Ironman 70.3 Lanzarote


Bericht von Markus Ganser

Bei Schokokeksen und Vanillemilch lässt es sich gut schreiben, also los! Die Fakten vom Ironman 70.3 Lanzarote 2017:

  • 21. Overall
  • 1. Platz in der AK 45-49
  • 5.-bester Amateur
  • von 2 Mädels lang gemacht worden

Ich hatte gut geschlafen und war entspannt aufgestanden, da der Start ja praktisch vor der Haustür direkt im Club La Santa liegt. Fast das übliche Prozedere wie immer, Rad zum 10ten mal checken, Beutel prüfen, Neo an und los. Jedoch musste ich heute auch noch überall Flaschen mit dem Maurten-Getränk verstauen, um mich damit verpflegen zu können. Und um das schon mal vorweg zu nehmen, das Getränk ist das Beste was mir je für einen Wettkampf untergekommen ist!

Im Halbdunkel ging es dann an den Start. Fünf Minuten vor uns die Profis und dann wir. Ich startete ganz rechts und zog bewusst nicht direkt auf die Ideallinie, weil ich, wie fast immer, einfach den Stress im Pulk vermeiden möchte. Da ist mir das bisschen Wasserschatten auch egal. Ich bin also relativ entspannt den Kurs abgeschwommen und konnte, insbesondere auf der zweiten Hälfte, noch einige einsammeln. Mit der Zeit von 28:28 kann ich leben, nicht gut, aber ok.

Der erste Wechsel ist bei mir ja meist relativ lang, da ich ja beispielsweise hier schon die Socken anziehe. Noch länger wurde er durch den langen Laufweg zur Wechselzone. Auf dem Rad bin ich dann zügig los, aber nicht Vollgas. Es war heute relativ warm und schwül, jedoch kaum Sonne, dafür umso mehr Wind. Die Radstrecke hatte nicht die angegebenen 1100HM sondern vielleicht gut 100 weniger. Es war aber echt schwer, da der Wind hier sein Übriges tut. Ich meckere ja häufig über die Pulks beim Radfahren, aber hier muss man ehrlich sagen, dass es fast überall sehr fair zuging! Sehen konnte man dies gut, weil man ja praktisch 2mal den gleichen Weg hoch und runter fuhr.

Es sind ja nicht meine Konkurrenten, aber was die ersten 2(3) Profis da abgezogen haben, war schon echt nicht mehr normal. Die lagen bei ihrem Abstand eher bei 12cm als bei den geforderten 12m! 😉

Ich habe schnell auf dem Rad meinen Rhythmus gefunden und bin ein zügiges Tempo gefahren. Meine NP (Normalized Power) lag bei 315 Watt, wie ich gerade auf dem SRM sehe, also wirklich mit Gefühl gefahren. Radstrecke war gut und auch das Rad lief gut. Besonders gut, schnell und komfortabel fand ich die neuen Tubeless Reifen von Schwalbe.

Nach 2h17min wechselte ich dann in die Laufschuhe. Der zweite Wechsel klappte sehr gut und ich konnte auch echt schnell los. Wenn man während des Laufens den Garmin anschaltet, dann ist meiner gefühlt immer was zu langsam. Nun zeigte er aber den ersten Kilometer mit 4:30 an und ich war freudig überrascht. Als der 2. Kilometer wie aus dem Nichts in 4:02 auf dem Display aufleuchtete, war ich top motiviert und bin die erste Runde immer so unter 4:30 gelaufen, bis auf eine kurze Pinkelpause. In der zweiten bzw. dritten Runde wurde es nur unwesentlich langsamer und ‘ne 5 habe ich heute nie auf dem Garmin gesehen. Die zwei letzten Kilometer waren die langsamsten, was im Nachhinein sicher daran lag, dass mein Treibstoff zu Ende ging. Ich habe heute den ganzen Wettkampf nix, aber auch gar nix anderes zu mir genommen als Maurten. Ich bin an jeder Verpflegungsstelle vorbei, nur bei Laufkilometer 18 und 20 habe ich mir etwas Wasser über den Kopf gekippt. Geplant und ausgerechnet hatte ich mir, dass ich bis ca. Kilometer 15 mit meiner Eigenverpflegung auskomme und ich danach noch was an Gel, Cola oder Iso annehme. Da es aber so gut lief und ich keinerlei Probleme mit dem Magen und Darm hatte, wollte ich in dieser Hinsicht nix riskieren und bin das Ding dann so zu Ende gelaufen.

Mit meiner Laufzeit von 1:32 bin ich sehr zufrieden, da es wie gesagt gut schwül war und der Kurs auch nicht gerade ganz flach ist. Somit kam ich dann nach 4h23 ins Ziel und bin damit auch sehr zufrieden. Es war ein toller Wettkampf, gut organisiert und echt zu empfehlen!

So, Kekse alle, ich muss aufhören zu schreiben, gleich gibt‘s Abendessen 😉 und dann morgen wieder nach Hause.

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