Ostseeman: Ein Brander Triathlet im hohen Norden

Bericht von Oliver Dickheuer

Dieses Jahr wollte ich mich wieder der Herausforderung Langdistanz stellen und so plante ich meinen Start am 06.08.2017 beim Ostseeman in Glücksburg. Nach einer gemütlichen Anreise mit meiner Frau Anke am Donnerstag und einer super Pastaparty am Freitag wurde es langsam ernst und ich checkte dann am Samstag mein Rad und die Wechselbeutel ein. Mittlerweile waren auch Niko (mein Coach) und seine Freundin Anne in Glücksburg angekommen, um des Supporter-Team für den Wettkampf zu vervollständigen.

Am Sonntag spazierte ich um kurz vor 6 Uhr die 400m von unserer Ferienwohnung in den Startbereich, überprüfte noch einmal das Bike und pellte mich in den Neo. Ich war immer noch recht ruhig, klar Anspannung war da, aber keine Nervosität. Ich stellte mich ganz links für den Landstart auf. Der Countdown zählte runter, Startschuss und ab in die frische, knapp 18 Grad warme Ostsee. Die ersten Meter musste man durch flaches Wasser waten und dann ging das Schwimmen los. Plötzlich spürte ich etwas Weiches, Glitschiges an meiner Hand. Och ne, Quallen. Zwei Abschnitte auf der 1,9 km Runde waren wahre Quallenfelder. Zack, hatte ich auch schon eine im Gesicht. Es brannte mächtig auf der Wange und an den Lippen. Der Rückweg war mit ordentlichem Wellengang und Gegenströmung garniert, und so hieß es: volle Konzentration. In der zweiten Runde war ich auf einmal mehr oder weniger alleine. Das Feld hatte sich in die Länge gezogen, also nix mit Wasserschatten. Irgendwann war es vorbei und der Strand kam näher.

Beim Wechsel habe ich mir schön Zeit gelassen. Die Helfer waren super und auf Zack. So ging es dann auch recht entspannt auf die erste 30km lange Radrunde. Ich fuhr meinen Rhythmus und merkte recht schnell, dass es eigentlich ordentlich lief und es mir mega Spaß machte. Unterwegs waren wahnsinnig viele Stimmungsnester. Viele Anwohner stellten ihre Möbel an die Strecke und frühstückten. La Ola Wellen, Discobeschallung und viele Kinder die Abklatschen wollten, hier war mächtig was los. Bei mir auch und ich spulte Runde für Runde im ziemlich gleichem Tempo ab. Jedesmal wenn ich den Sandwig Hill hochfuhr, pushte Niko mich weiter vor. Nach 6 Runden war das Radfahren überstanden. Der kräftige Westwind, die vielen Höhenmeter und Richtungswechsel hatten ordentlich reingehauen. Ja ihr habt richtig gelesen, Höhenmeter, nix flach an der Ostsee. So über 1000 hm kamen wohl zusammen.

Der zweite Wechsel ging recht fix. Wie den Profis wurde uns das Rad abgenommen, ab ins Wechselzelt und auf die Laufstrecke. Ich bin dann erstmal wie gegen eine Wand gelaufen. Tausende Zuschauer an der Promenade, lärmten und feuerten die Athleten an. Gänsehaut war angesagt. Am Ende der Promenade ging es dann den ersten fiesen Stich ins Wohngebiet. Die erste Runde lief ich ziemlich zügig. Noch 4 Runden a 8,5 km. In Runde 2 merkte ich, dass ich das Tempo so wohl nicht halten kann, also Tempodrosselung aber kontinuierlich weiterlaufen. An den Verpflegungsstellen verpflegte ich mich mit Cola und Wasser und kühlte mich mit den bereitgestellten Schwämmen. Die letzte Runde bin ich noch einmal etwas schneller gelaufen, ich wollte unbedingt noch die 11:30h unterbieten. Ein letztes Mal über die Holzbrücke am Yachthafen mit Vollschub. Vor mir noch ein Läufer, den ich mir noch holen wollte. Die Zuschauer merkten, dass ich nochmals alles gab und feuerten mich an, viele riefen meinen Namen. Doch er musste dann links auf seine letzte Runde abbiegen und ich durfte weiter in den Zielkanal. Gänsehaut pur. Ich sah zum Zielbogen, geschafft: 11:28:47! Ich bekam die Finisher-Medaille und war total fertig. Alles an Energie hatte ich rausgepresst. Ich wankte wie ein alter Mann in die Verpflegungszone und konnte endlich Anke, Anne und Niko in die Arme nehmen.

Die Unterstützung des Publikums und die riesige Stimmung werden mir immer im Gedächtnis bleiben. Nachdem ich mich etwas erholt hatte, sind wir dann noch zu Finishline-Party gegangen und haben den Tag mit dem abschließenden Feuerwerk ausklingen lassen. – Ich habe einen meiner besten Langdistanzwettkämpfe gemacht und bin stolz auf das Erreichte!




Nadine und Marvin beim Frankfurt City Triathlon

Bericht von Nadine Ader

Am letzten Wochenende starteten Marvin Ortmanns und Nadine Ader beim Frankfurt City Triathlon über die Olympische Distanz, was hier 1,5km Schwimmen, 45km Radfahren und 10km Laufen bedeutete. Die warmen Tage zuvor hatten den Langener Waldsee auf eine Temperatur von 22,5 Grad gebracht, somit hieß es am Wettkampfmorgen NEOVERBOT.

Marvin startete um 9:45 Uhr mit den Top 100 Startern und für Nadine ging es im Rolling Start ab 9:50 Uhr los. Rolling Start heißt hier, die Langsamen zuerst, da Frankfurt Cut Off Zeiten nach Uhrzeiten hat. Die Rahmenbedingungen der ersten Wechselzone waren nicht gerade optimal. Nachdem man sich von der Wiese seinen Beutel geholt hatte, ging es durch das Wechselzelt zum Rad, was genau 1km davon entfernt stand, was mit Radschuhen ein langer Weg durch den Wald war.

Auf der Radstrecke ging es 10,5km stadteinwärts, mit leichtem Gegenwind aber tellerflach. In der Stadt waren dann zwei Runden á 17 km zu absolvieren. Marvin ärgerte sich hier, dass seine tolle Zeit mit einem Schnitt von 39,8km/h durch eine Zeitstrafe von 3 Minuten geschmälert wurde. Aber bei 1.600 Athleten auf zwei Runden verteilt wird es manchmal etwas eng. Nadine absolvierte den Rad-Part zum ersten Mal auf einem Zeitfahrrad, was sie mit einen Schnitt von 34,4km/h auf den 5. Platz in ihrer Altersklasse fahren lies.

