Belgenbach-Trail

Bericht von Andreas Trautmann

Titelverteidigung mit blauen Flecken. Wer hätte das gedacht. Der erste schöne Vorfrühlings-Lauf im März, so hatten sich die Belgenbach-Trail-Teilnehmer den Landschaftslauf vorgestellt. Doch die Natur war noch nicht soweit. Schneebedeckte Wege, gefährliche Eisflächen, rutschige Passagen, zugefrorene Bäche. Perfekte Bedingungen für einen richtigen Trail-Run.

Vier Brander Triathleten trauten sich und nahmen die sportliche Herausforderung an. Doch es sollte kein Spazierlauf werden. Uschi Scherberich startete auf der 5,7km-Runde. Sie ordnete sich im vorderen Feld ein, kam auch gut über die ersten schweren Passagen. Doch dann erwischte sie es an einer schmalen Bergab-Passage. Sturz über eine Wurzel. Knie und Unterarm erlitten leichte Verletzungen. Sie rappelte sich auf, denn schließlich wollte sie ihren Altersklassen-Sieg vom Vorjahr wiederholen. Sie biss sich durch und gewann souverän ihre AK-Wertung.

Bianca Hartmann, Hanna-Lena Hibbe und Andreas Trautmann starteten auf der 10km-Runde. Auf der ersten steilen Abwärtspassage eröffnete Andreas mit einem nicht vollendeten Rittberger eine Sturzlawine. Ein Läufer nach dem anderen machte die Bekanntschaft mit dem hartgefrorenen Waldboden. Auch er setzte leicht angeschlagen (und etwas vorsichtiger) seinen Lauf fort. Bianca und Hanna-Lena hatte Nichtsturz-Glück, liefen ihren Lauf locker zu Ende und kamen als AK Zweite bzw. Dritte ins Ziel. Andreas wurde AK Fünfter.

Trotz der eisigen, sturzanfälligen Passagen ist der Belgenbach-Trail ein landschaftlich erstklassiger und abwechslungsreicher Lauf. Nächstes Jahr allerdings in Eishockey-Schutzkleidung.

1. AK55 0:39:21 Uschi Scherberich (5,7km)
2. AK30 1:07:56 Bianca Hartmann (10km)
3. AK25 1:10:48 Hanna-Lena Hibbe (10km)
5. AK 55 1:09:13 Andreas Trautmann (10km)




Anmeldung zum MHA Triathlon ist freigeschaltet

Liebe Triathleten und die die es gerne werden wollen, nach dem holprigen Start ins neue Jahr ist die Anmeldung zum MHA Triathlon 2018 nun freigeschaltet. Hier geht es zur Anmeldeseite.




Treppenlauf in Landgraaf

Bericht von Felipa und Julie Herrmann

Am 16. Dezember trafen wir – die BSV Tri Kids – uns mit einigen anderen Triathleten an der Brander Schwimmhalle, um dorthin zu fahren, wo eine Treppe mit ca. 500 Stufen auf uns wartete.

Dort wurden wir erst einmal in gleichgroße Gruppen, die nach Schnelligkeit sortiert waren, unterteilt. Dann liefen wir in den Gruppen mit jeweils zwei Minuten Abstand voneinander das erste Mal die Treppen hoch. Die ersten Stufen bewältigten wir gut und schnell, doch bereits nach der Hälfte brannten uns schon die Waden. Als wir endlich oben ankamen, empfingen uns zum einen eine wunderschöne Aussicht, sowie Janine, Alex und Roland, die unsere Zeiten stoppten und netterweise nach Schnelligkeit sortierten. Nach einer kurzen Pause liefen wir wieder runter, wo bereits der zweite Start bevorstand.

Diesmal war es ein Jagdstart. Es starteten die Schnellsten mit ihrem im ersten Lauf herausgearbeiteten Vorsprung zuerst. Dabei lag der Vorteil bei uns Kindern, da wir leichter und flinker waren. Somit hängten wir die meisten der großen (und älteren) Triathleten ab. Enno besiegte seinen Vater und wurde somit Erster. Felipa wurde insgesamt Dritte und erste Frau, gefolgt von Fabian (4.), Simon (5.), Finja (6.), Till (10.), Julie (11.), Tobi (13.), Frederike (14.) und der jüngsten Teilnehmerin Malin (18.).

