmstart. Vom See und der naheliegenden Brücke war nichts zu sehen. Aufgrund der Wettervorhersage wurde der Start um 15 Minuten verschoben. Alle unter Druck stehenden Athleten erleichterten sich, diesmal regelkonform auf der Seetoilette.

Nach dem Start fühlten wir uns wie die armen Teufel aus dem Film „Nebel des Grauens“, die beim Überqueren des Sees spurlos verschwinden. Rein in das Nichts! Irgendwann sah man dann doch die Xantener Brücke und nach einigen Metern auf der anderen Seite kam plötzlich und wie angekündigt die Sonne hervor.

Ich muss wohl einer der letzten Verbandsligastarter gewesen sein, denn als ich nach 1.500m Schwimmen in die Wechselzone kam, stand nur noch mein Rad im Ständer. Raus aus dem Neo, warme Jacke an (es war nur 13 Grad warm) und ab aufs Rad. Tempo aufnehmen und überholen… Naja, überholen klappte diesmal nicht so, plötzlich wieder ein schriller Pfiff. Ich drehte mich kurz um. Richtig, da war er wieder! Diesmal schnauzte der eifrige Gelbkartenzieher einen Tria-Kollegen wie folgt an: „Wenn ich Dich anpfeife, hast Du zu mir rüber zu schauen!“ „Toll,“ dachte ich, „das hätte er mal zu mir sagen sollen.“ Ich glaube, aufgrund meiner Antworten hätte ich den Wettkampf beenden müssen. – Der Kollege sah Gelb.

In der letzten Runde konnte ich leider nichts mehr zusetzen und stellte mein Rad nach 42km in den letzten freien Platz auf dem Holzständer ab. Ich hatte mich schon mit dem letzten Platz abgefunden. Während ich noch 7km laufen musste, bog Alex, vom Moderator zum dritten Platz beglückwünscht, schon auf die Ziellinie ein.

Pascal und Marvin kamen mir zwischenzeitlich auch entgegen „geflogen“. Auf der Laufstrecke hatte man eine gute Übersicht über seine Konkurrenten. Kurz vor dem dritten Wendepunkt, nach 7km, kamen mir zwei Verbandsligastarter entgegen. Jetzt fing ich an zu rechnen. Soweit waren die doch gar nicht weg, und wenn ich ein wenig anziehe, vielleicht gelingt es mir, wenigstens den vorletzten einzuholen. Nach meiner Schätzung hatten die beiden einen Vorsprung von 200 Metern. Ich legte los und bereits an der letzten Verpflegungsstation, kurz vor der Brücke, stand der Kollege. Schnell vorbei und weiter. Auf der nächsten Geraden sah ich bereits den anderen und am Wendepunkte hatte er nur noch einen Vorsprung von 3 Sekunden. Auch hier kurz vorbei und Richtung Ziel.

Vorgabe erfüllt. Auch wenn es für unsere Mannschaft nicht zum zweiten Tabellenplatz in der Abschlusstabelle reichte, war es für uns alle wieder mal ein tolles Erlebnis. Und mein persönliches Highlight an diesem Tag: Zweitbeste Laufzeit der BSV Starter!

Den krönenden Abschluss lieferte wieder eine Wettkampfrichterin. Ein Athlet, der sich in der Wechselzone auf dem Nachhauseweg befand, leider auf seinem Rad, wurde nachträglich und ziemlich rabiat mit einer gelben Karte bestraft. Zum Glück hatte er vorher nicht noch in die Büsche gepinkelt! Mein Eindruck: Einige Wettkampfrichter waren wohl sehr übermotiviert. Ich hätte mir gewünscht, dass sich dieser Kollege kurz und freundlich mit einem netten Hinweis an uns Ligastarter gewandt hätte. Nein, er wartete im Hintergrund auf die kleinen Verfehlungen. Ist nur schade, dass diese „gelbe“ Karte eine Podestplatzierung verhinderte. Ach so, der Schäferhund, der an der gleichen Stelle sein Geschäft erledigte, bekam meines Wissens keine Verwarnung. 😉

Tipp an den Veranstalter: Bei der riesigen Wechselzone sollten zukünftig Dixi-Toiletten aufgestellt werden. Desweiteren wäre ein Hinweis über die Lautsprecher an die Athleten hilfreich und fair. Und liebe Wettkampfrichter, bitte den gesunden Menschenverstand einsetzen.

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Ironman 70.3 Lanzarote

Bericht von Markus Ganser

Bei Schokokeksen und Vanillemilch lässt es sich gut schreiben, also los! Die Fakten vom Ironman 70.3 Lanzarote 2017:

  • 21. Overall
  • 1. Platz in der AK 45-49
  • 5.-bester Amateur
  • von 2 Mädels lang gemacht worden

Ich hatte gut geschlafen und war entspannt aufgestanden, da der Start ja praktisch vor der Haustür direkt im Club La Santa liegt. Fast das übliche Prozedere wie immer, Rad zum 10ten mal checken, Beutel prüfen, Neo an und los. Jedoch musste ich heute auch noch überall Flaschen mit dem Maurten-Getränk verstauen, um mich damit verpflegen zu können. Und um das schon mal vorweg zu nehmen, das Getränk ist das Beste was mir je für einen Wettkampf untergekommen ist!

Im Halbdunkel ging es dann an den Start. Fünf Minuten vor uns die Profis und dann wir. Ich startete ganz rechts und zog bewusst nicht direkt auf die Ideallinie, weil ich, wie fast immer, einfach den Stress im Pulk vermeiden möchte. Da ist mir das bisschen Wasserschatten auch egal. Ich bin also relativ entspannt den Kurs abgeschwommen und konnte, insbesondere auf der zweiten Hälfte, noch einige einsammeln. Mit der Zeit von 28:28 kann ich leben, nicht gut, aber ok.