Die Laufstrecke durch die Innenstadt war gut besucht und die zwei Runden vergingen schnell. Ein Manko der Veranstaltung ist die fehlende Verpflegung. Nur auf der Laufstrecke gibt es etwas. Marvin kam nach einer Zeit von 2:29 Std. ins Ziel und belegte Platz 5 bei den Junioren. Nadine behielt mit einer Zeit von 2:52 Std den 5.Platz in der Altersklasse 40. Dank an Dirk Ortmanns für den Radservice, die tollen Bilder und den Support an der Strecke.




Fünf BSV’ler beim Höhentraining

Bericht von Alexander Wolf

Es gibt verschiedene Wege, um auf den höchsten Berg Deutschlands, die Zugspitze, zu gelangen. Ganz einfach geht das mit der Zahnradbahn oder einer Gondel. Alpinistisch relativ anspruchsvoll hingegen ist der Aufstieg durch das Höllental. Dieses Abenteuer hatten sich Frauke, Janine, Sven, Tobias und Alexander am vergangenen Wochenende vorgenommen.

Am Samstag erfolgte der Aufstieg vom Parkplatz zur Höllentalangerhütte. Unterwegs war die spektakuläre Höllentalklamm zu durchqueren. Nach einer durchwachsenen Nacht im Mehrbettzimmer begann um 5 Uhr der Aufstieg auf die Zugspitze. 1600 Höhenmeter waren noch zu überwinden, davon 700 in zwei Klettersteigen. Dazwischen führte die Route über den Höllentalferner, einen Gletscher, der ohne Steigeisen unüberwindbar ist.

Nach sieben Stunden standen die fünf BSV‘ler glücklich und zufrieden auf der Zugspitze in 2962 Meter Höhe!




Römermääään in Ladenburg

Bericht von Markus Stawinoga

Meine größte Triathlon-Herausforderung seit 2010 hatte ich mir für vergangenen Samstag vorgenommen, 8 Jahre nach meiner letzten Teilnahme beim Römerman in Ladenburg. Nach zwei Meniskus-Operationen und daher deutlich größerem Kampfgewicht, stand ich also wieder da, in Ladenburg in der Nähe von Heidelberg, und wollte endlich nochmal eine Kurzdistanz absolvieren. Damals war Hawaii-Sieger Norman Stadler unter den Teilnehmern, mit denen wir das Bad im Neckar teilten, in diesem Jahr war es der ehemalige Ironman-Champion Timo Bracht, der seine aktive Karriere allmählich ausklingen lässt.

Zusammen mit Andreas Trautmann und Uschi Scherberich hatten sich also drei BSV‘ler zu dieser sehr schönen Veranstaltung am Neckar getroffen. Da mein Terminkalender in Aachen mit anderen Terminen gepflastert war, ergab sich lediglich eine enge direkte Wettkampfvorbereitung; sprich 5.15 Uhr Aufstehen, 6.15 Uhr Abfahrt, 9.15 Uhr Ankunft in Ladenburg, 14 Uhr Start. Uschi und Andreas hatten es da etwas entspannter, da sie bereits am Vortag angereist waren und auch nach dem Wettkampf noch eine Nacht länger blieben. So traf ich nach planmäßiger Autofahrt in Ladenburg ein, fand einen guten Tri-Parkplatz auf den Neckarwiesen und suchte mir nach Empfang meiner Startunterlagen erst mal ein kleines Frühstück; es gibt Schlimmeres als ‘nen Becher Kaffee und ‘ne Brezel bei Sonnenschein.

Der Wettergott schien dem Regengott des Vortages zu trotzen und so konnte die unmittelbare Wettkampfvorbereitung in der Wechselzone beginnen. Während Andreas und ich unseren Wechselplatz präparierten, machte sich Uschi auf eine 80 km-Radrunde, um nach Ihrer Verletzung allmählich wieder Form aufzubauen. Nach der ausführlichen Wettkampfbesprechung machte sich das Feld im Gänsemarsch auf zum Schiffsanleger. Da Neoprenpflicht bestand, zwängten wir uns bei 25° Außentemperatur schon mal in unsere Beinteile. Erste Nervosität machte sich bei mir breit, während das Schiff sich stromaufwärts zum Startplatz bewegte. 13.52 Uhr, Schwimmausstieg für ca. 400 Starter, die pünktlich zum Start um 14 Uhr an der Markierung sein sollten. Da ich mich ungern vordränge, war ich etwas knapp und hatte beim Startsignal leider noch 30 m bis zur Startline. Es ging los!

Ich pflügte mich Stück für Stück durch den Neckar. Arme, Beine, durchziehen, ruhig atmen, mein Mantra. Wo lieg ich im Feld? Wie viele sind noch hinter mir? Ein paarmal geschluckt, schmeckt nicht. Egal. Links die Kirche, rechts der Ausstieg. Teil 1 geschafft; 1700 m in 25:24 in fließendem Gewässer; ich war zufrieden.

In der Wechselzone hatte ich in der Vergangenheit den Neo auch schon mal schneller ausbekommen, aber irgendwann war ich dann doch auf der gefürchteten Radstrecke. 5-6 km über freies Feld, ich dachte, wenn der Wind so bleibt, komme ich wenigstens mit Rückenwind zurück. Unter der Autobahn durch, um die nächste Ecke und da war er, der Heartbreak-Hill am Neckar! Leichter Gang, 13, 14, 16%; nee, sagte ich mir, jetzt bei 18% steig ich ab, schleppte mich auf das nächste flachere Stück. Mit 13-15 % Steigung ging es dann 7km den Odenwald bergauf. Mein nächstes Ziel, um 15.50 Uhr am Checkpoint oben zu sein, damit ich nicht im Besenwagen zurück nach Ladenburg komme; ich hatte es dann 20 Minuten vorher erreicht und war glücklich, mich auf der Abfahrt wieder sammeln zu können. Zwei weitere brenzlige Stellen kamen noch, an denen Konzentration gefordert war; eine 180°-Kehre mit direkter Steigung und ein paar Kilometer weiter in einem Dorf mit 90°-Kehre, ebenfalls mit direkt anschließender Steigung. Hatte ich es im Dorf dann richtig gemacht und schon frühzeitig mit dem Schalten der Gangschaltung reagiert, hatte ich es vorher total vergessen und die Beine brannten, so dass ich einige Meter brauchte, um den kleineren Gang für den Berg drin zu haben. Obwohl die Steigung hier etwas geringer war, kam es mir noch schlimmer vor, als die 7km Steigung im Odenwald. So ging es dann die letzten Kilometer wieder über das freie Feld zurück zur Wechselzone, natürlich auch wieder mit Gegenwind. Aber egal, Phase 2 absolviert, 42 km und 700 Höhenmeter in 1:57, auch hier war ich dennoch zufrieden.

