Regionalliga beim Bonn-Triathlon


Bericht von Achim Borgmann

Es ist Pfingstsonntag, der PSV Bonn lädt zum Bonn-Triathlon und das Regionalliga-Team tritt mit Alexander Wolf, Erich Keuchen, Carlos Pulido Jimenez und Achim Borgmann an.

Schon mit der Einfahrt in die Tiefgarage wird klar, dass Bonn an diesem Tag vom Triathlon-Fieber infiziert ist. Die Fahrbahn gleicht eher einer Radsport-Werkstatt und wir reihen uns ein, um die letzten Vorbereitungen vorzunehmen. Auf dem Rad geht es nun weiter zum Check-In an der Wechselzone direkt am Rheinufer, wo uns die Sonne die ersten wärmenden Strahlen schickt. Für mich ist es der erste Triathlon-Wettkampf seit 28 Jahren und dementsprechend genieße ich die unvergleichliche Vorstart-Stimmung und sauge einen Haufen neuer Erkenntnisse in der Wechselzone in mich auf. Da hat sich doch schon einiges getan in den letzten Jahren!

Nach der kurzen Busfahrt zum Schwimmstart geht es für uns mit den Profis in der ersten Startgruppe auf die Fähre. Ein dicker Tanker treibt an uns vorbei – wird die Strecke während des Schwimmens eigentlich für den Schiffsverkehr gesperrt? Egal – wir sollen einfach links der Kajaks und Bojen bleiben, dann sei alles roger…

Countdown, Hupe und auf geht´s!

Trotz viel Verkehr und teils recht hoher Wellen habe ich das Gefühl, ganz ordentlich in meinen Rhythmus zu finden. Treibe ich eigentlich so schnell oder schwimme ich? Nach gefühlt 2 – 3 Minuten piepst die Uhr und signalisiert mir, dass ich die ersten 500m hinter mir habe. So schnell kann es weitergehen denke ich mir, schaue kurz auf und sehe neben mir einen Brustschwimmer. Verflixt, werden die hier genauso schnell an Land gespült wie ich? Beim Ausstieg merkt man erst richtig, wie schnell die Strömung ist: Einmal geschaut, wie weit es noch ist – das schaff ich locker. Zweites Mal geschaut – Shit, fast vorbei… 3,8 km Schwimmen unter 28 Minuten – wenn das nur immer so schnell ginge!

In der Wechselzone treffen wir vier uns alle wieder – Alex und Carlos gehen mit ca. einer Minute Vorsprung auf die 60 km lange Radstrecke, ich folge und Erich folgt knapp dahinter.

Die Radstrecke ist zu Beginn sehr voll – kein Wunder, wenn man bedenkt, dass wir, dem Rhein sei Dank, nur 3 bis 4 Minuten nach den schnellsten Schwimmern aufs Rad springen. Die selektive Streckenführung sprengt jedoch irgendwann auch die hartnäckigste Gruppenbildung, so dass wir das Radfahren bei optimalem Wetter einfach alle nur genießen. Erich macht seinen Schwimmrückstand bereits auf den ersten Kilometern wieder wett und fährt uns allen davon. Alex geht 2 Minuten nach Erich in die Wechselzone 2 und ich folge nochmals 2 Minuten später. Carlos stürzt direkt in der Einfahrt zur WZ 2 unglücklich und muss leider mit schweren Prellungen am Knie aussteigen.

Auf der 15 km Laufstrecke wird es schließlich immer wärmer und staubiger. Durch die Wendepunktstrecke, die man dreimal durchläuft ist es aber so abwechslungsreich, dass keine Langeweile aufkommt. Man sieht die Teamkollegen, die Jungs, die man sich noch schnappen will und die, von denen man auf keinen Fall noch kassiert werden will immer wieder. So laufen wir alle ohne größere Tempoeinbrüche unser Rennen nach Hause. Erich kommt als Erster von uns in 3:12:47 ins Ziel und erringt einen hervorragenden 3. Platz in der M50, Alex kann den Abstand zu Ihm noch um ein paar Sekunden verringern und kommt als 5. der M50 mit 3:14:17 ins Ziel und ich folge mit 3:16:26.

In der Liga-Tabelle kommen wir trotz Carlos Ausfall mit unseren Ergebnissen auf den 11. Platz und lassen noch einige Teams mit 4 Finishern hinter uns.

Für Carlos an dieser Stelle nochmals gute Besserung und baldige Genesung!

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