Der erste Wechsel ist bei mir ja meist relativ lang, da ich ja beispielsweise hier schon die Socken anziehe. Noch länger wurde er durch den langen Laufweg zur Wechselzone. Auf dem Rad bin ich dann zügig los, aber nicht Vollgas. Es war heute relativ warm und schwül, jedoch kaum Sonne, dafür umso mehr Wind. Die Radstrecke hatte nicht die angegebenen 1100HM sondern vielleicht gut 100 weniger. Es war aber echt schwer, da der Wind hier sein Übriges tut. Ich meckere ja häufig über die Pulks beim Radfahren, aber hier muss man ehrlich sagen, dass es fast überall sehr fair zuging! Sehen konnte man dies gut, weil man ja praktisch 2mal den gleichen Weg hoch und runter fuhr.

Es sind ja nicht meine Konkurrenten, aber was die ersten 2(3) Profis da abgezogen haben, war schon echt nicht mehr normal. Die lagen bei ihrem Abstand eher bei 12cm als bei den geforderten 12m! 😉

Ich habe schnell auf dem Rad meinen Rhythmus gefunden und bin ein zügiges Tempo gefahren. Meine NP (Normalized Power) lag bei 315 Watt, wie ich gerade auf dem SRM sehe, also wirklich mit Gefühl gefahren. Radstrecke war gut und auch das Rad lief gut. Besonders gut, schnell und komfortabel fand ich die neuen Tubeless Reifen von Schwalbe.

Nach 2h17min wechselte ich dann in die Laufschuhe. Der zweite Wechsel klappte sehr gut und ich konnte auch echt schnell los. Wenn man während des Laufens den Garmin anschaltet, dann ist meiner gefühlt immer was zu langsam. Nun zeigte er aber den ersten Kilometer mit 4:30 an und ich war freudig überrascht. Als der 2. Kilometer wie aus dem Nichts in 4:02 auf dem Display aufleuchtete, war ich top motiviert und bin die erste Runde immer so unter 4:30 gelaufen, bis auf eine kurze Pinkelpause. In der zweiten bzw. dritten Runde wurde es nur unwesentlich langsamer und ‘ne 5 habe ich heute nie auf dem Garmin gesehen. Die zwei letzten Kilometer waren die langsamsten, was im Nachhinein sicher daran lag, dass mein Treibstoff zu Ende ging. Ich habe heute den ganzen Wettkampf nix, aber auch gar nix anderes zu mir genommen als Maurten. Ich bin an jeder Verpflegungsstelle vorbei, nur bei Laufkilometer 18 und 20 habe ich mir etwas Wasser über den Kopf gekippt. Geplant und ausgerechnet hatte ich mir, dass ich bis ca. Kilometer 15 mit meiner Eigenverpflegung auskomme und ich danach noch was an Gel, Cola oder Iso annehme. Da es aber so gut lief und ich keinerlei Probleme mit dem Magen und Darm hatte, wollte ich in dieser Hinsicht nix riskieren und bin das Ding dann so zu Ende gelaufen.

Mit meiner Laufzeit von 1:32 bin ich sehr zufrieden, da es wie gesagt gut schwül war und der Kurs auch nicht gerade ganz flach ist. Somit kam ich dann nach 4h23 ins Ziel und bin damit auch sehr zufrieden. Es war ein toller Wettkampf, gut organisiert und echt zu empfehlen!

So, Kekse alle, ich muss aufhören zu schreiben, gleich gibt‘s Abendessen 😉 und dann morgen wieder nach Hause.




Triathlons in Bracciano, Riesenbeck, Krefeld und Goch

Es war wieder viel los am Wochenende! In der Nähe und in der Ferne stellten die Brander Triathleten ihr Können unter Beweis. Den Anfang machte Corinna am Samstag am Bracciano See bei Rom. Drei Wochen vor der Mitteldistanz in Pula absolvierte sie ihren ersten Triathlon in diesem Jahr und landete bei der Sprintdistanz gleich auf Platz 1 in ihrer Altersklasse!

Hier die Berichte von den anderen Wettkämpfen:


Regionalliga in Riesenbeck

Bericht von Erich Keuchen

Die vierte Etappe in der Regionalliga stand im Vorfeld unter keinem guten Stern. Verletzungssorgen ließen den Start wackeln. Doch Dank Martins kurzfristigem Einspringen wurde es in Riesenbeck bei einer feinen Veranstaltung und tollem Wetter, trotz Rumpfmannschaft ein top Ergebnis. Es stand alles unter dem Motto, je oller, je doller! 🙂

Ergebnisse

 


30. Krefeld Triathlon

Bericht von Andreas Trautmann

Optimale Bedingungen begleiteten die LandesligastarterInnen bei ihrem Wettkampf in Krefeld. Morgens um acht ist die Welt noch in Ordnung und der See ruht. Anscheinend wollte der Wettergott beruhigend auf unsere Rookies einwirken. Für Bianca Hartmann und Josef Kunze war es der erste Start in einer Mannschaft (ausführlicher Bericht: siehe unten). Und während die Sonne langsam am Horizont aufging, fiel der erste Startschuss. Nach 1.500 Metern kamen unsere Trias fast zeitgleich aus dem Wasser. Auf der anschließenden Radrunde setze sich Andreas von den anderen ab. Josef und Bianca hatten anscheinend noch Spaß auf der Highspeed-Strecke. Uschi fühlte sich ebenfalls ganz wohl und erreichte kurz nach den anderen die Wechselzone. Bianca musste hier Lehrgeld bezahlen. Sie ging die erste Runde zu schnell an. Josef, der edle Ritter der Tafelrunde, schloss auf und motivierte sie bis zum Zielfinish. – Eine gelungene Rookie Premiere, ein achtsames Endergebnis und zufriedene Gesichter.

Wenig später durfte sich Mirjam Moll über einen zweiten AK-Platz freuen. Sie absolvierte ihre olympische Distanz in 2:36:48. Ihren Freudensprung werde ich wohl noch länger spüren (Rücken-Aua). Leider musste Melanie Junker auf der Laufstrecke aufgrund eines Sturzes den Wettkampf beenden. Artur Kreus setzte seine Erfolgsserie in der Altersklasse fort. In der AK M60 reichte es auf der Volksdistanz zu einem sehr guten 5. Platz.

