Köln Marathon 2015


Warum es zu der Entscheidung kam, die Domstadt auf eine Distanz von 42,195 KM zu erkunden, weiß keiner von uns Dreien mehr so richtig.Eines Tages, nach nicht unerheblichen Überredungskünsten, viel der besagte Entschluss. Daniel Kreutzer, Swen Scholz und Steffen Willms wollten zusammen in Köln an den Start gehen und die Vorbereitung -so gut es geht- gemeinsam meistern.

Historie:
Daniel Kreutzer hatte bereits zwei Marathons hinter sich. Bei beiden Versuchen hatte es leider nicht für die magische Marke von Sub3 gereicht.Swen Scholz konnte bereits auf die Erfahrung aus drei Marathons zurückgreifen, von denen es beim Hamburg Marathon bereits mit 2:57:03 für Sub3 gereicht hat. Steffen Willms ging als Marathon Rookie an den Start und ging mit Einstellung „Sekt oder Selters“ an den Start, um das Rennen mit unter 3 Stunden zu finishen. Da wir uns alle einig waren, nach dem Steffny 2:59:00 Plan zu trainieren war auch schnell klar, dass in Kombination mit der Triathlon Saison auf einige Einheiten verzichtet werden musste. Wir fokussierten uns im Training daher auf die langen Läufe und auf die schnellen Intervalleinheiten. So kam jeder von uns auf „nur“ ca. 600 Trainingskilometer in der 10-wöchigen Vorbereitung.Aufgrund der unterschiedlichen Vorerfahrungen splitteten wir uns im Rennen auf. Swen wollte unter 2:55:00 bleiben und Steffen und Daniel hatten das Ziel vor Augen, mit 2:59:59 ins Ziel zu kommen.

Swen: Eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen, die Renneinteilung 1. Hälfte 4:10/km und 2. Hälfte 4:07/km strikt beizubehalten. Da sich jedoch recht zügig eine Gruppe zusammengefunden hatte, die mehr oder weniger gleichmäßig 4:05/km lief bin ich von meinen ursprünglichen Plänen abgewichen und habe mich in der Gruppe versteckt. Lieber 4:05/km in einer Gruppe als 4:10/km alleine… Nach meiner positiven Erfahrung in Hamburg und meiner negativen Erfahrung in München hat sich eine kleine Lernkurve eingestellt und ich bilde mir ein in etwas zu wissen ob es passt oder nicht.

Bis KM 10 fühlte sich alles an wie ein zügiger Trainingslauf. Bei KM 20 war ebenfalls noch alles im grünen Bereich. Das war dann auch der Grund, warum ich bei KM 25 die Entscheidung getroffen habe, die Gruppe zu verlassen und das Tempo anzuziehen. Immer mit der Ungewissheit, ob das nicht 10 KM zu früh war. Glücklicherweise lief es weiterhin gut und wurde erst ab KM 37 kernig. Als ich dann im Ziel die Zeit von 2:51:27 sah war ich einfach nur happy. Nach einer 4-monatigen verletzungsbedingten Laufpause so ein Ergebnis einzufahren fühlt sich unbeschreiblich gut an. Alles in allem kann ich daraus nur ein Fazit ziehen: Weniger ist mehr.
Steffen & Daniel: Mit dem gleichen Ziel vor Augen starteten wir gemeinsam ins Rennen. Um sich nicht von den anderen Läufern verleiten zu lassen blieben wir eine Zeit lang bei den 3-Stunden Läufern mit Ballon. Leider stellte sich diese Entscheidung als recht bescheiden heraus, da die Tempoläufer ein sehr unregelmäßiges Tempo an den Tag legten.
Bis KM 31 konnten wir das Tempo gemeinsam halten. Ab besagter Kilometermarke musste Steffen leider klemmen und Daniel ziehen lassen.
Für Steffen ging es ab diesem Punkt hauptsächlich darum, dem Mann mit dem Hammer zu mindestens bei ein paar Schlägen auszuweichen. Daniel konnte das Tempo stark forcieren und KM für KM steigern. Entgegen den vorherigen Marathonerfahrungen konnte Läufer für Läufer eingesammelt und überholt werden. Belohnt wurde Renntaktik am Ende mit einer 2:56:40 und einem deutlichen Sub3 Ergebnis belohnt.
In der Wechselzone warteten Swen und Daniel dann exakt 10 Minuten auf den sichtlich angeschlagenen Steffen, der mit einer Zeit von 3:06:40 sein Debüt beendete.

Die Enttäuschung über das verpasste Ziel von Steffen wisch im Laufe des Abends dem Stolz, gefinisht zu haben. Vor allem aufgrund der gemeinsamen Vorbereitung blicken alle drei auf ein schönes Erlebnis zurück, was in der kommenden Saison sicherlich wiederholt werden wird. Auch wenn das noch nicht alle drei so sehen.

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