Deutsche Kurzbahnmeisterschaften der Master


Deutsche Kurzbahnmeisterschaften der Masters in Bremen

Vom 1.12.-3.12.2017 fanden die DKM der Masters in Bremen statt. Jetzt nach einer harten Trainingsperiode und zum Session Abschluss sollten nochmal die besten Zeiten ins Wasser gebracht werden. Ich reiste diesmal mit meinen Eltern als Unterstützung und Betreuung nach Bremen, da das Unibad für meine Kids nicht das richtige gewesen wäre. Dort angekommen stellten wir dies auch direkt fest, in den Wettkampfbereich gelangte man nur mit Startpass, so konnten die Zuschauer ausschließlich von der Tribüne aus alles beobachten.

 

Am Freitagnachmittag ging es für mich nach dem Einschwimmen auch direkt mit meiner Lieblingstrecke den 200 Freistil  los. Die Erwartungen waren hier jetzt auch sehr hoch da ich auf den NRW Masters noch deutlich hinter meiner Bestzeit lag. Ich ging also von Anfang an schon mit recht hohem Tempo an und konnte dies auch lange halten. Nach 150 Meter wusste ich schon dass es sehr gut läuft und ich musste nur irgendwie die letzten harten 50 Meter ins Ziel bringen. Anstatt genau dann nochmal zu beschleunigen lasse ich da leider immer noch die ein oder andere Sekunde liegen. Aber im Ziel angekommen und auf die Anzeigentafel geschaut konnte ich es gar nicht glauben, ich stand ganz oben. Mit über 1 Sekunde Bestzeit in 2:10,51 neuer Deutscher Meister der AK 40 über 200 FR. Also nach dem Vize Titel im Sommer auf der Langbahn jetzt der Titel auf der Kurzbahn besser hätte es nicht beginnen können.

 

 

Danach konnten wir uns dann noch die Innenstadt von Bremen mit dem Weihnachtsmarkt anschauen.

 

Am Samstagmorgen stand der härteste Abschnitt mit 3 Starts an. Den Anfang machten die 100 Lagen. Diesmal habe ich zum ersten Mal im Wettkampf die Rückenrollwende zu Brust ausprobiert. Vom Training her wusste ich das ich auf jeden Fall mit rechts ankommen muss damit die Wende klappt. Beim Einschwimmen war noch alles gut aber wie hätte es sein sollen, der Abstand passte leider nicht ganz und ich musste ziemlich lange angleiten lassen. Trotz dieses Missgeschicks war die Zeit aber echt gut, nur ganz knapp über meiner Bestzeit aber leider um ein paar Hundertstel 2 Plätze weiter vorne verpasst. Trotzdem war ich hoch motiviert und eine Stunde später folgten schon 50 Rücken. Diesmal lief es so gut, dass ich in 32,3 eine Sekunde unter Bestzeit blieb und sogar eine richtige Bestzeit zu früheren Zeiten schwamm. Jetzt blieben mir nur 45 Minuten zu 100 Delphin um mich was zu erholen und mich wieder auf den Start zu konzentrieren. Jeder weiß 100 Delle werden hinten raus schon immer recht hart und jetzt auch noch mit so wenig Pause. Es lief schnell und flüssig, naja biss ca. 85 Meter dann wurden die Züge echt hart und sehr kurz. Aber ich war trotzdem hochzufrieden und habe wieder eine neue „ever“ Bestzeit ins Wasser gebracht 1:07,41.

Während es meine Eltern schon in die Innenstadt zog begann für mich noch das lange warten um spät nachmittags noch 50 Fr. zu schwimmen. Ich fand nach so einem langen Tag nochmal voll konzentriert an so einen Sprintstart zu gehen ist extrem schwierig. Demnach bin ich trotz knapp verpasster Bestzeit in 27,04 sehr zufrieden.

Danach bin ich dann auch wieder in die Innenstadt und wir haben uns das alte Schnoor Viertel, welches mit seinen sehr engen Gassen und kleine Geschäften zum bummeln einlädt, angeschaut.

Am Sonntag fing es mit 50 Delphin an und es kam der erste richtig größere Ausrutscher. Die Hinbahn lief noch perfekt mit schneller Wende aber dann bin ich beim Ersten Zug noch viel zu tief im Wasser gewesen und ich konnte kein bisschen Schwung aus der Wende mit ins Schwimmtempo nehmen. Abhaken und auf den nächsten Start freuen, kann passieren. Eine Stunde später lief das Rennen über 100 Rücken viel besser nur am Ende sind die Beine recht schwer geworden. Aber mit 1:10,3 nur wieder um ein paar Hundertstel über Bestzeit sehr gut, nur leider ganz knapp mit 2 zehntel den 3. Podestplatz verfehlt.

Nachmittags kamen noch die 100 Freistil, in die ich auch große Hoffnungen legte. Jetzt sollte aber leider der 2. Größere Patzer kommen, meine sonst so große Wenden Stärke lies mich im Stich. Direkt bei der ersten Wende war ich noch viel zu weit von der Wand weg und jeder weiß wie viel Schwung und Kraft das dann kostet wieder mit vollem Tempo weiter zu kommen. Der Frust saß jetzt echt tief aber neben mir waren noch ein paar Mitstreiter hinter mir, also sagte ich mir weiter kämpfen. Und am Ende kam dann doch noch überraschender weise eine 1:00,1 raus. Ist natürlich Spekulation was hätte sein können mit perfekter Wende aber ich weiß auf jeden Fall nächstes Jahr geht’s noch schneller.

Alles in allem wieder eine Reise wert gewesen, mit 3 Bestzeiten einer Gold Medaille und alles Urkunden Plätzen meine bis jetzt besten deutschen Meisterschaften. Und Bremen ist eine schöne Stadt und war ein toller Ausrichter. Ein schöner Jahresabschluss und jetzt werden schon wieder die ersten kleinen Ziele für nächstes Jahr ins Auge gefasst.

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