Challenge Roth 2016 – Tag der persönlichen Bestzeiten


Bericht von Holger Siewert

Hallo liebe Trias,

dieses Jahr war es nicht nur Jan Frodeno vergönnt, einen persönlichen Rekord aufzustellen. Für seine Leistung habe ich besondere Hochachtung, da ich ihm beim Beginn meiner Marathonstrecke ca. bei km 4 entgegen gelaufen bin und er noch recht entspannt wirkte, obwohl er schon gut 30km weiter war als ich. Gut, er war auch 30 min vor mir gestartet, aber seine Siegerzeit mit 7:35:39h war fast 2:34h schneller als meine Endzeit von 10:09:37h, mit der ich für meinen Teil aber auch sehr zufrieden bin.

Wie lief das Rennen für mich? Meine Schwimmleistung war zwar besser als vor sieben Jahren bei meinem Start in Almere (Niederlande). Bedenkt man aber, dass hier weniger Wind und Wellen waren, so dürfte es ähnlich anstrengend, oder auch nicht, gewesen sein. Schwimmen ist halt nicht mein Ding. Der Vorteil des schlechten Schwimmers ist, dass er – wenn er in den anderen Disziplinen besser ist – danach sehr, sehr viele Mitstreiter überholen kann, was zugegebenermaßen immer wieder ein gutes Gefühl ist. Also beim Radfahren habe ich immer schön Druck gemacht, aber nicht so viel, dass ich nicht einigermaßen entspannt auf die Laufstrecke gehen konnte.

Anfangs lief es auch gegen den Wind recht gut und ungefähr bis km 10 hatte ich einen Schnitt von 4:51min auf den Kilometer und ich hoffte, noch die Vorgabe meines Sohnes, in jeder Disziplin schneller zu sein als beim letzten Mal, erfüllen zu können. Doch es wurde immer wärmer und mir fehlte das letzte „Quäl-dich-Gen“, um die Pace hoch zu halten. Außerdem hatte ich mir vorgenommen, nicht mit dem totalen Tunnelblick ins Stadion von Roth einzulaufen, um die fantastische Atmosphäre dort und auf der Strecke genießen zu können. Zwischen km 18 und 26 war es daher ein wenig zäh, aber von dort an wurde es wieder besser und gegen Ende konnte ich zumindest gefühlt noch mal wieder etwas schneller werden, zumal immer wieder die Zurufe kamen „Holger, das sieht noch sehr gut aus, ganz locker“. Es fühlte sich auch alles noch recht gut an und die Vorfreude auf ein gekühltes alkfreies Weizen im Ziel motivierte auch recht ordentlich. Auf den letzten zwei Kilometern in Roth muss man viel Kopfsteinplaster laufen und das kann leicht zu Verkrampfungen führen. Ca. 500 m vor dem Ziel habe ich mich dann noch mal der Länge nach auf den Asphalt gelegt, allerdings nicht vor Entkräftung sondern weil ich zu blöd war und vor den Betonsockel einer Absperrbake getreten habe, was unweigerlich ein Stolpern zur Folge hatte. Na so ganz frisch ist man nach über 10:00h dann halt doch nicht mehr.

Der Einlauf ins Stadion war dann sehr schön, leider hatte ich keine konkrete Absprache mit meiner Familie getroffen, wo ich sie sehen würde, und da ich sie auch nicht an der Laufstrecke gesehen hatte, dachte ich schon, dass sie vielleicht noch gar nicht da seien. Nachdem ich meine Medaille entgegen genommen hatte, hörte ich dann aber doch meinen Namen aus dem Mund meiner Liebsten und freute mich, sie an meiner Freude teilhaben lassen zu können.

So war’s … und es wird zumindest bis 66 auch meine letzte Langdistanz in sehr schöner Erinnerung bleiben.

Ich kann jedem, der noch nicht in Roth war, es nur wärmstens empfehlen. Alles perfekt organisiert und tolle Stimmung überall.

CU demnächst in der Schwimmhalle, vielleicht geht ja doch irgendwann noch mal etwas, oder sonst wo.

Gruß, Holger

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