EVENT-Wertung: Sehr gut organisierter Wettkampf. Schnelle Rad und Laufstrecke. Zuschauerfreundlich. Catering und Verkaufsstände. Professionelle Moderation. Hilfsbereite und freundliche Helfer.

Ergebnisse:

 


Rookie Bericht: Olympische Distanz – Landesliga Süd

Bericht von Josef Kunze

Am 27.08.2017 war der Start in der Landesliga für die vier Brander Triathleten Uschi, Bianca, Andreas und Josef. Besonders war es diesmal, weil Bianca und ich zum ersten Mal diese Distanz bewältigten. Bianca war noch nie so lange unterwegs und ich noch nie so kurz! Obwohl die Distanz für mich kurz sein würde, machte ich mir lange vorher einen Kopf. Olli sei Dank, habe ich mich dann doch beruhigen können.

Die Veranstaltung ist leicht zu finden, Parken 1a, Orga ebenso, Austragungsort perfekt. Und perfekt war auch das Wetter: Sonne, kaum Wind, warm (Wasser 22,4 Grad).

Um ca. acht Uhr ging es dann ins Wasser. Andreas hatte die Möglichkeit, einen richtig großen Fisch zu betrachten. Ich kam mir irgendwie wie ein Seegrasmonster vor, weil ich ständig das Zeug an den Armen hatte. Wir sind wohl fast zeitgleich aus dem Wasser gekommen. Bemerkenswert: Bianca ist Brust geschwommen!

Die Radstrecke ist wirklich sehr angenehm. Bianca und ich haben uns ca. 20-mal gegenseitig überholt. Das war für uns beide sehr motivierend und wirklich lustig, zumal sich noch ein dritter Athlet an dieser Aktion beteiligt hat. Andreas düste irgendwann an mir vorbei … flutsch und weg!

Da Bianca einfach schneller im Wechsel war, musste ich sie beim Laufen erst mal einholen. Von Kilometer 5 bis 9 sind wir dann zusammen gelaufen. Die Rookies schienen wohl dazu verdonnert zu sein, gemeinsam den Wettkampf zu bestreiten. Ich war noch gut beieinander, hatte den Puls bei 170, fühlte mich sehr gut, konnte aber nicht wirklich schneller laufen. Das war recht praktisch, weil Bianca hart kämpfte und ich sie gezogen habe. Respekt beiden Damen! Man sah hinter der Ziellinie, dass Uschi und Bianca wirklich alles gegeben hatten. Andreas stand nur so rum als ich ins Ziel kam. 🙂

Mir hat es sehr viel Freude bereitet, dass wir vier, obwohl es ja um nichts mehr ging, bis zum Anschlag gekämpft haben! Das war Teamgeist und Sportsgeist pur! Fazit: Ein super Tag für Rookies!

PS: Immerhin haben wir zwei Rookies im Viererteam die ehrenvollen Plätze zwei und drei belegt. Andreas wurde in unserer Teamwertung an diesem Sonntag leider nur Viertletzter. 😉

 


Fünf Brander beim GochNESS-TRIathlon

Bericht von Volker Meden

Am vergangenen Sonntag starteten fünf BSV’ler beim Triathlon in Goch. Besonders wichtig war der Wettkampf für unsere Tri Kids Starter im Nachwuchscup des NRWTV Felipa Herrmann und Enno Meden (beide Schüler A), da es bei diesem vorletzten Wettkampf der Serie galt, Punkte für die Gesamtwertung zu sammeln. Aber auch für Finja Herrmann (Schüler B) bot der Triathlon eine gute Gelegenheit sich mit starker Konkurrenz aus NRW zu messen. Da auch Simone und Marcus am Start waren, waren alle Herrmänner, mit Ausnahme des kleinen Ferres, der wie immer als treuer Fan dabei war, aktiv.

Zunächst ging Finja auf die 200 m Schwimmstrecke (im Hallenbad). Obwohl sie dem jüngeren der beiden Schüler B Jahrgänge angehört, verließ sie als eine der Ersten das Becken. Der Wechsel lief nicht so gut, so dass sie einige Plätze verlor, die sie auf der 5 km Radstrecke jedoch gleich wieder gut machen konnte und auf Platz 2 liegend auf die Laufstrecke (1 km) ging. Auf dieser konnte sie den Abstand zur Führenden reduzieren, zum Sieg hat es aber leider knapp nicht mehr gereicht. Finja war mit dem zweiten Platz aber sehr zufrieden. Für sie war der Wettkampf eine gute Vorbereitung auf die Triathlon-NRW-Meisterschaft der Schüler B am 9. September in Vreden. Mit flotteren Wechseln ist dann vielleicht noch mehr drin!

Im Anschluss an Finja starteten einige Minuten zeitversetzt Enno und Felipa jeweils gemeinsam mit den bis zu zwei Jahre älteren Startern der Jugend B. Die für diese Altersklassen üblichen Distanzen: 400 m Schwimmen (in einem schönen aber recht kühlen See), 10 km Radfahren und 2,5 km Laufen.

Enno kam als Dritter der Schüler A aus dem Wasser und bildete gemeinsam mit zwei weiteren Schülern A und einigen Jugend B Startern eine sehr schnelle, gut funktionierende Radgruppe (Windschattenfreigabe). Er konnte so den Rückstand auf den führenden Schüler A von mehr als einer Minute nach dem Schwimmen auf ca. 20 Sekunden reduzieren und stieg auf Platz 2 liegend vom Rad. Auf der Laufstrecke konnte er weitere Sekunden auf den Führenden gut machen, musste jedoch einen starken Läufer aus seiner Radgruppe vorbeiziehen lassen. Enno kam mit einer Zeit von 34:23 Minuten mit 16 Sekunden Rückstand auf Platz 1 und 5 Sekunden auf Platz 2 abgekämpft aber glücklich als Dritter der Schüler A Konkurrenz ins Ziel. Dies bedeutet wichtige 80 Punkte für das Nachwuchscup-Konto. Mit einer ähnlich starken Leistung beim Saisonfinale in Vreden sollte es Enno gelingen, sich trotz der Ausfällen in Alsdorf (Sturz) und Gladbeck (Reifenpanne) noch auf den dritten Platz der Gesamtwertung hochzuarbeiten, was eine Einladung zur Kadersichtung (für die Altersklasse Jugend B, in die er 2018 wechselt) mit sich bringen würde. Enno ist vorsichtig optimistisch; drückt die Daumen, liebe Leser!

