Triathlon-Bundesliga die Zweite


Bericht von Volker Meden

Am 12. bzw. 13. September hatten die BSV Tri „Kids“ Felipa Herrmann und Enno Meden die Chance ihr Debüt bei einem – trotz Corona – echten Triathlon in der Bundesliga zu geben.

Aufgrund ihres Tagessiegs beim dezentralen Swim&Run der 2. Bundesliga-Nord vor einigen Wochen, war Felipa vom Kölner Triathlon Team 01 für den Wettkampf in der 1. Liga am 12. September in Saarbrücken nominiert. Dieser wurde in einem ungewöhnlichen Format von vier Startwellen mit jeweils einer Starterin aus jedem Ligaverein absolviert. Auch die Streckenlängen waren ungewöhnlich: 650 m Schwimmen im Hallenbad, 13,6 km Radfahren (Windschattenfreigabe) und 4,2 km Laufen. Das Rennen fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf dem Campus der Saarbrücker Sportschule (Bundesstützpunkt Triathlon) und der benachbarten Universität statt. Die Rad- und Laufrunden waren dabei aufgrund mehrerer Rampen sehr anspruchsvoll. Nach der schnellsten Schwimmzeit in ihrer Startgruppe (fünftschnellste Zeit über alle Startgruppen) bildete Felipa mit einer Starterin des Serienmeisters EJOT-Team Buschhütten ein sehr gut harmonierendes Radpaar. Auch auf der ersten Laufrunde konnte Feli der drei Jahre älteren Schweizerin (7. der letzten Junioreneuropameisterschaft!) noch gut folgen. In der zweiten Runde stellte sich dann aber heraus, dass Felipa beim Radfahren viele Körner gelassen hatte, so dass sie abreißen lassen musste. Trotzdem kam sie als mit Abstand jüngste Starterin bei ihrer Erstligapremiere auf einen sensationellen 10. Platz in der Gesamtwertung und hat dabei einige etablierte Nationalkaderathletinnen hinter sich gelassen.

Eine weite Anreise hatte Enno, um für WEICON Tri Finish Münster beim Rennen der 2. Bundesliga-Nord am 13. September in Erkner (östlich von Berlin) am Start stehen zu können. Auch dieses Rennen wurde über für die Bundesliga ungewöhnliche Streckenlängen ausgetragen. 700 m Schwimmen im See, 28 km Radfahren und 3,6 km Laufen. Speziell das Radfahren hatte es in sich, da hier ein Windschattenverbot bestand. Es wurde in fünf Startwellen gestartet. Enno gelang es mit einem starken Schwimmen (12. Schwimmzeit des Tages) voll in die 30 s vor ihm gestartete Startgruppe zu schwimmen. Und dann kam sein persönliches Highlight der Saison: 28 km Ballern, das mit der 15. Radzeit belohnt wurden. OK, Enno musste einsehen, dass Michael Raelert doch noch etwas mehr drücken kann als er ;-). Zu diesem Zeitpunkt lag er damit auf Rang fünf. Doch auch bei ihm hatte das Radeln viele Körner gekostet, so dass er das Rennen nach dem Laufen auf Rang 34 bei 70 Startern beendete. Dabei ist zu beachten, dass die Abstände in der Bundesliga oft nur wenige Sekunden betragen. Mit seiner Platzierung war Enno aber sehr zufrieden.

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