(Staub‎trockene) Tour-Transalp 2018


Bericht von Ramin Behbehani

Die Tour-Transalp 2018 mit Begin in Brixen und Ende am Gardasee hatte einiges zu bieten. Aber im Gegensatz zu der 2017er Auflage mit vielen Regentagen fiel kein Tropfen Wasser vom Himmel ‎. Staubtrocken, blauer Himmel, Sonne pur und moderate Temperaturen, perfekt zum Rennrad fahren. Nur die steilen Rampen der Dolomiten haben wehgetan.

Einige Fakten: 7 Etappen, 819 Kilometer‎, 17739 Höhenmeter, ca. 800 Teilnehmer, 30 Nationen, auch aus USA, Kanada, Russland, Hongkong und Südafrika, um die am weitesten angereisten Teilnehmer zu nennen.

Die Etappenorte: Brixen, St. Vigil, Sillian (A), Fiera‎ di Primiero, Crespano del Grappa, Trient, Kaltern und Riva del Garda.

Die Pässe: Grödner Joch, Furkelpass, Passo San Antonio, Kreuzbergpass, Passo di Giau, Monte Grappa, Valico di Valbona, Manghenpass und Fai della Paganella.

Einige bekannten Zeitgenossen waren ebenso am Start: Thomas Hellriegel, Udo Bölts – beide nach vier Tagen DNF – und Faris Al-Sultan, der sich als Einzelfahrer durchgekämpft‎ hat, sowie ehemalige Profi-Rennfahrer/innen aus den Niederlanden, Belgien und Russland.

Das 2er-Rennradrennen über sieben Etappen mit Start in Brixen hatte bereits am ersten Tag eine der schönsten Etappen auf dem Plan‎. Es ging über das Pustertal, St. Ulrich, Wolkenstein, Grödner Joch, Corvara und Zwischenwasser. Die guten Straßen und die Eindrücke haben einen direkt in die Magie und den Bann der schroffen, aber majestätischen Dolomiten gezogen.

‎Das Rennen war vom zweiten Tag an recht spannend, da in vielen Kategorien die Zeitdifferenzen sehr klein waren. Dadurch waren die Platzierungen täglich neu und jeder hatte für den nächsten Tag einen persönlichen  “Plan” um eine bessere Platzierung zu erreichen.

‎Die Dolomiten sind zwar nicht so hoch wie die Alpenpässe, aber steiler und giftiger. Die Stille, die duftende Natur und das Surren der Laufräder am Passo di Giau waren ein Genuss, die Abfahrt ein Spektakel. Auf der fünften Etappe, der Königsetappe‎, führte die Strecke über vier Pässe von oben heran, so dass man mit genügend Schwung über den Pass rollen konnte.

Die sechste Etappe hatte in sich: Passo Mangahn,‎1880 Höhenmeter fast am Stück, soviel wie das Stilfser Joch. Das anstrengende war allerdings eine große Gruppe Holländer, die ein Passrennen für Kinder und Spaziergänger organisiert hatten. 🙂 Diese waren so manchmal schneller als einer selbst! 😐 Schluck. Und die Eltern der Jugendlichen machten auf dem Pass eine Party wie bei Eisschnelllauf in Heerenveen. 😮 Ohrenbetäubend!

‎Alles in allem haben viele Leute großen Spaß gehabt und sind gesund zurück gekommen. Meine persönliche Form zeigte, dass mir die sonntäglichen Radtouren mit den BSV Kollegen gefehlt haben. Ich bin zwar immer dran geblieben, habe mich durchgekämpft und wurde zum Schluss hin auch besser, aber mir fehlten eine Menge schöner Sonntagsfahrt-Kilometer. 😉

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