Nach einer warmen Dusche trafen wir uns im Brander Bahnhof zum gemeinsamen Abendessen, das wir uns wirklich verdient hatten. Dort wurden auch die Urkunden und ein kleines Geschenk für Helmut und Arndt verteilt.

An dieser Stelle bedanken wir uns bei Janine, Alex und Roland, die sich in Nässe und Kälte die Mühe gemacht haben, zu fotografieren, alle Zeiten zu nehmen, zu verarbeiten und die Urkunden zu gestalten. Danke auch an Helmut für die Organisation. Nicht zuletzt bedanken wir uns bei unseren Trainern Natasa (Schwimmen), Arndt (Radfahren) und Helmut (Laufen) für das tolle erste Jahr der BSV Tri Kids.

Hier geht’s zum Treppenlauf-Video von Andreas Trautmann!

Fotos: Janine Wolf




Kleines aber feines November-Trainingswochenende in Vogelsang

Bericht von Andreas Trautmann

Trotz des angekündigten schlechten Wetters trafen sich am vergangenen Wochenende 16 Triathleten und Triathletinnen in Vogelsang. Start war um 7:30 Uhr in der Schwimmhalle auf dem Gelände der ehemaligen NS-Ordensburg. Vom Triathlonprofi bis zum Altersklassenathleten nahmen alle die Einladung des warmen Beckens gerne an und absolvierten abgestimmte Programme.

Nach dem Frühstück im Gästehaus und der Zimmereinteilung wurden die Mountainbikes gesattelt. Warm eingepackt fuhren wir auf der Rursee-Marathonstrecke nach Einruhr. Nach einer kleinen Zwischenrunde ging es weiter Richtung Urfttalsperre und nach Wollseifen. Von dort zurück nach Vogelsang. Frischer Kaffee und selbstgebackter Kuchen warteten bereits auf die Truppe. Danach erwartete uns das letzte Highlight des Tages: Joga mit Frauke. Mit interessanten Erklärungen gespickt, führte sie uns in die Kunst ein, Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen.

Nach dem Abendessen trafen wir uns noch in gemütlicher Runde. Die meisten gingen früh ins Bett, denn bereits am Sonntagmorgen hieß es erneut: Badeklamotten einpacken und um 7:30 Uhr ab ins „kühle Nass“. Nach dem Schwimmen probierten wir eine neue Trainingsform aus: Run&Bike. Zwei Leute teilen sich ein Rad. Der eine läuft, der andere fährt nebenher. Nach einer vom Team bestimmten Zeit wechselt man von Rad auf Lauf und umgekehrt. Interessante Variante, die allen viel Spaß gemacht hat!

Schade, dass nur wenige den Weg in die Eifel gefunden haben. Trotzdem war es wieder eine gelungene Abwechslung vom Trainingsalltag. (Wenn nur die Kälte nicht wäre. 😉 )




Brander Nachwuchsathleten schaffen Sprung in den Triathlon-Landeskader

Am 18.11.2017 waren Felipa und Enno zur Kadersichtung in Paderborn. Aufgrund ihrer hervorragenden Leistungen wurden sie für den NRWTV-Landeskader 2017/2018 nominiert. Beide Triathleten haben den Status „D-Kader“ erzielt. Herzliche Glückwünsche, Felipa und Enno!

Hier der Bericht in „Aachener Nachrichten“ und „Aachener Zeitung“ am 30.11.2017:




16,5km-Lauf und MTB-Tour am Rursee

Bericht von Andreas Trautmann

Perfektes Wetter begleitete die Läufer vom Brander SV Tri Team beim 16,5km-Lauf im Rahmen des 21. Rursee-Marathons am 5. November 2017. Pünktlich zum Start hört es auf zu nieseln und mit einem Schuss aus der Pistole ging es auf die Strecke rund um den Rursee. Die letzten zwei Kilometer vor der ersten Herausforderung, der Staumauer, erinnerte der Lauf eher an ein Trail-Run. Eine Vielzahl von Matsch- oder Wasserlöchern galt es zu umlaufen.