Die Einladung zur Sichtung hatte Felipa (ebenfalls Jugend B in 2018) nach den Siegen in allen drei bisherigen Nachwuchscup-Wettkämpfen bereits vor dem Start in Goch in der Tasche. Entsprechend gelassen (und mit einem ferienbedingten Trainingsrückstand ;-)) konnte sie das Rennen angehen und verließ das Wasser auf Platz zwei liegend. Leider konnte sie die Radgruppe um ihre Hauptkonkurrentin um den Tagessieg nicht erreichen und musste daher in ihrer Gruppe die gesamte Stecke die Führungsarbeit leisten, was einige Körner kostete. So galt es für Felipa auf der Laufstrecke zunächst 30 Sekunden aufzuholen und dann einige weitere zwischen sich und ihre Konkurrentin zu bringen. Die gute Nachricht: Auf ihre Laufstärke kann sich Felipa verlassen, so dass sie am Ende mit einer Gesamtzeit von 37:15 Minuten mit acht Sekunden Vorsprung die Nase vorne hatte. Für Felipa geht es in Vreden somit um den Sweep im Nachwuchscup und “ganz nebenbei” natürlich um den Titel der Landesmeisterin der Schüler A im Triathlon; die Titel im Duathlon (Alsdorf) und Swim&Run (Versmold) hat sie ja schon. Auch hierfür heißt es: Daumendrücken!

Zum Abschluss des Wettkampftages gingen Marcus und Simone auf eine Sprintstrecke. Simone erreichte den fünften Platz in ihrer AK und Marcus den siebten in seiner. Damit waren beide sehr zufrieden.

Vielen Dank an die Sportsfreunde vom TV Goch für die tolle Organisation!




Triathlon der 1000 Herzen im Ruhrpott – rau aber herzlich

Bericht von Frauke Gerber

Immerhin vier Mitglieder unseres Vereins (Hanna-Lena, Tina, Sven und Frauke) hat es an die Ufer der Ruhr im eher lieblichen Kettwig, einem Stadtteil von Essen, verschlagen. Der Tag hatte allerdings weniger lieblich begonnen, mussten wir doch schon um 6 Uhr aufstehen. Belohnt wurden wir mit einem wirklich schönen und gut organisierten Wettkampf mit viel Sonnenschein.

Drei Runden waren in der Ruhr abzuschwimmen (1900m statt der ausgeschriebenen 1500m!!!) zwischen zwei großen Bojen und vielen Schlingpflanzen unter uns. Der Bewuchs war zwar vor dem Wettkampf noch gekürzt worden, war aber in Ufernähe doch noch recht intensiv. Teilweise verdunkelte sich das Wasser ganz plötzlich und – puff – war man wieder in so ein herumschwimmendes Knäuel hinein geschwommen.

Der Ausstieg und Weg zur Wechselzone quer über den Campingplatz war von Zuschauern gesäumt und entsprechend stimmungsvoll. Es folgten nun die fünf Radrunden parallel zur Ruhr Richtung Essen-Werden. Auch wenn Rundkurse nicht besonders attraktiv sind, waren der Streckenverlauf und die scheinende Sonne einfach klasse.

Die abschließende Laufstrecke, mit über 11km auch etwas länger als üblich, punktete beim Thema Anstrengung mit unterschiedlichen Laufprofilen. War die ganze Strecke sehr flach, hatte es zeitweise einen zarten Trail-Charakter, bedingt durch knubbelige Wiesenabschnitte und total grobem Schotter. Hatte man das mit den leichten Rennschuhen erst mal geschafft, kam eine Rechtskurve mit anschließendem Gegenwind.

Der Zieleinlauf auf einer Wiese direkt über den Ufern der Ruhr gelegen war sehr fröhlich und laut! Die Urkunde gab es sofort nach Abgabe des Chips, so dass man sofort Klarheit über die Zeiten bekam.

Insgesamt hatten wir alle zusammen mächtig Spaß und können uns nur lobend über die Veranstaltung äußern.

Die Altersklassen-Ergebnisse:

Die Gesamt-Ergebnisse:




Ironman Hamburg

Am Sonntagnachmittag erreichte uns die freudige Nachricht, dass Pascal und Frank erschöpft, aber glücklich das Ziel beim Ironman Hamburg erreicht haben. Hier ihre Berichte:


Beim zweiten Versuch hieß es endlich: You are an Ironman!

Bericht von Pascal Velten

Aber der Reihe nach. Die BSV-Athleten Pascal Velten und Frank Riedel machten sich auf in die Hansestadt Hamburg, um an der Premiere des dortigen Ironman teilzunehmen. Für Pascal war es nach Roth der zweite Versuch eine Langdistanz zu finishen. Die Vorbereitung verlief ohne größere Komplikationen, auch wenn auf Grund eines Jobwechsels vielleicht ein paar Stunden weniger im Tagebuch standen als gewünscht.