Eigentlich, so dachte ich im Vorfeld bei mir, wenn du Bike geschafft hast, werde ich Run schon irgendwie hinkriegen. Was ich aber bis dahin nicht auf dem Schirm hatte, war die Tatsache, dass die Temperatur mittlerweile auf 30° geklettert war; 15° wären mir lieber gewesen, aber so wurde meine vermeindlich angenehmste Disziplin, die abschließenden 10 km, zur echten Marter. Nach 5 km durfte ich bereits am Ziel vorbeilaufen, um dann noch eine letzte Runde dran zu hängen. Ich war zwar kaum schneller als ein Walker, so war ich aber zumindest in einer Bewegung, die doch eher nach Laufen aussah. Nach 80:29 Minuten Laufen und einer Gesamtzeit von 3:52:41 war ich endlich im Ziel und hatte unter dem Applaus der Zuschauer die letzten Meter ganz für mich; ich trottete ins Ziel und brauchte Wasser, Wasser, Wasser, Wasser über den Kopf. Abgestützt auf den Zaun, mit erschöpftem Grinsen im Gesicht, konnte ich mich kaum noch bewegen. Uschi und Andreas empfingen mich schon frisch geföhnt und knipsten meine Momente im Ziel, für die sich diese Quälerei gelohnt hatte. Danke, Danke! Was nur merkwürdig war, das Bildmaterial gab Eindrücke preis, die eher einen Zustand im Bereich „personal best“’ oder einen entspannten Lauf hätten vermuten lassen, als die totale Erschöpfung. Auch hier, egal, gefinisht und das war mein Ziel.

So hing ich dann mit guten Gefühlen im Zielbereich, immer noch am Zaun und konnte mich irgendwie nicht bewegen. Da ich meine Wettkampf-Verpflegung mangelhaft vorbereitet hatte, drängte mich aber irgendwas zur Verpflegungszone, aber die war noch weit, weit, weit… Ob die Verpflegung mir näher kam oder ich der Verpflegung, irgendwann hatte ich dann Melone um Melone bzw. Orange um Orange im Mund und konnte mich etwas Sammeln. Irgendwann begann ich auch wieder, meine Umgebung wahrzunehmen; es gab sogar Finisher-Geschenke; nur, woher die Kraft nehmen, die zu tragen? Das Duschtuch zu schleppen, konnte ich mir noch vorstellen, aber es gab auch noch 5kg Kartoffeln…

Irgendwie war ich mit meinen Präsenten dann aber doch an meinem Platz in der Wechselzone und döste erst mal in der Hitze triefend nass so vor mich hin. Man glaubt es kaum, aber Umziehen und Packen war eine Tortur, wie man sie sich nur als neue Disziplin vorstellen kann. …Und wie bekomm ich die Klamotten zum Auto? Frei nach dem Motto lieber unbequem aber schneller mit dem Rad zum Auto gefahren als mühsam gefühlt stundenlang gegangen, war ich dann doch am Parkplatz und konnte alles verstauen. Nun konnte ich aber, welch ein Vorteil, mit dem Auto näher an den Veranstaltungsbereich heranfahren um literweise Cola und bergeweise Pommes zu verschlingen. So der Plan! Gut, das Getränk ging rein, aber bei Pommes waren die Augen größer als der Magen. Egal, die Regeneration konnte beginnen.

Nachdem ich mich mit Uschi und Andreas noch etwas austauschen konnte, stand aber für mich wieder direkt die Heimfahrt an, obwohl ich am liebsten nur noch geschlafen hätte; aber was so ein echter Triathlet ist, der holt noch das letzte aus sich heraus und bewältigt die 300 km Rückfahrt nach Aachen. – Jetzt, nach einigen Tagen Abstand und mit wieder gewohntem Gefühl in den Beinen, ist mein Fazit: „Ein sehr gelungener Tag!“




Vater und Sohn beim 29. Rur-3-Brückenlauf

Bericht von Pascal Velten

Am Samstag starteten 2 BSV‘ler beim Isola Rur-3-Brückenlauf in Düren-Birkesdorf. Bei heißen Temperaturen ging zuerst Lukas Schnichels bei den Bambinis über 300m an den Start. Er versäumte leider, sich in die erste Startreihe aufzustellen, konnte aber im Laufe des Rennens einige Plätze gut machen und kam mit dem Hauptfeld ins Ziel. Immerhin reichte es für einen Pokal inkl. Gummibärchen!

Danach durfte auch sein Papa Pascal an den Start. Er entschied sich aufgrund der Temperaturen kurzfristig um und startete nur über die 5,1km. Da er bekanntermaßen kein Freund der Hitze ist und es auch nicht seine Lieblingsdistanz ist, ging er ohne große Erwartungen ins Rennen. Die Strecke führte flach an der Rur entlang. Nach ungefähr der Hälfte ging es über eine Brücke auf die andere Rur-Seite und wieder Richtung Start/Ziel. Am Ende reichte es mit einer Zeit von genau 22 Minuten zum 12. Gesamtplatz und dem Sieg in der Altersklasse M30. Fazit: Gut organisierte Veranstaltung in familiärem Umfeld mit toller, schneller Strecke. Ich kann die Veranstaltung nur empfehlen und werde nächstes Jahr sicherlich wiederkommen.




(Tor-)TOUR Transalp 2017

Bericht von Ramin Behbehani

Stefan, ein ehemaliger Team-Ganser-Radfahrer und guter Triathlet‎, und ich hatten gemeinsam beschlossen, an der diesjährigen TOUR Transalp teilzunehmen. Für alle, denen dieses Rennen unbekannt ist, hier ein paar Fakten:

  • Radrennen für Jedermann-Zweierteams, es zählt die Zeit des Zweiten
  • 7 Tagesetappen: Sonthofen (D) – Imst (A) – Naturns (I) – Bormio (I) – Livigno (I) – Aprica (I) – Pieve di Ledro (I) – Arco (I)
  • 867 Kilometer, 18.233 Höhenmeter und 19 Pässe
  • Hotspots: Timmelsjoch, Ofenpass, Berninapass, Stilfser Joch und Mortirolo Pass
  • ca. 1000 Teilnehmer aus 35 Nationen, auch prominente Sportler, z.B. Udo Bölts‎

Einige Randbedingungen mussten‎ erfüllt werden:

  • Wir mussten einen Startplatz bekommen!
  • Stefan musste 20kg abnehmen!
  • Ich musste ordentlich trainieren!

