Challenge Kraichgau 2013


Am Anreisetag gab die Sonne was Sie konnte und wir checkten die Räder bei mindestens 26°C ein. Während wir (Sven und Tristan) die Pasta Party genossen, quälten sich die Supporter (Jogi und Steffen) fast 3h auf dem Rad ab um ja keine Trainingseinheit zu verpassen.
Am Renntag wurde noch vor dem Frühstück die Sonnencreme aufgetragen. Doch während des Frühstücks begann der Platzregen, der ein bis zwei Stunden andauerte. Somit wurde der Neo direkt am Auto fast 2h vor dem Start angezogen. Jeder kann sich vorstellen, dass sich in der Zeit einiges in der Blase ansammelt. Der Start wurde aufgrund der vereinzelten Blitze um eine Stunde nach hinten verschoben. Die Abgangszeiten der Startgruppen wurde auch von 15 auf 10 Minuten verkürzt. Das war das Erste Triathlonevent mit Keinerlei Nervosität.
Das Schwimmen oder sollte man lieber das Boxen sagen, wurde mit „Hells Bells“ und einem Kanonenschlag eröffnet. Nach gut 2 Armzügen dachte ich mein Handgelenk ist gebrochen, doch der Schmerz verging als ich nach der Hälfte der ersten Boje realisierte das mich der Wind stark hat abtreiben lassen. Meiner Meinung nach bin ich bestimmt 200m mehr geschwommen, aber ohne Openwater Training davor darf man sich auch nicht beschweren. Konnte mir während des Schwimmens schon nicht vorstellen wie es so kranke Leute gibt die das Doppelte der Distanzen absolvieren. Beim Ausstieg verklemmte sich der Zipper meines Neo´s und ich verlor schon wieder Zeit, weil auch ein Helfer mir nicht beim Öffnen helfen konnte. Beim Ziehen und Zwängen habe ich zum Glück den Neo nicht zerstört. Da das ja nicht genug war flog die Kette des Rades direkt beim Aufstieg runter. Ich hatte mein Rad wohl am Vortag eine Position falsch gestellt, so dass das am nächsten Morgen umgestellt stand. Leider machte ich auch den Fehler, dass die Kette auf dem kleineren Zahnrad war. Nach den ersten 15km war es auf dem Rad wie fliegen. Erst bei km 75 dachte ich langsam, dass ich etwas über meine Verhältnisse gefahren bin. Aber wäre ich 5min langsamer gefahren, hätte ich auch nur 5min schneller laufen können. Durch die Verkürzten Abgangszeiten war die Radstrecke teilweise sehr voll. Man kam sich schon als Lutscher vor ohne es wirklich zu praktizieren. Die unzähligen Kampfrichter auf den Motorrädern griffen zu Recht sehr hart durch, natürlich bei denen die es drauf anlegten. Die Ersten beiden Laufen km lief ich in einem 3:40er Schnitt. In den Ersten beiden Runden war ich auf HM Zeit 1h 30min voll im Kurs, doch dann bei ca. km 14 war es sehr hart und ich musste Tempo raus nehmen. Einige Muskeln in den Beinen machten sich bemerkbar und für mich sehr ungewohnt ich bekam keine Luft mehr. Ich denke, das ich dann teilweise sogar über 5min/km unterwegs war. Erst die letzten 2 km konnte ich nochmal richtig dran ziehen, weil ich auch merkte, dass ich sonst über 1h 35min kommen würde.
Im Ziel wurde ich, sehr kaputt, von meinem Kumpel Sven empfangen, umarmt und beglückwünscht. Ich war schon auf dem Rad so Stolz und im Ziel konnte ich mir Tränen gemischt aus Schmerzen, Stolz und Freude nicht verkneifen. Musste mich aber auch anstrengen bei den ersten Nahrungsaufnahmen nicht zu kübeln. Nach der Massage ging es einem dann schon sehr viel besser.
Für mich ist jeder der diese Distanz gemeistert hat ein WARRIOR. Vollen Respekt vor jedem, ob er jetzt unter 4h oder über Xh den Weg gemeistert hat. Jeder hat seine Geschichte, Vorbereitung, Verletzung oder Panne. Jeder kann bzw. sollte stolz auf sich sein.
Meinen Dankeschön geht an alle die mich soweit gebracht habe. Die „Mörder über 100km Radtouren“ am Wochenende, die RTF´s, die Schwimmverbesserer, die die dafür Verständnis haben oder das Trainingslager im Norden etc. Aber vor allem an die beiden Supporter des Wochenendes vom BSV Jogi uns Steffen. Vielen Dank.
Mein Resümee über Kraichgau ist ein sehr schönes und super organisiertes Event in einer malerischen Landschaft bei der man den Profis sehr nah kommt.

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