Außer der Abholung der Startunterlagen und der obligatorischen Wettkampf Besprechung standen der Donnerstag und Freitag im Zeichen des Sightseeing, u.a. der Besuch der Elbphilharmonie. Am Samstag wurde es dann allmählich erst. Nach einer kleinen Stadtrundfahrt am Morgen und einem kleinen Mittagsschlaf bereitete ich mein Rad zum Einchecken vor. Doch dann brach Hektik aus. Am Hinterrad bemerkte ich, dass eine Speiche gebrochen war. Normalerweise habe ich zu jedem noch so kleinen “Kirmes”-Wettkampf Ersatzlaufräder mit, nur diesmal nicht – warum auch immer. Da bis zum Ende des Check-in noch genug Zeit war, machten wir uns auf, in der Hoffnung, der offizielle Bike-Service könnte mir helfen, aber Pustekuchen. An keiner der drei Service Stationen konnte man eine Speiche wechseln. Ich klingelte kurz bei Frank durch, welcher in einem anderen Hotel untergebracht war, ob er Ersatz Laufräder dabei hatte, leider auch nicht. Was nun?! Ich stand in Hamburg nach unzähligen Stunden Vorbereitung und es schien so, als wolle der zweite Anlauf, die Langdistanz zu finishen wieder schief gehen. Die einzige Möglichkeit, die mir noch blieb: einen neuen Satz Laufräder kaufen. Also kurz mit der Familie beraten, aber mangels Alternativen 1600€ auf den Tisch gelegt und den “günstigsten” Laufradsatz gekauft, welcher auf der Messe verfügbar war, danach Rad und Beutel abgegeben und zur Nachtruhe wieder ins Hotel.

Ich habe in der Nacht zu Sonntag erstaunlich gut geschlafen. Um 5 klingelte der Wecker, rein in die Klamotten, 5 Milchbrötchen mit Nutella geschnappt und ab zur U Bahn mit Ziel Jungfernstieg. Kurz nochmal alles am Rad überprüft und Beutel nochmal nachgeguckt. Mittlerweile traf auch Frank in der Wechselzone ein. Im Gegensatz zu mir hatte er gar nicht geschlafen. Die Zuschauerränge füllten sich auch so langsam und die Spannung stieg. Wir beiden pellten uns in unsere schwarzen Schwimmhilfen und begaben uns in unsere Startboxen gemäß eigener Einschätzung. Es wurde im Rolling Start geschwommen. Wir klatschten uns beide nochmal ab, und nach ein paar aufmunternden Worten ging es für Frank auch schon ins Wasser. Geschwommen wurde vom Jungfernstieg aus durch die Kennedy Brücke in die Außenalster, kurze Kurve, dann den Weg wieder zurück. Nach einem kurzen Landgang am Jungfernstieg musste eine zweite Runde in der Innenalster geschwommen werden mit Ausstieg am Rathausplatz. Auch wenn Frank eine interne Vereinsmeisterschaft ausgesprochen hatte, ging es für mich, nach dem Debakel in Roth vor zwei Jahren, primär ums Ankommen, und das sollte noch schwer genug werden.

Das Schwimmen selber gestaltete sich ziemlich unspektakulär und nach einem gemütlichen Wechsel konnte es endlich mit meiner Parade Disziplin losgehen. Ich merkte jedoch recht schnell, dass es nicht so gut lief, wie vielleicht erhofft. Keine Ahnung, ob es an den ungewohnten Laufrädern lag oder daran, dass der Aero-Helm an der Ohren drückte und ich Kopfschmerzen bekam, jedenfalls lief es nicht so richtig, auch wenn schlussendlich mit 5h40min noch eine vernünftige Zeit rauskam. Beim zweiten Wechsel verließ mich dann auch jegliche Motivation. Jenny sagte im Nachhinein: „Du hast mächtig Scheiße ausgesehen.” Irgendwie schaffte ich es dennoch mich aufzuraffen und begab mich auf die Laufstrecke.

Vier Runden á 10,5km waren zu bewältigen. Ich hatte mir vorgenommen, immer so um die 6min/km zu laufen. In der ersten Runde ging das wunderbar und ich hatte noch die Hoffnung, zu Frank aufzuschließen. Spätestens ab km 15, als mein Magen gegen die Gels und Bars rebellierte und ich mehrfach das Dixi aufsuchen musste, war dieser Traum zerschlagen. Jetzt ging es nur noch ums Ankommen. Die Verpflegung stellte ich von da an um auf Kräcker und Wasser, was natürlich nicht ansatzweise die Kohlenhydrate liefert wie Gel. Nach der zweiten Runde standen dann Jenny und Lukas am Rand und da ich wieder in ein Motivationsloch fiel, hielt ich kurz an. Aus kurz wurden dann so 10 Minuten. Die beiden redeten auf mich ein, dass ich doch kurz vor Ziel wäre und jetzt nicht aufgeben soll. Tat ich dann auch nicht. Ich kämpfte mich durch die letzten beiden Runden, wobei ich immer wieder Gehpausen einlegte.

Um 19:15 Uhr war es dann aber soweit. Zieleinlauf auf dem Hamburger Rathausmarkt und ich würde mit den Worten ” You are an Ironman!” empfangen. Alle Lasten und Schmerzen fielen ab, und nun hatte ich es beim zweiten Anlauf auch geschafft. 12h15min brauchte ich schlussendlich, aber Zeit hin und her: Ankommen war das Ziel. Frank traf ich dann auch im Athleten-Garten. Er war schon umgezogen, da er mit 11h38 deutlich vor mir ins Ziel gekommen war. An dieser Stelle meine besten Glückwünsche. Zum Abschluss ein Dank an meine Freunde und Familie, die mich während der gesamten Vorbereitung immer unterstützt haben.

 


Von Außenalster bis Innenmeniskus: Glückliches Finish auf dem Rathausplatz

Bericht von Frank Riedel

Eigentlich wollte ich ja nie mehr eine Langdistanz machen. Aber Andreas Schauer hat mich dann überredet, bei seinem „ersten Mal“ dabei zu sein. Wir haben uns gemeinsam mit Pascal Velten und Wolfgang Wilden vom DLC für den erstmalig ausgetragenen Ironman in Hamburg angemeldet.