Alle drei Bedingungen waren am 25. Juni erfüllt, so dass das (regnerische) Rennen über die West-Alpen beginnen konnte. Nur am Tag 2 war es warm und sonnig. Die Tage 4 und 5 sind wegen Unwetter, Windstärke 10, Hagelschauer und Neuschnee auf dem Umbrail- und Berninapass unterbrochen bzw. abgesagt worden.

Auf der zweiten Etappe vom Timmelsjoch runter ins Passeiertal habe ich leider einen Unfall gehabt. Vom Seitenwind erfasst, hatte ich plötzlich keine Kontrolle mehr über das Rad und bin in ‎einer Galerie seitlich in die gegenüberstehende Betonmauer ‎gefahren. Da nur die Kette abgesprungen, das Rad aber ansonsten in Ordnung war, fuhr ich weiter. Die Tage darauf auch, ohne zu wissen was alles gebrochen ist. Unsere Mitstreiter haben sich sehr gewundert, dass ich noch gehen, geschweige denn den Wettbewerb weiter mitfahren konnte. Aber solange ich ‎nicht ans Bett angekettet werde, fahre ich. Da kenne ich kein Pardon! 🙂

An den Tagen 6 haben wir als Team 70 Plätze und am letzten Tag noch weitere 19 Plätze gut gemacht. Stefan und ich haben die Tour buchstäblich „überlebt“ und sind zufrieden ins Ziel gerollt. ‎Auch wenn es vielleicht nicht für jeden nachvollziehbar ist, es war ein unvergesslicher Spaß‎, den wir sehr gut in Erinnerung behalten werden. Nächstes Jahr machen wir es wieder, dann geht die Tour über die Dolomiten.




Trainingswochenende mit Triathlon mit der NRWTV-TS/TF-Gruppe

Bericht von Felipa Herrmann und Enno Meden

Am 14.07.2017 fuhren wir mit der NRWTV-TS/TF-Gruppe (Talentsichtungs-/Talentförderungs-Gruppe) in ein Trainingswochenende nach Horn-Bad Meinberg mit einem anschließenden Trainings-Triathlon in Verl.

Am Freitag nach der Schule packten wir unsere Sachen und schmissen alles ins Auto. Während der Autofahrt hatten wir einige Staus, somit fuhren wir statt 3 Stunden 4,5 Stunden. Deshalb erreichten wir das Ziel verspätet. Wir wurden freundlich von den Trainern und den anderen TS/TF-Mitgliedern begrüßt. Kurz nach unserer Ankunft gab es auch schon ein kraftgebendes und leckeres Essen.

Nachdem wir fertig gegessen hatten ging es auch schon ab ins Freibad, um ‘ne Runde zu paddeln. Es fiel uns sehr schwer, in das Wasser zu springen, da es gefühlte -30°C kalt war. Zu guter Letzt fing es auch noch an zu schütten. Trotzdem schwammen wir 3,5km. Nach dem Ausschwimmen sprinteten wir zu den Duschen, um uns nach dem Kälteshock wieder aufzuwärmen. Wir fuhren zur Jugendherberge zurück, machten uns Bettfertig und schliefen dann sofort ein.

Am Samstag ging es mit einen ausgiebigen Frühstück los. Dann machten wir ein wenig Athletik-Training mit einem Theorie-Teil. Danach sind wir eine kleine Runde von 5km gelaufen, aber das Lauftraining war noch nicht vorbei! Wir haben noch Sprints, Lauf ABC und Steigerungsläufe gemacht. Das Wetter spielte auch mit! Anschließend duschten und dehnten wir uns, und zur Belohnung gab es eine ordentliche Portion Mittagessen. Noch einmal zogen wir uns für das Radtraining um, kontrollierten die Räder und fuhren eine 35km lange Runde. Es ging schön hügelig durch den Teutoburger Wald. Zwischendurch wurden wir von einem kräftigem Regenschauer überrascht, doch der hielt uns nicht auf.

Nach einer kurzen Pause übten wir noch spielerisch den Wechsel mit Tipps vom Profi. Das hat uns sehr geholfen, war anspruchsvoll und bereitete uns großen Spaß. Da manche von uns ihr Rad noch nicht auseinander bauen bzw. reparieren konnten, machten wir einen freiwilligen „Schrauberkurs“ mit einem unserer Trainer. Dies war sehr informativ. Danach putzten manche von uns ihr Rad und kontrollierten es für den Triathlon. Dann gab es auch schon Abendbrot.

Wir hatten alle Bären-Hunger. Aber der Tag war noch nicht vorbei! Wir packten die Schwimmsachen und fuhren mit den NRWTV-Bullis zum Freibad. Unglücklicherweise war das Wasser noch kälter als am vorigen Tag. Trotzdem schwammen wir 4km mit harter Ansage von dem Trainer. Nachdem wir aus dem Wasser stiegen, waren wir froh, es geschafft zu haben und wir freuten uns alle auf die heißen Duschen, doch diese waren eiskalt! 🙁

Deswegen duschten wir in der Jugendherberge erneut. Diesmal heiß!!! Auf dem Plan stand noch etwas: Eine Überraschung! Wir mussten in zwei Teams gegeneinander spielen, in den Spielen Tabu und Pantomime. Dies hat neben den Sporteinheiten sehr viel Spaß gemacht, doch Ennos Team musste sich ganz knapp gegen Felipas Team geschlagen geben. Für Ennos Team gab es einen Apfel als Trostpreis und für Felipas Team gab es als Gewinn eine riesengroße Tafel Schokolade. Mit Ansage von den Trainern gingen wir dann auch sofort ins Bett, damit wir für den Triathlon fit sein würden.