Der erste steile Anstieg wurde im Wanderschritt gemeistert. Auch die zweite, etwas längere Passage hinter Rurberg nutzten viele Läufer, um Kraft zu sparen. Noch ein letzter Blick auf den Rursee und dann fast nur noch bergab Richtung Einruhr. Wer noch genug Kondition hatte, nahm den letzten kleinen, aber steilen Anstieg kurz vor dem Ziel im Laufschritt.
Thomas Malies gewann dieses Jahr die AK 55 Wertung!

Brander SV Tri Team Frauen
1:23:45 Mirjam Moll (4. AK 30)
1:32:21 Nadine Herrmann (11. AK 40)
1:38:26 Simone Herrmann (18. AK 40)
1:51:47 Uschi Scherberich (14. AK 55)

Brander SV Tri Team Männer
1:10:32 Thomas Malies (1. AK 55)
1:18:51 Andreas Trautmann (7. AK 55)
1:23:45 Dagmar Kagie (19. AK 35)
1:27:56 Achim Ries (32. AK 45)

Bereits am Vortag hatten einige BSV-Triathleten mit ihren Mountainbikes an der traditionellen Saisonabschluss-Tour des SV Einruhr/Erkensruhr teilgenommen.




INDOOR Triathlon – Eine Premiere!

Bericht von Andreas Trautmann

Zum ersten Mal veranstaltete das Actic Fitness-Studio in der Schwimmhalle am Glashütter Weiher in Stolberg am letzten Wochenende einen Indoor Triathlon. Auch einige Brander Männer und Frauen und sogar drei Nachwuchstalente der BSV Tri Kids stellten sich dieser Herausforderung und kamen dabei gehörig ins Schwitzen. Wer denkt, dass die 500m Schwimmen, 15 km Radfahren und 3 km Laufen mal eben  aus dem Trisuit zu schütteln sind, hatte sich schwer getäuscht. Es war schon ein anderes Triathlon- Erlebnis, eines der besonderen Art.

Zuerst wurden wir auf abgetrennte Bahnen im Schwimmbad eingewiesen und mit maximal zwei Startern je Bahn konnte man sich dort richtig austoben und neuen Bestzeiten schwimmen. Nach einer kleinen Abtrockpause stiegen wir dann auf die mit Tachometer ausgerüsteten Spinning-Bikes. 15 km ohne nennenswerten Widerstand. Nur die Schwungradumdrehung wurde gezählt. Treten, treten, treten. Maximale Trittfrequenz, Schweißperlen auf allen Körperteilen und Leistung bis zur Erschöpfung. Die Höchstgeschwindigkeit wurde von Till Gillessen (BSV Tri Kids) mit 74 km/h aufgestellt. Zuletzt ging es auf das Laufband. Hier konnte jeder seine Laufgeschwindigkeit anpassen. Und auch hier floss reichlich Schweiß und jeder war froh, nach 3 km endlich den Stopp-Knopf drücken zu dürfen.

Alle Triathleten brauchten erst mal etwas Zeit, um sich von den Indoor-Strapazen zu erholen. Gespannt warteten wir auf die Ergebnisliste. Am Nachmittag dann endlich die Siegerehrung. Unsere Brander Triathleten können nicht nur schwitzen, sie können auch mit Stolz ihre Siegertrophäen in Höhe halten. Bei den Damen siegt Janine Wolf vor Uschi Scherberich. Bei den Männern siegte Alexander Wolf mit fast 3 Minuten auf den Zweitplatzierten. Helmut Leclere freute sich über seinen dritten Platz.

Nächstes Jahr werden wir bestimmt wieder dabei sein, und wir können diese Veranstaltung wärmstens weiterempfehlen. Eben INDOOR!




