Ironman Frankfurt 2014


Bei der diesjährigen IRONMAN Europameisterschaft in Frankfurt gingen die BSV’ler Astrid Ganzow, Jörg Sittig und Josef Kunze an den Start. Begeleitet wurden die Drei von vielen Vereinsmitgliedern, die die Athlethen lautstark anfeuerten. Jörg musste leider aufgrund von Fußproblemen 20 Kilometer vor dem Ziel aufgeben. Astrid kam nach 9:29:04 ins Ziel. Das ist natürlich eine tolle Leistung, allerdings hatte sie sich noch etwas mehr vorgenommen. Der Dritte im Bunde hatte wahrscheinlich den meisten Spaß und erreichte nach 12:31:14 den Frankfurter Römer. Hier ist Josefs Bericht:

“Nachdem ich die fünfte Disziplin erfolgreich beendet habe…die Heimreise…sitze ich jetzt hier um zu Begreifen, was ich erlebt habe (abgesehen von der Evolutionsbremse von Porsche-Fahrer, eben auf der Autobahn, auf der Heimreise vom Ironman Frankfurt)!
Von vorne: Vier verschiedene Wetterberichte nachgeschaut und 3 total verschieden Varianten erhalten, das hat nicht zur Beruhigung beigetragen, ebenso die Diagnose und Prognose meines rausgesprungenen Brustbein-Rippen-Gelenkes: 50% das ich die erste Disziplin schaffe und der ramponierte Muskel hält.
Beim Startschuss dachte ich noch, du musst das nicht tun, aber man muss die Dinge positiv sehen: Jeder zweite Armzug war fast schmerzfrei! Die Panikattacke ist leider auch immer da. Aber auch die habe ich überstanden!!! Als ich dann aus dem Wasser kam, dachte ich nur, egal was heute noch kommt: schei…drauf!
Für meine Verhältnisse klappte der Wechsel gut und die zweite Disziplin, diesen ollen Sandhaufen hochzulaufen, wurde von der Freude überdeckt, dass ich das Schwimmen irgendwie geschafft hatte.
Das Radfahren war eigentlich eine echte Freude: Viele freundliche Helfer, kleine Partys am Straßenrand (hab nicht dran teilgenommen), super Wetter (bis auf diesen gnadenlosen Gegenwind), nette Smalltalks. Ok ich weiß selber: Wer so etwas mitbekommt, hätte schneller sein müssen, aber ich glaube, dass wäre bei einer 3,5-monatigen intensiven Vorbereitungszeit etwas zu viel verlangt gewesen.
Bei der Radabgabe waren zwei Dinge klar: 1. Nie wieder Powerbar-Gel (bis dato 17 [fällt ja noch schwer das Wort zu tippen]), 2. Mein Ziel unter 12 Stunden zu bleiben war futsch. Also den Marathon einfach abnudeln und nach Gefühl und nicht nach Zeit laufen.
Nach Gefühl ergab sich, dank der Gels schon bald, und diese kleinen blauen Häuschen rechtzeitig zu erreichen kann auch leistungsfördernd wirken! Trotzdem: Die letzten drei Kilometer war ich stolz auf einen pinken Armreif. Da ist sogar die Farbe ok…
Der Zieleinlauf war ein Traum! So etwas Tolles habe ich weder in 13 Jahren Leistungssport noch die letzten beiden Ironman in Frankfurt erlebt. Ganz alleine die Bahn hoch laufen … niemand vor oder gefühlt hinter mir … absoluter Wahnsinn! So muss es sich anfühlen, das Rennen zu gewinnen. – Die Zeit habe ich ehrlich nicht nachgeschaut. Ca. 12,5h, aber egal, es war ein irrer Tag, ein irrer Sonnenbrand, ein irres Erlebnis!”

Video vom Zieleinlauf (Kopf bitte um 90° nach links knicken 😉

Bilder von Anne Stumpen

Bilder von Janine&Alexander Wolf

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