Am Sonntag mussten wir schon um 7:15 Uhr aufstehen, um die Sachen zu packen. Dann aßen wir, holten die Räder und pumpten sie auf .Diese wurden von uns auf die Träger der NRWTV-Bullis gespannt. Wir fuhren ein Stunde nach Verl. Mit unseren Fahrrädern und Taschen gingen wir zur Startunterlagenausgabe, wo wir Felipas kleine Schwester Finja trafen. Sie wollte auch einen Triathlon absolvieren. Wir hatten noch etwas Zeit bis zum Check-In und schauten dem Wettkampf der 2. Bundesliga zu. Als es dann endlich soweit war, checkten wir die Räder ein und richteten unseren Wechselzonenplatz ein. Eine halbe Stunde vor dem Wettkampf liefen wir uns ein. Wir gingen zum See und zogen uns unsere Brille und Badekappe an. Das Wasser war sehr kalt, trotzdem mussten wir uns einschwimmen. Wir sind mit 56 anderen Triathletinnen und -athleten gestartet. Das war eine ganz schöne Prügelei am Start. Wir kamen ungefähr gleichzeitig aus dem Wasser, doch nach dem Wechsel war Enno vor Felipa. Auf dem Rad konnten wir uns präsentieren. Wir konnten uns an die Spitze bzw. den zweiten Platz vorkämpfen. Der Wechsel vom Rad zum Laufe verlief zügig. So konnten wir auf der Laufstrecke alles geben. Enno konnte als zweiter in seiner Altersklasse über die Ziellinie laufen mit einer Endzeit von 34:16 Minuten und Felipa konnte als Erste ihrer Altersklasse die Ziellinie überqueren mit einer Zeit von 35:29 Minuten. Insgesamt mussten wir 400m schwimmen, 10km Rad fahren und 2,5km laufen.

Eine Stunde später startete Finja, die 50m schwimmen, 2km Rad fahren und 400m laufen musste. Nach dem Schwimmen kam sie als Zweite aus dem Wasser und konnte diese Position halten. Auf der Laufstrecke konnte sie jedoch den Führenden überholen und gewann die Gesamtwertung, wie auch ihre Altersklasse.

Es war ein tolles, spannendes und erfolgreiches Wochenende, das wir den NRWTV-Trainern (Gerrit Völker, Rabea Dastbaz) verdanken können.




Ohne ist auch keine Lösung

Bericht von Silke Cosler

Eigentlich sollte 2017 mal ein triathlonfreies Jahr werden – aber so ganz ohne ist auch keine Lösung. Daher musste  wenigstens ein kleiner, feiner Triathlon her. Fündig geworden bin ich in Kerken-Aldekerk am Niederrhein, wo am 15.07.2017 bereits zum 10. Mal der Volkstriathlon ausgetragen wurde. Die Ausschreibung versprach neben den drei Hauptdisziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen auch noch Grillen und Feiern: Also nix wie hin!

Austragungsort war der Badesee in Aldekerk. Geschwommen wurde im Eyller See, die Radrunde  führte als Wendepunktstrecke über die völlig  für den Autoverkehr gesperrte Landstraße L140 und gelaufen wurden zwei Runden um den Eyller See und über den angrenzenden Campingplatz.

Vom Kindertriathlon über die Fun-Staffel bis hin zum ambitionierten Einzelstarter war alles vertreten. Das Strandbad Eyller See bot zudem ideale Bedingungen zur Austragung der Wettbewerbe. So wurde die Liegewiese zur Wechselzone, das Strandcafé zum Meeting-Point und die Frittenbude zum Verpflegungsdorf. Ein Massagezelt vom örtlichen Physiotherapeutenteam und eine Radstation waren ebenfalls vor Ort.

So fand ich mich dann nach erfolgreicher Ausübung  der ersten drei Disziplinen mit  „Currywurst-Pommes auffe Faust“ am Strand des Eyller Sees wieder, um den Start der Herren zu verfolgen.

Fazit: Ein gut organisierter, familiärer Triathlon mit einer charmant-alternativen Note. Mir hat es gefallen!




Langdistanzen in Frankfurt und Roth

Am 9. Juli waren einige Brander Triathleten auf den Langdistanzen zu finden! Sven Dammer und Michael Meisenberg starteten beim Ironman in Frankfurt. Erich Keuchen, Josef Kunze und Nadine Ader mit Dirk Ortmanns als Staffel waren bei der Challenge in Roth dabei. Hier ihre persönlichen Berichte:

 


Ironman Frankfurt – DNF is no option!

Bericht von Michael Meisenberg

Nach 12 Stunden und 56 Minuten hörte ich „You are an Ironman!“ – Aber fangen wir von vorne an!

Die Anreise am Freitag 07.07.2017 verlief ruhig und erfolgreich. In Frankfurt angekommen hieß es: Startunterlagen abholen und ab ins Hotel. Für die Wettkampfbesprechung war es zu spät und eigentlich war auch nur der „Rolling Start“ neu für mich. Am Samstag ging es dann mit Lothar gemeinsam auf eine kleine Radrunde, um zu testen, ob mit unseren Weggefährten auch alles in Ordnung ist. Wieder am Hotel angekommen, lief Faris al Sultan an uns vorbei. Wir grüßten kurz und schon war er wieder weg.

Dann Wechselbeutel fertig machen und ab mit der Bahn nach Frankfurt zur zweiten Wechselzone. Die Aufregung stieg so langsam. Hast Du auch alles gepackt?!? So langsam solltest Du eigentlich Rutine darin haben! – Beutel an den Hacken und ab mit dem Shuttlebus zum See zum Bike Check-In. Dort angekommen Helm auf und ab in die Wechselzone. Warum ist man da immer so nervös??? Keine Ahnung, dass Motto war „Gesund ins Ziel“ und „DNF is no option“! Das Training für mich war recht überschaubar! Nur hier und da mal Schwimmen, mit dem Rad zur Arbeit und der Hamburg-Marathon sollte reichen (aber nicht für Topzeiten). Am Wechselplatz ließ ich noch etwas Luft aus den Reifen, damit bei der Hitze nicht noch eine Überraschung am Sonntagmorgen auf mich wartet. Beutel mit Radsachen aufhängen und noch schnell ein Foto mit dem späteren Sieger Sebastian Kienle.

Da es sehr warm war, entschieden wir uns, noch eine kleine Runde im See schwimmen zu gehen (aber ohne Neoprenanzug), da wir bis Sonntagmorgen noch im Unklaren gelassen wurden, ob der Neo erlaubt wurde. Das Wasser war sehr schön, aber ganz ehrlich: Freunde werden wir nicht mehr (jedenfalls nicht ohne Neo).

Samstagabend machten wir unsere eigene Pasta-Party und dann ging’s ab ins Bett! Schlafen? Was ist das?!? – Morgens um 4 Uhr klingelte der Wecker, hoch motiviert (haha) ging es zum Frühstück. Um 5:30 Uhr hatte das Hotel netterweise einen Taxiservice angeboten, der uns zum See brachte. Hier erfuhren wir auf dem Weg zur Wechselzone(!): NEO ERLAUBT! Lothar und ich kamen aus dem Lachen nicht mehr heraus!