BSV Tri Team goes Wandern – Eifelsteig mal nicht mit dem Bike

Bericht von Andreas Trautmann

Was macht ein Triathlet, wenn im Herbst feiertags die Sonne scheint und die Wälder in bunten Farben leuchten? Richtig! Er trifft sich zum Wandern. – Und zwar in Monschau zwecks Eroberung des Eifelsteigs. Als Alexander seinen Freizeittipp verkündete, sagten spontan fast alle PULA 70.3 Starter zu. Er hatte sich die Eifelsteig-Etappe von Monschau über Höfen nach Hammer ausgesucht. Und so starteten wir gemütlich an Allerheiligen um 13:30 Uhr, um nach 300 Metern und 50 Höhenmetern die erste Foto-Shooting-Brotzeit-Pause einzulegen.

Aber dann ging auch richtig los. Kleine schmale Wanderwege, mal bergab und mal bergauf, vorbei an der Perlenbachtalsperre und hinauf nach Höfen. Kurze Cappuccino-Pause und ab Richtung Hammer. Wir mussten uns jetzt ein wenig sputen, denn durch die Zeitumstellung wurde es schon recht früh immer dunkler und der Wald immer undurchdringlicher. Kurz vor dem Erwachen der Werwölfe erreichten wir glücklich den vorher abgestellten PKW in Hammer. Von dort ging es dann zurück zur Senfmühle in Monschau, wo uns schon Reiner und Melanie erwarteten. Wir waren ziemlich müde und hungrig. Das abschließende Festmahl im kleinen gemütlichen Restaurant war ein würdiger Abschluss eines perfekten Wanderausflugs.

Trias können auch anders! 😉




Markus Ganser beim Ironman Hawaii

Wahnsinn! In diesem Jahr absolvierte Markus seine neunte Langdistanz in Hawaii, seine 25ste insgesamt. Großer Respekt und herzliche Glückwünsche!!!

Viele werden die Triathlon-Weltmeisterschaft live verfolgt haben. Während Patrick Lange, Lionel Sanders, Sebastian Kienle, Jan Frodeno, Daniela Ryf und viele andere auf den Bildschirmen zu sehen waren, kämpften sich über 2.000 weitere Athleten durch die heiße Lava-Wüste. Jeder Starter schreibt dort seine eigene Geschichte. Hier ein ausführlicher Bericht von Markus Ganser.




Ziel: Arena in Pula – Brander SV Tri Team beim IM 70.3 in Kroatien

Das römische Amphitheater im Zentrum Pulas ist das sechstgrößte antike Amphitheater der Welt. Irgendwie hatte uns alle die Vorstellung fasziniert, in dieses 2000 Jahre alte Gebäude am Ende einer Ironman-Mitteldistanz (70.3) einzulaufen. Und so machten sich Melanie und Reiner, Corinna und Baldo, Uschi und Andreas sowie Janine und Alexander auf die lange Autoreise nach Istrien, einer Halbinsel in Kroatien.

Schwimmstart und Wechselzone befinden sich fünf Kilometer südlich von Pula in einem Pinienwald mit kleinen Buchten und schönen Hotels, fast schon paradiesisch. Alle zusammen waren wir dort im Hotel „Park Plaza Arena“ untergebracht, wo wir nicht nur gemeinsam auf die Ruhe nach dem (wortwörtlichen) Sturm warteten, sondern uns auch kulinarisch vor und nach dem Wettkampf verwöhnen lassen konnten.

Am Freitagmorgen war ein offizielles Test-Schwimmen im Meer organisiert, bei dem wir uns an das Schaukeln der Wellen und das Salzwasser gewöhnen konnten. Dann Zwischenstopp auf dem sehr überschaubaren Expo-Gelände neben der Arena zur Abholung der Startunterlagen. Und anschließend ging es sofort weiter auf einen Teil der 90 Kilometer langen Radstrecke, um mit unseren Rädern einen Eindruck vom Höhenprofil und dem Straßenbelag zu bekommen. – Das Highlight des Nachmittags: der Iron-Girl-Run, an dem Janine erfolgreich teilnahm.