Meine Halbjahresvorbereitung zu meiner 3. Langdistanz war wieder nicht so optimal, wie ich mir das vorgestellt hatte. Vielleicht kann man das auch im fortgeschrittenen Alter nicht mehr erwarten 😉 Ich habe mittlerweile immer mehr Probleme, insbesondere mit meinem linken „Meniskusknie“. Ich bin in diesem Jahr nur einmal 17km als Maximum gelaufen. In den letzten Wochen bin ich jeweils nur 2x 6/7km getrabt, um herauszufinden, bei welchem Tempo ich möglichst lange schmerzfrei laufen kann. So kam ich insgesamt nur auf 460km. Dafür bin ich aber mit 3900km so viel Rad gefahren, wie nie zuvor. Geschwommen bin ich 107km.In der Summe bin ich auf einen Schnitt von ca. 8,5 Std/Woche gekommen. Das ist nicht soviel!

Race Day: Geschwommen wird in der Binnen-Alster, atmosphärisch sehr schön, aber das Wasser ist eine braune Brühe, allerdings von nicht so schlechter Qualität, sage ich als Blausteinseeschwimmer. Rurseeschwimmer mögen das anders sehen. Ich wollte gerne unter 1:05 schwimmen. Herausgekommen ist dann eine 1:06. Na ja, ok! Damit hatte ich die 8. Schwimmzeit von 107 in meiner AK. Sehr gut!

Die Wechselzone ist irrsinnig lang. Ich habe 8 Minuten gebraucht. Andreas Schauer 16 Minuten, weil er noch ein Müsli gegessen hat! Die Radstrecke wollte ich in 5:45 schaffen. Am Ende stand eine 5:51, allerdings für 182km bei sehr viel Wind. Die Radstrecke: komische Strecke, nur 1000 Höhenmeter auf 2 Runden, im Wesentlichen keine schöne Strecke, keine Stimmungsnester. Darüber hinaus bin ich die Strecke ohne Tacho gefahren. Meine Polar wollte nicht aus dem Ruhemodus raus! Das war echt doof!

In der Wechselzone habe ich wieder 8 Minuten gebraucht. Ich hatte mir noch eine Woche vorher neue Schuheinlagen besorgt. Das ist eigentlich nicht schlau, aber im Hinblick auf die zu erwartende bessere Dämpfung für das Knie sinnvoll, dachte ich. Allerdings auf Kosten von zu erwartenden Blasen. Also wurden im Wechselzelt die Füße trocken gerieben, Blasenpflaster geklebt und meine neue Kniebandage angelegt.

Die Laufstrecke entlang der Alster ist sehr schön! Stimmungsvolle 4 Runden, vergleichbar mit Frankfurt. Ich war wirklich sehr skeptisch, ob ich den Marathon schaffen würde. Ich bin sehr konzentriert und langsam gelaufen. Ich wollte unbedingt ankommen! An der Verpflegungsstation am Wendepunkt habe ich bewusst immer eine längere Gehpause eingelegt, vernünftig getrunken und Schwamm und Eis unter die Bandage geschoben. Auf der Strecke kamen mir immer Pascal, Andreas und Wolfgang entgegen. Das sind dann immer motivierende Momente.

Am Ende habe ich 4.22 benötigt. Das ist unter den Bedingungen eine tolle Zeit für mich. Mittlerweile hat mein Orthopäde wieder eine Meniskus- und Knorpelschädigung diagnostiziert. Nächste Woche wird eine MRT gemacht. Der Zieleinlauf in Hamburg auf dem Rathausplatz war stimmungsvoll. Mit Gänsehaut die restlichen Meter vorbei an den jubelnden Zuschauer und nach 11.36Std ins Ziel. Glücklicherweise ist mein Zieleinlauf auf dem offiziellen Ironman Video zu sehen.

Ich bin glücklich, zum 3. Mal eine Langdistanz gefinisht zu haben. Auch meine drei Mitstreiter haben das Ziel erreicht. Besonders gefreut habe ich mich für Pascal, der in Roth aufgrund von Materialproblemen am Rad leider aufgeben musste und nun seine erste Langdistanz bewältigt hat. Auch Andreas zum ersten und Wolfgang zum zweiten Mal können sich über ihr Finish freuen. Es waren tolle vier Tage und eine tolle Veranstaltung in einer tollen Stadt. Das war jetzt aber wirklich meine letzte Langdistanz. Es sein denn, meine Knie machen noch ein bisschen länger. Dann starte ich letztmalig 2021 in der AK60!!!




Promo-Triathlon in Eupen

Bericht von Achim Ries

Es war ein tolles Ereignis, als Zuschauer dabei zu sein und zu sehen, wie sich die Damen des BSV zum Wettkampf versammelten und gemeinsam zum See abstiegen. Von der Staumauer aus auf das Treiben zu schauen, war schon ein wenig wie Piranhas zu beobachten. Alle BSV‘ler haben sich gut geschlagen und tolle Ergebnisse erzielt. Bei der Siegerehrung waren leider nur noch wenige anwesend, was sicherlich der Witterung geschuldet war. Kirsten konnte den ersten Platz in ihrer Altersklasse belegen, und sie soll als eine der noch wenigen anwesenden deutschen Starter die Kanzlerin grüßen. 🙂




Ironman Maastricht

Bericht von Olivier Esser

Eigentlich sollte es nur ein Vorbereitungsrennen für den Ironman Schweden in zwei Wochen werden …. also schwimmen, Rad fahren und dann Schluss … eigentlich ;-).

Ohne große Taperphase, sondern nur mit 2-3 sehr lockeren letzten Trainingstagen ging es also am Sonntagmorgen um 5 Uhr nach Maastricht. In der Nacht vor dem Ironman im eigenen Bett zu schlafen und morgens um 4 Uhr in der Küche zu frühstücken war zwar irgendwie ungewöhnlich, machte die Sache aber relativ entspannt.