Also rein in die Wechselzone, Rad aufpumpen, ab in den Neo und runter zu den Startboxen. Hier musste sich jeder Athlet selber einschätzen, wie schnell oder langsam er schwimmen kann und möchte. Ich entschied mich mit meinem Freund Lothar für die letzte Startbox, die sehr leer und angenehm war. Beim Rolling Start wird die Startzeit auch erst gestartet, wenn man ins Wasser geht. Die Nationalhymne wurde gespielt und der Startschuss für die Profis fiel um 6:30 Uhr. Ab 6:45 Uhr durften dann die Altersklassen-Athleten starten. Gegen 7:00 Uhr ging endlich für uns los. Das Schwimmen war noch nie so entspannt für mich und nach 1:22 für 3,8 km ging es in die Wechselzone, aber schön ruhig! Bei dem, was noch kommt und bei der Hitze, die gemeldet war, die richtige Entscheidung!

Ab auf‘s Rad und schön ruhig losfahren!!! Hier muss ich mal ein riesengroßes Dankeschön an die Zuschauer richten! Die standen mit Wasserschläuchen am Straßenrand und jeder, der Erfrischung brauchte, wurde nass gemacht! Verpflegungsstellen TOP!!! Naja, beim Rad fährt immer die Angst mit, die da heißen: Plattfuß und großer Defekt am Rad. Aber auch hier hatte der Veranstalter mit diversen Fahrzeugen vorgesorgt. – Nach 180 km und 5:55 ging es erneut ins Wechselzelt und aus den Radschuhen in die Laufschuhe.

Auf meiner ersten Laufrunde habe ich dann noch Sven Dammer getroffen, der schon auf der zweiten Runde war. Wir entschieden uns, etwas gemeinsam zu laufen. Auf meiner zweiten Runde musste Sven langsamer machen, Krämpfe plagten ihn. Schade, denn ein Gesprächspartner und Antreiber war damit weg. Dann holte ich einen jungen Athleten vom DLC Aachen (Philipp Bielefeld) ein. Er nahm zum ersten Mal an einem Ironman teil. Ich stellte mich kurz vor und wir unterstützen uns gemeinsam. (Er war auch eine Runde voraus.) Ich kann nur sagen, es war noch nie ein Marathon so kurzweilig wie dieser! Wenn man etwas Unterhaltung hat, vergeht die Zeit wie im Flug! Phil bog ab in den Zielkanal und ich hatte „nur noch“ eine Runde. Nach 5:15 ging es dann auch für mich den Zielkanal! Ein unbeschreibliches Gefühl!!!!!!

Ein besonderer Dank geht an meine Frau Margit, die meine Leidenschaft unterstütz hat, und an Angelika und Lothar, die dieses Wochenende mit viel Spaß und Guter Laune unvergesslich gemacht haben!

 


Challenge Roth – Abenteuer erfolgreich abgeschlossen!

Bericht von Erich Keuchen

Der für das BSV Tri Team in der Regionalliga startende Erich Keuchen machte sich am Wochenende auf den Weg, um mit seinem Mainzer Trainingspartner Ralf Beier, das persönliches Saisonhighlight bei der Challenge Roth zu feiern. Lange im Voraus wurde die Saisonplanung auf diesen einen besonderen Höhepunkt abgestimmt. In Trainingslagern und vielen, teils gemeinsamen Schwimm-, Rad- und Laufeinheiten wurde an der Form gefeilt und die Motivation immer wieder hochgehalten. Man stellte sich immer wieder vor, wie es wohl sein wird, den berühmten Solarer Berg durch die Zuschauermassen zu fahren oder in die stimmungsvolle Triathlon-Arena in Roth einzulaufen.

Endlich war es jetzt so weit und wir reisten, unterstützt von unseren Liebsten, mit Respekt und viel Vorfreude an. Die Zielsetzungen konnten unterschiedlicher nicht sein, und endlich sollten wir uns für die harte Arbeit belohnen. Während Ralf als Langdistanz-Rookie das sichere Ankommen in den Vordergrund rückte, wollte Erich dagegen alles auf eine Karte setzen und um den Weltmeistertitel der Feuerwehren mitstreiten.

In Roth angekommen wurde die Erwartungshaltung an DAS Triathlon-Event überhaupt, noch einmal getoppt. Sei es der riesige Trubel rund um den Triathlon-Park in Roth, der Blick über den unglaublichen Radpark beim Einchecken oder die Sicht über den Main-Donau-Kanal auf die scheinbar nicht enden wollende Schwimmstrecke. Am Race Day sollte die Anspannung ihren Höhepunkt erfahren, als das erste Mal die laute Startkanone die Stille zerriss und die Profis in die Fluten schickte. Jetzt war klar, es gibt kein Zurück mehr und man bereitete sich unter gegenseitigen Glückwünschen auf den eigenen Start vor.

Der Wettkampf war hart und jeder Teilnehmer hatte seine eigenen kleinen Geschichten. Hoch und Tiefs geben sich die Hand, doch die guten Bedingungen und die aufmunternde Anfeuerung unserer Fans ließen die Schmerzen vergessen. Der Einlauf in die Zielarena ist der emotionale Höhepunkt eines monatelangen Projekts und es scheint wie eine Erlösung.

Unter dem Strich wurden die Erwartungen noch übertroffen. Während Ralf sein tolles Finisher-Debüt in 11:07 Stunden erst einmal verdauen muss, kam Erich mit dem letzten Tropfen Brennstoff in 09:29 Stunden (S: 01:11 / R: 04:51 / L: 03:21) ins Ziel und hielt am Ende den 3. Platz in seiner Altersklasse und den Vizeweltmeistertitel der Feuerwehrleute in den Händen. Am Ende musste er sich nur dem bärenstarken Triathlon-Profi Roman Deisenhofer beugen.

Es war der rundum der perfekte Tag, von dem wir so sehr geträumt hatten. Unser großes Dankeschön gilt allen, die uns über die lange Vorbereitung so sehr unterstützt und immer an uns geglaubt haben.

 


Challenge Roth – Ziel erreicht, to be continued!

Bericht von Josef Kunze

Bevor ich beginne, möchte ich mich bei Carina und Rüdiger für die 1a Unterstützung an der Strecke bedanken! Ihr habt einfach gut getan! Bei Markus und Stefan, die mein Rad einfach individuell perfekt eingestellt haben! Habe noch nie so wenige (eigentlich keine) Probleme gehabt! Meiner Frau und meiner Familie, denen ich sicher oft zur Last und auf die Nerven gefallen bin. Bei Dennis Buttermann von MedAix für Tips, Messungen,Training und sehr kompetenten Rat! Sowie bei Doris Pescher, die mich zum Weinen brachte. Danach waren aber die Wadenprobleme weg. Bei meinen Freunden Han und Hubertus, die unsere jährliche Männertour nach Roth verlegen ließen, damit ich die Radstrecke testen konnte! Last not least: Mario, Du hast mich perfekt betreut. Es war einfach auch Dein Wettkampf (er hat an diesem Tag trotz schmerzhafter Fußverletzung über 50km auf dem Rad und mindestens 15km zu Fuß zurückgelegt und mir den für mich perfekten Laufschuh organisiert.