Am Samstag fand morgens um 9 Uhr die deutschsprachige Wettkampfbesprechung statt (wohl in dem Wissen, dass nur Deutsche auch um diese Zeit pünktlich erscheinen würden), gefolgt von einem kurzen Eintraben auf der Wettkampf-Laufstrecke und einem erneuten Wasserantesten. Dann hieß es: Beine hochlegen und irgendwann das Rad und die Klamotten-Beutel in die Wechselzone bringen. Erstaunt stellten wir fest, dass einige Athleten die Wechselzone mit ihren Rädern wieder verließen, anstatt sie dort zu positionieren. Wir mussten zur Kenntnis nehmen, dass die Wechselzone aufgrund eines aufziehenden Unwetters kurzfristig geschlossen und der Check-In auf den Wettkampftag verschoben worden war. Also alles wieder einpacken und zurück ins Hotel.

Am Sonntag, dem Race-Day, freuten wir uns alle darüber, dass der Start nur wenige Meter von unserem Hotel entfernt war, so konnten wir in Ruhe zum Check-In gehen, den Neo schon halb auf der Hüfte. Kaum hatten wir das Hotel verlassen, mussten wir allerdings aus den Lautsprechern erfahren, dass das Schwimmen aufgrund der rauen See ausfallen muss. Auch wenn die erste Disziplin nicht unbedingt die ist, auf die sich jeder Triathlet am meisten freut, war es dennoch eine Enttäuschung. Irgendwie gehören die 1,9 Kilometer ja zu einer Mitteldistanz dazu. So wurde stattdessen im Rolling-Start-Verfahren alle vier Sekunden ein Triathlet auf die Radstrecke gelassen.

Zurück vom 90 Kilometer langen Ein-Runden-Kurs durch das wunderschöne, wellige Hinterland Pulas wurden die Rad- gegen die Laufschuhe eingetauscht, um zunächst an der Küste entlang nach Pula rein zu laufen. Wer neben seinen Qualen auch ein Auge nach links und rechts geworfen hat, wurde hier mit herrlichen Panoramen verwöhnt. In Pula ging es auf zweieinhalb unendlich lange Runden durch die Altstadt, immer das Ziel, die Arena, im Blick. Alle haben stolz und am Ende ihrer Kräfte das lang ersehnte Ziel erreicht und konnten trotz ihrer Schmerzen den Zieleinlauf in die Arena des epischen Amphitheaters mit einem Lächeln im Gesicht vollenden.

Vielen Dank an Janine und Reiner für den tollen Support vor, während und nach dem Wettkampf!

Hier die Impressionen der Protagonisten:

Janine: „Es hat viel Spaß gemacht, hier zu laufen! Angefeuert durch die Athleten düste ich über die wellige 5km lange Strecke, erreichte nach 26 Minuten glücklich das Ziel und fühlte mich als Iron-Girl.“

Alexander: „Nach einem sehr zufriedenstellenden Rad-Split bin ich nach der Hälfte des Laufs eingegangen, wie noch nie zuvor. Vor 2000 Jahren wäre ich hier im Ziel wahrscheinlich den Löwen zum Fraß vorgeworfen worden. Heutzutage bekommt man aber so‘n Zeug, das Flügel verleiht und mich nach einiger Zeit wieder zu Kräften kommen ließ. Gut so, denn nun freue ich mich auf erholsame Tage zusammen mit Janine und dem Brander SV Tri Team.“

Baldo: „Nachdem ich letztes Jahr wegen eines Militäreinsatzes nicht starten konnte, habe ich mich dieses Jahr umso mehr auf den Einlauf in die Arena von Pula gefreut. Es war für mich dieses Jahr aber vor allem deshalb ein besonderes Erlebnis, weil ich zum ersten Mal nicht alleine gestartet bin, sondern mit einer Gruppe netter Menschen. Danke an die tolle BSV-Gruppe! Danke für die tollen Eindrücke und schönen Stunden! So macht Triathlon noch mal ganz anders Spaß!“