In der Wechselzone angekommen waren die üblichen Vorbereitungen zu erledigen, und da es in der Nacht richtig geregnet hatte, war dann auch nochmal das Rad trocken zu bekommen. Um 6:30 Uhr ging es dann runter zum Maasufer an den Schwimmstart. Schwimmen war für mich das große Fragezeichen. In den letzten 5 Wochen ging es zwar mit der Form wieder stetig aufwärts, davor gab es aber einige Wochen mit nur 2-3 Einheiten pro Woche und in den letzten Rennen lief es auch nicht wirklich.

Pünktlich um 7 Uhr hieß es dann „Auf die Plätze, fertig, Anschlag!“ Das Starterfeld war eher übersichtlich und nach 200m waren wir schon wie eine Perlenkette aufgereiht. Vorne machte Harry Wiltshire (first out of water in Hawaii 2016) das Tempo. Nach ca. 400m riss dann 2-3 Plätze vor mir ein Loch, von da an zog sich alles etwas auseinander und bis zum Ausstieg schwamm ich dann kurz alleine und dann zu zweit. Laut Internet lag meine Schwimmzeit bei 1,9km bei 23‘43“, das nehm ich dann mal 😉 ….. auf dem Rückweg waren dann alle langsamer. Mit einer 51er Zeit konnte ich aus dem Wasser steigen und war damit schon mal zufrieden.

Auf dem Rad ging es dann sofort schnell weiter! Eigentlich war die Vorgabe, drei Stunden hart fahren und dann etwas rausnehmen und die letzte Stunde wieder hart. So ging ich das Ganze dann auch an. Es wurde ein sehr einsames Rennen, da ich bis auf einen gestürzten  Kollegen und Michi Weiss, der mich nach ca. 1h überholte niemanden gesehen habe. Die Radstrecke war ziemlich verwinkelt, teils schlechter Belag oder dreckig und in der ersten Runde nass und auch rutschig, vor allem in den Waldstücken und Feldwegen. In der zweiten Runde war‘s dann trockener, dafür aber leider schlecht abgesichert, so dass immer wieder Radfahrer und Fußgänger die Strecke querten. Für einen Ironman schon sehr fragwürdig!

Hart wurde es dann in der letzten Stunde wirklich, aber ohne dass ich das Tempo nochmal anziehen konnte, da sich dann mein (zu) hohes Anfangstempo bemerkbar machte. Bis dahin war der Plan noch immer, ca. 5km laufen und dann raus.

Wieder in Maastricht angekommen lag ich dann auf Platz 9 und nach einem zweiten guten Wechsel ging es auf die Laufstrecke. Nachdem ich mir dann am Ende vom Rad noch eine halbe Flasche von meiner neuen Spezialernährung reingekippt hatte, lief es auf den ersten 5km dann wieder recht gut und nach knapp unter 21min kam dann die große Frage: Risiko oder Plan?

… Risiko ;-). Die Beine fühlten sich den Umständen entsprechen noch gut an und so entschied ich mich dazu durchzuziehen. Nach einem guten Halbmarathon in ca. 1h31 war ich noch fest davon überzeugt, den Lauf unter 3h05 zu Ende zu bringen … bis km 28 auch noch. Dann zog es mir aber langsam den Stecker und ab km35 war es dann nur noch Koma-Lauf.

Mit 3h12 kam ich als 10. ins Ziel. Alles in allem ein gutes Rennen, aus einem weiteren Ironman in 13 Tagen wird wohl wahrscheinlich nichts. Daher Plan B … Ironman Italien am 23. September. Danke an alle, die mich auf der Strecke angefeuert haben, auch wenn ich beim Laufen teilweise nicht mehr viel mitbekommen habe 😉 !




Ostseeman: Ein Brander Triathlet im hohen Norden

Bericht von Oliver Dickheuer

Dieses Jahr wollte ich mich wieder der Herausforderung Langdistanz stellen und so plante ich meinen Start am 06.08.2017 beim Ostseeman in Glücksburg. Nach einer gemütlichen Anreise mit meiner Frau Anke am Donnerstag und einer super Pastaparty am Freitag wurde es langsam ernst und ich checkte dann am Samstag mein Rad und die Wechselbeutel ein. Mittlerweile waren auch Niko (mein Coach) und seine Freundin Anne in Glücksburg angekommen, um des Supporter-Team für den Wettkampf zu vervollständigen.

Am Sonntag spazierte ich um kurz vor 6 Uhr die 400m von unserer Ferienwohnung in den Startbereich, überprüfte noch einmal das Bike und pellte mich in den Neo. Ich war immer noch recht ruhig, klar Anspannung war da, aber keine Nervosität. Ich stellte mich ganz links für den Landstart auf. Der Countdown zählte runter, Startschuss und ab in die frische, knapp 18 Grad warme Ostsee. Die ersten Meter musste man durch flaches Wasser waten und dann ging das Schwimmen los. Plötzlich spürte ich etwas Weiches, Glitschiges an meiner Hand. Och ne, Quallen. Zwei Abschnitte auf der 1,9 km Runde waren wahre Quallenfelder. Zack, hatte ich auch schon eine im Gesicht. Es brannte mächtig auf der Wange und an den Lippen. Der Rückweg war mit ordentlichem Wellengang und Gegenströmung garniert, und so hieß es: volle Konzentration. In der zweiten Runde war ich auf einmal mehr oder weniger alleine. Das Feld hatte sich in die Länge gezogen, also nix mit Wasserschatten. Irgendwann war es vorbei und der Strand kam näher.

Beim Wechsel habe ich mir schön Zeit gelassen. Die Helfer waren super und auf Zack. So ging es dann auch recht entspannt auf die erste 30km lange Radrunde. Ich fuhr meinen Rhythmus und merkte recht schnell, dass es eigentlich ordentlich lief und es mir mega Spaß machte. Unterwegs waren wahnsinnig viele Stimmungsnester. Viele Anwohner stellten ihre Möbel an die Strecke und frühstückten. La Ola Wellen, Discobeschallung und viele Kinder die Abklatschen wollten, hier war mächtig was los. Bei mir auch und ich spulte Runde für Runde im ziemlich gleichem Tempo ab. Jedesmal wenn ich den Sandwig Hill hochfuhr, pushte Niko mich weiter vor. Nach 6 Runden war das Radfahren überstanden. Der kräftige Westwind, die vielen Höhenmeter und Richtungswechsel hatten ordentlich reingehauen. Ja ihr habt richtig gelesen, Höhenmeter, nix flach an der Ostsee. So über 1000 hm kamen wohl zusammen.