Da ich am Mittwoch angereist bin, konnte ich am Donnerstag früh auf die Messe, welche wirklich groß ist, gehen. Donnerstag lohnt sich, da ist noch nicht viel los, außer bei der Anmeldung .Ich habe es geschafft, mich so als 20ter anzumelden, kurz danach war dort eine sehr lange Schlange, die in brütender Hitze langsam vor sich hin garte.

Ein Highlight am Samstag war das Autogramm von Frodo! – Radabgabe-Tipp: Es lohnt sich, früh dort zu sein! Extrem lange Schlange und es gibt, von den meisten unbemerkt, einen zweiten Eingang! Dann 2 Stunden auf Deutsch und Englisch die Wettkampfbesprechung, also ständig abwechselnd Deutsch, dann Englisch. Danach habe ich 1,5 Liter Wasser gebraucht, da das Zelt doch etwas sehr warm war. Warum Deutsch und Englisch zusammen war? Keine Ahnung … ätzend lang.

Sonntag 3:15 Wecker … 3:16 aufstehen … 3:20 essen und so weiter. Wir waren ca. um 4:45 Uhr am Schwimmstart. Das reicht aus. Im Gegensatz zu Frankfurt ist z.B. die Anzahl der blauen Kabinen deutlich größer. Da gibt es keinen Stress. Klingt vielleicht lustig, aber in Frankfurt hab ich darüber noch nie lachen können. – Startbereich: Angenehm ruhig, bis auf die Startböller (alle 5 min ein Start). Ich habe mich jedes Mal umgedreht, ob noch alle stehen! – Ab in den Neoprenanzug, Beutel abgeben, in den Vor-Start-Bereich, in die Startbox, ins Wasser bis zur Linie schwimmen und dann los! Das ging alles wirklich Ruck-Zuck!

Im Wasser kamen mir meine Kickbox- und mittelalterliche Kampferfahrung wirklich zu Gute. Was ein Hauen und Stechen. Das ich auch diesmal meine Panikattacken im Wasser im Griff halten konnte erfüllt mich mit großem Stolz! Das Schwimmen lief sonst eigentlich wie geplant. Ruhig, nicht zu schnell. Kraft schonen. Möglichst die Beinchen schonen. Das Gemetzel, genannt Ausstieg, hatte wirklich seine Härten. Wenn man ersaufen möchte, da könnte es klappen. Mario war der Meinung, dass Alles von Außen auch recht heftig ausgesehen hat. 1:19:18 … 1:20 war das Ziel … Mist, viel zu schnell! 😉

Die Wechselzone ist super. Ich war in 5:38min auf dem Rad, obwohl ich wegen, der zu erwartenden Hitze noch gegessen und getrunken hatte. Dann die Radstrecke: Sehr gute, fast schlaglochfreie Strecke . Einige harte Steigungen mit 10%. Besonders nach Greding sollte man nicht überzocken. Leider war es sehr windig, was Zeit und Kraft kostete. Das Wetter war warm, aber trocken. Die Abfahrten sind sogar für einen wie mich eher ängstlichen Abfahrer spitzenklasse. Max. Tempo 70km/h, was neuer Rekord für mich persönlich bedeutet hat. Etwas musste ich hier lachen, weil die Stimme von Markus im Kopf war: Sicherheit durch Geschwindigkeit und das „Au Banan, Josef, gib Gas“ von Andreas .An den Steigungen sind fast immer Stimmungsnester, was gut tun kann. Der Solarer Berg: Er verdient eindeutig im Reiseführer die max. Punktzahl. Der Solarer Berg ist die Reise wert! Hier braucht man sich einfach nur hochziehen zu lassen. Dies ist einmal wirklich nicht der Augenblick, auf Tacho oder Wattmessung zu gucken. Lasst es geschehen und genießt es! (Es sei denn, Ihr gewinnt gerade das Rennen, aber selbst dann.). Ein paar Autos, wo sie nicht sein sollten, lassen einen dann doch immer irgendwie sehr wachsam sein, da sich dadurch für mich auch eine, naja sagen wir mal anspruchsvollere Situation ergab. Nach vier Ironman war ich hier tatsächlich etwas traurig, als, das Radfahren vorbei war. Es ist einfach eine super Radstrecke!

Auch die Wechselzone 2 war gut organisiert und nette Helfer überall. Dass das Zelt so dunkel war, könnte an der Sonnenbrille gelegen haben. Die Laufstrecke bei um 30 Grad war sch…! Dieser Meinung war zu 100% Jeder, den man fragte. Man kommt aus der Wechselzone und läuft recht bald steiler bergab, als es „gut“ tut. Dann sofort bergauf. Von wegen „schelle Laufstrecke“. Zum Training eignet sich tatsächlich das Dreiländereck. Genug geheult. „Et is asu wie et is!“ Ab km 10 haben Martin (ein 25 jähriger auf seinem zweiten Marathon und seiner ersten Langdistanz) un ich beschlossen, uns gemeinsam ins Ziel zu knüppeln. Dies war eine wirklich hervorragende Idee. Es hat uns beiden sehr geholfen. (Nachmals danke, Martin, es hat Spaß gemacht und wir haben es 1a hinbekommen, uns zu motivieren!) Stimmung ist gut auf der Laufstrecke, etwas Zeit hat mich ein blaues Häuschen gekostet. (Nein, bin nicht dagegen gerannt.) Martin und ich haben uns sehr viel Mühe gegeben, leise zu heulen und die anderen auf der Strecke nicht zu stören. (Es wäre die höllische Hüfte besonders zu erwähnen, aber wie gesagt: leise heulen.)