Corinna: „Nachdem wir schon nicht schwimmen durften, habe ich auf dem Rad wirklich alles gegeben, vor allem um, Melanie einzuholen. Konnte ja keiner wissen, dass sie die ganze Zeit an meinem Hinterrad klebte… Leider waren dann keine Körner mehr fürs Laufen übrig. Nie zuvor war Laufen so eine schmerzhafte Qual für mich! Allein meinem sturen Ehrgeiz habe ich das Finish zu verdanken. Fazit: Triathlon ist wie eine Geburt… Nach dem Duschen und mit der Medaille im Arm hat man die Strapazen schon wieder vergessen… und plant leichtsinnig das nächste Rennen!“

Melanie: „Corinna hatte mich bereits beim Hochlaufen zur Wechselzone überholt. Auf dem Rad konnte ich Corinna immer wieder sehen aber nicht ranfahren. Nach ca. 20km haben ich den Versuch auch sein gelassen und mich auf mein Tempo konzentriert. Die Straßenverhältnisse und der Wind benötigten genug Konzentration. Insgesamt war es für mich eine eher schwere Radstrecke, die mir die Kraft aus den Beinen zog. Nach 3h 06min und 93km war ich dann in der Wechselzone. Die Sonne schien, es waren gefühlte 30°. Bereits ab dem 1. km auf der Laufstrecke hatte ich Probleme und wollte bereits aufhören. Dann kam aber der Gedanke, dass ich diesen Wettkampf auf keinen Fall ein zweites Mal machen werde. Also bring das Ding zu Ende und hol dir T-Shirt und Medaille! Und wie nicht anders zu erwarten, wurde es eine Walking-Veranstaltung für mich. 2h 38min später hatte ich mich ins Ziel gekämpft. 2 Minuten schneller als in Luxemburg. Also habe ich definitiv Fortschritte in meiner Walking-Geschwindigkeit gemacht. Wenn man dann noch das Höhenprofil der Laufstrecke beachtet: Luxemburg maximal Höhe Bordsteinkante, Pula dagegen 125 Höhenmeter. Hauptsache angekommen!“

Uschi: „Nach meinem Radunfall hatte ich es nicht für möglich gehalten, überhaupt in Pula starten zu können, und meine Vorbereitung war entsprechend bescheiden. Daher bin ich mit meiner Radzeit doch sehr zufrieden und beim Lauf hab ich alles gegeben, um ins Amphitheater einlaufen zu können… Ein tolles Erlebnis und dazu noch mit  Andreas gemeinsam über die Ziellinie zu laufen, erwartet von allen BSV Startern! – Natürlich bin ich traurig darüber, dass es aufgrund des fehlenden Schwimmens wie 2016 in Luxemburg schon wieder keine volle Mitteldistanz geworden ist, daher werde ich wohl 2018 den nächsten Versuch starten.“

Andreas: „Statt Ironman nur Schnupfen. Nachdem ich mich von der Schwimmabsage erholt hatte, ging es für mich nach ca. 50 Minuten Wartezeit endlich auf die Radstrecke. Die ersten 30 km ging es mit leichten Steigungen Richtung Norden. Tolle Landschaften, kleine ländliche Dörfer und wieder mal ein übermotivierter Wettkampfrichter begleiteten mich. Fast jeder Athlet bekam eine Karte, ich fuhr regelkonform!! Nach 60 km merkte ich meine Beine und dachte schon mit Schrecken an die anschließenden 21km. Die ersten 5 km liefen wie gewohnt locker, aber ab jetzt wurde es immer schwerer und die letzten Kilometer waren eine Tortur mit Aufgebe-Gedanken. Uschi holte mich 2 km vor dem Ziel noch ein und einige Minuten später liefen wir gemeinsam und glücklich ins Ziel. Die letzten Meter ins Stadion waren ein Gänsehaut-Erlebnis! Meine Zeit eher grottenschlecht Zum Glück waren die Löwen bereits von Alex satt, und so konnte ich mich um meine Regeneration kümmern.“