Der zweite Wechsel ging recht fix. Wie den Profis wurde uns das Rad abgenommen, ab ins Wechselzelt und auf die Laufstrecke. Ich bin dann erstmal wie gegen eine Wand gelaufen. Tausende Zuschauer an der Promenade, lärmten und feuerten die Athleten an. Gänsehaut war angesagt. Am Ende der Promenade ging es dann den ersten fiesen Stich ins Wohngebiet. Die erste Runde lief ich ziemlich zügig. Noch 4 Runden a 8,5 km. In Runde 2 merkte ich, dass ich das Tempo so wohl nicht halten kann, also Tempodrosselung aber kontinuierlich weiterlaufen. An den Verpflegungsstellen verpflegte ich mich mit Cola und Wasser und kühlte mich mit den bereitgestellten Schwämmen. Die letzte Runde bin ich noch einmal etwas schneller gelaufen, ich wollte unbedingt noch die 11:30h unterbieten. Ein letztes Mal über die Holzbrücke am Yachthafen mit Vollschub. Vor mir noch ein Läufer, den ich mir noch holen wollte. Die Zuschauer merkten, dass ich nochmals alles gab und feuerten mich an, viele riefen meinen Namen. Doch er musste dann links auf seine letzte Runde abbiegen und ich durfte weiter in den Zielkanal. Gänsehaut pur. Ich sah zum Zielbogen, geschafft: 11:28:47! Ich bekam die Finisher-Medaille und war total fertig. Alles an Energie hatte ich rausgepresst. Ich wankte wie ein alter Mann in die Verpflegungszone und konnte endlich Anke, Anne und Niko in die Arme nehmen.

Die Unterstützung des Publikums und die riesige Stimmung werden mir immer im Gedächtnis bleiben. Nachdem ich mich etwas erholt hatte, sind wir dann noch zu Finishline-Party gegangen und haben den Tag mit dem abschließenden Feuerwerk ausklingen lassen. – Ich habe einen meiner besten Langdistanzwettkämpfe gemacht und bin stolz auf das Erreichte!




Nadine und Marvin beim Frankfurt City Triathlon

Bericht von Nadine Ader

Am letzten Wochenende starteten Marvin Ortmanns und Nadine Ader beim Frankfurt City Triathlon über die Olympische Distanz, was hier 1,5km Schwimmen, 45km Radfahren und 10km Laufen bedeutete. Die warmen Tage zuvor hatten den Langener Waldsee auf eine Temperatur von 22,5 Grad gebracht, somit hieß es am Wettkampfmorgen NEOVERBOT.

Marvin startete um 9:45 Uhr mit den Top 100 Startern und für Nadine ging es im Rolling Start ab 9:50 Uhr los. Rolling Start heißt hier, die Langsamen zuerst, da Frankfurt Cut Off Zeiten nach Uhrzeiten hat. Die Rahmenbedingungen der ersten Wechselzone waren nicht gerade optimal. Nachdem man sich von der Wiese seinen Beutel geholt hatte, ging es durch das Wechselzelt zum Rad, was genau 1km davon entfernt stand, was mit Radschuhen ein langer Weg durch den Wald war.

Auf der Radstrecke ging es 10,5km stadteinwärts, mit leichtem Gegenwind aber tellerflach. In der Stadt waren dann zwei Runden á 17 km zu absolvieren. Marvin ärgerte sich hier, dass seine tolle Zeit mit einem Schnitt von 39,8km/h durch eine Zeitstrafe von 3 Minuten geschmälert wurde. Aber bei 1.600 Athleten auf zwei Runden verteilt wird es manchmal etwas eng. Nadine absolvierte den Rad-Part zum ersten Mal auf einem Zeitfahrrad, was sie mit einen Schnitt von 34,4km/h auf den 5. Platz in ihrer Altersklasse fahren lies.

Die Laufstrecke durch die Innenstadt war gut besucht und die zwei Runden vergingen schnell. Ein Manko der Veranstaltung ist die fehlende Verpflegung. Nur auf der Laufstrecke gibt es etwas. Marvin kam nach einer Zeit von 2:29 Std. ins Ziel und belegte Platz 5 bei den Junioren. Nadine behielt mit einer Zeit von 2:52 Std den 5.Platz in der Altersklasse 40. Dank an Dirk Ortmanns für den Radservice, die tollen Bilder und den Support an der Strecke.




Fünf BSV’ler beim Höhentraining

Bericht von Alexander Wolf

Es gibt verschiedene Wege, um auf den höchsten Berg Deutschlands, die Zugspitze, zu gelangen. Ganz einfach geht das mit der Zahnradbahn oder einer Gondel. Alpinistisch relativ anspruchsvoll hingegen ist der Aufstieg durch das Höllental. Dieses Abenteuer hatten sich Frauke, Janine, Sven, Tobias und Alexander am vergangenen Wochenende vorgenommen.

Am Samstag erfolgte der Aufstieg vom Parkplatz zur Höllentalangerhütte. Unterwegs war die spektakuläre Höllentalklamm zu durchqueren. Nach einer durchwachsenen Nacht im Mehrbettzimmer begann um 5 Uhr der Aufstieg auf die Zugspitze. 1600 Höhenmeter waren noch zu überwinden, davon 700 in zwei Klettersteigen. Dazwischen führte die Route über den Höllentalferner, einen Gletscher, der ohne Steigeisen unüberwindbar ist.

Nach sieben Stunden standen die fünf BSV‘ler glücklich und zufrieden auf der Zugspitze in 2962 Meter Höhe!