Rüdiger und Carina, Ihr habt einfach nur gutgetan, dass Ihr mich so liebevoll angefeuert habt. Danke, dass Ihr für mich stundenlang in der Hitze gestanden habt! Mario war überall und nirgendwo, aber immer für mich da! Einfach genial, einen eigenen Coach auf der Strecke zu haben! Ab km 30 wurde es nicht – wie gewohnt – hart, sondern brutal. Immer wieder sagte die Stimme: „Chantal, heul leise!“ Martin und ich haben uns bei 30km nur gesagt: noch 10 üble und 2 traumhafte Kilometer. Wir sind, außer an den Versorgungsstellen, immer gelaufen, was wohl auch gut ist. Bei km 39(!) bekam ich dorsal im Oberschenkel rechts und links heftige Krämpfe. Hatte wohl doch zu wenig Salz bei der Hitze zu mir genommen. Martin sei Dank, er hatte Salz dabei und wartet auf mich, anstatt weiter zu laufen! Es ging erfreulicherweise sehr schnell besser, ich sah schon die unter 12h dahinschwinden. Für Martin war dann wohl bei km 40 endgültig die Power raus. Und trotzdem haben wir gekämpft und uns zusammengerissen. Wir sind wie alte Freunde ins Ziel eingelaufen und haben uns vor Freude heiser geschrien. Dieser Zieleinlauf hat auch in jeder Hinsicht alle Zieleinläufe, die ich in meinem langen, langen, langen Leben erlebt habe, getoppt. Der Zielbereich ich einfach, und auch mit nach dem Rennen fehlenden 60 IQ Punkten zu meistern.

Duschen waren leider kalt. Massage gut. Über den erhaltenden, unabsichtlichen Ellenbogencheck auf das Brustbein, als ich von der Dusche zu meinem Umkleideplatz ging, musste der Kollege und ich einfach nur lachen Mir rutschte (nachdem die Luft wieder da war) raus: Egal, tut eh alles andere weh! Die Abschlussfeier sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen. Hammer! Alles in Allem mein Fazit: Die Schwimmzeit war für das bisschen Training perfekt, das Radfahren war zufriedenstellend, und ohne Windböen hätte, hätte…, beim Laufen wollte ich eigentlich unter 4h bleiben, naja, kommt noch. 11:54 – Ziel erreicht, Mission abgeschlossen! Nächstes Jahr gerne wieder, und vielleicht habe ich den Einen oder die Andere motiviert! (Lesen Sie nächstes Jahr: Josef in Roth, Teil 2, Erscheinungsdatum Anfang Juli 2018).

 


Challenge Roth – Das “Must Have” des Triathlons: Checked!

Bericht von Dirk Ortmanns

Roth sollte man mal erlebt haben, als Supporter oder als Teilnehmer. Die letztere Variante hatten sich Dirk & Nadine als Staffel auserwählt. Dazu gesellte sich dann noch der Mechaniker und Betreuer Marvin, neuer Spitzname Stefan (für Insider).

Freitag Anreise + Messe + Treffen von Freunden, Samstag kurzes Warm-Up und Bike Check-In, und schon war Race-Day. Unerwartet ruhig und gestärkt bei Bäcker Schmidt ging es bekanntermaßen mit dem Schwimmen los. Fazit: Dirk hatte sein TomTom vergessen und wurde trotzdem beim Schwimmausstieg bejubelt.

Jetzt war es an der Zeit, dem Bike die wunderschöne Radstrecke zu zeigen. Nach holprigen ersten 20 Kilometern kam ich dann einigermaßen ins Rollen, doch bekanntermaßen ist starker Wind nicht so mein Freund. Doch 2x Greding und den Solarer Berg kann mir nie mehr einer nehmen!!!

Und dann ging der Chip an Nadine (Künstlername Thai-Chi). Sie legte los wie eine Running-Queen, wirkte frisch bei km 24 und 27, obwohl sie schon da merkte, dass ein Marathon bei Hitze und ein Nachmittagsstart eine große Herausforderung sind. Aber dann war der Moment gekommen, als sich das Stadion vor jedem Athleten verneigte, so auch für uns. Unbeschreiblich! Und als sich dann noch Marvin zu uns gesellte, waren wir alle glücklich.

Roth 2017 hat sich jede Sekunde gelohnt, nicht nur der Wettkampf, nein auch die vielen gemeinsamen Trainingsstunden auf dem Weg dorthin. Das Motto „See you at the Finish Line“ soll für uns nochmal Realität werden. Schon heute könnte es dafür losgehen. Schöner kann es doch nicht sein oder?!?




Viele BSV Triathleten beim Triathlon in Hennef

Bericht von Sven Gerber

Während sich einige Brander Triathleten in Frankfurt (Sven Dammer, Michael Meisenberg) und Roth (Erich Keuchen, Josef Kunze, Nadine Ader mit Dirk Ortmanns als Staffel) auf der Langdistanz befanden (Berichte folgen hoffentlich noch), stürzten sich am Sonntag drei BSV Tri Kids, zwei (erwachsene) EinzelstarterInnen und drei Ligamannschaften – insgesamt 17 Brander – beim Hennefer Siegtal Triathlon in den Allner See.

Aufgrund der Wassertemperaturen musste ohne Neoprenanzug geschwommen werden (des einen Freud, des anderen Leid). Bei den Kids wurden 400 m geschwommen, 10 km (wellig) radgefahren und nominell 2,5 km gelaufen, wobei die letzte Distanz eher bei 3,5 km lag. Für die Teilnehmer der Volks- und olympischen Distanz startete die anspruchsvolle Radstrecke zu Beginn mit einem knackigen Anstieg, der wenig später mit einer rasanten Abfahrt und einer schönen Passage durch das Bröltal belohnt wurde. Nach ein (Volks-Distanz) bzw. zwei Radrunden (olympische Distanz) ging es auf die Wendepunkt-Laufstrecke mit Ortsdurchlauf in Hennef. Inzwischen brannten nicht nur die Beine, sondern auch die Sonne auf der wenig schattenspendenden Laufstrecke.

Bei den Tri-Kids belegten Felipa Herrmann den 1. Platz, Enno Meden den 2. Platz und Steffen Bleimann den 8. Platz in ihrer jeweiligen Altersklasse. Petra Bleimann konnte sich als Einzelstarterin auf der Olympischen Distanz Platz 4 der Altersklasse sichern. Abteilungsleiter Andreas Trautmann sprintete auf der Volksdistanz auf Platz 3 seiner AK. Die Starter Swen Scholz, Daniel Kreutzer, Michael Blumbach, Martin Vickus erkämpften sich in der Regionalliga Platz 13. Oliver Esser, Alexander Wolf, Ingo Krützen, Sven Gerber schafften es in der Verbandsliga Süd auf Platz 4. Achim Ries, Frauke Gerber, Michael Tosch, Kirsten Brake erreichten Platz 25 in der Landesliga Süd – mit einer Sonderwertung für den freudigsten Zieleinlauf.

Allen einen herzlichen Glückwunsch für die tollen Leistungen!