Am 11. Oktober reiste das Masters-Team des Brander SV, verstärkt durch Triathlet Marlon, zu den DMS Masters NRW nach Unna. Für den Verein lag die letzte Teilnahme an diesem angesehenen Wettbewerb bereits einige Jahre zurück. Beim DMS Masters Wettkampf müssen mindestens vier Frauen und vier Männer im Team starten. Außerdem müssen mindestens fünf Altersklassen vertreten sein. Das erforderte im Vorfeld einiges an Planung, doch am Ende konnten alle 24 Strecken erfolgreich besetzt werden.
Die Anreise nach Unna dauerte erfreulicherweise nur etwa anderthalb Stunden. Dadurch waren wir etwas zu früh vor Ort und konnten uns einen guten Platz in der Schwimmhalle sichern. Bereits am frühen Morgen konnten Beate (100B, 01:35,59), So-Yun (200L, 02:51,28) und Maike (200F, 02:26,71) starke Rennen mit mehr als 600 DSV-Punkten schwimmen. Die 1000 DSV-Punkte entsprechen dem deutschen Altersklassenrekord.
Rolf hatte die 200m Schmetterling zu schwimmen. Bis zur siebten Bahn lief das Rennen sehr flott, auf der letzten Bahn wurde es dann aber sichtbar hart. Dennoch schlug er mit 2:30,52 an und war mit dieser Zeit sehr zufrieden. Im Vorfeld war es schwierig, Freiwillige für die 400F-Strecke zu finden, obwohl es eigentlich eine sehr tolle Strecke ist und sogar energieverteilungsbedingt „einfacher“ zu schwimmen ist als die 200F, zumindest nach der inoffiziellen Liste The 5 Hardest Swimming Events. Sven übernahm sie schließlich, auch um das Team zu unterstützen und konnte dabei noch eine hervorragende Zeit erzielen (05:02). Friedrich stellte sowohl über 50B (0:35:6) als auch über 100B (1:19:4) persönliche Bestzeiten auf. Auch Andreas zeigte über 100m Schmetterling mit 1:07 Minuten eine überzeugende Leistung, obwohl er nach einer Woche mit Fieber nach eigenen Angaben noch nicht ganz in Topform war. Ein gutes Beispiel dafür, dass nicht immer alles perfekt in der Wettkampfvorbereitung sein muss, um trotzdem gute Zeiten zu schwimmen.
Am Nachmittag zeichnete sich unsere Platzierung bereits ab. Trotzdem blieb die Konzentration im Team hoch, denn es standen noch einige fordernde Strecken auf dem Programm. Miriam übernahm als Rückenexpertin des Teams die 200m Rücken. Diese Disziplin gehört übrigens auch zu der inoffiziellen Liste von 5 härtesten Strecken: The 5 Hardest Swimming Events. Auch sie konnte über diese Strecke einen 600+ Punkter schwimmen (02:58,91). Max ging über 200 m Brust an den Start und konnte hier eine Bestzeit von 3:07 schwimmen und das nach der spontanen Übernahme von 100 m Schmetterling: Stark! Marlon schwamm die 400m Freistil in 4:37 Minuten. Im Vergleich zu seinen 800m war das Rennen deutlich besser eingeteilt und wurde auch er mit über 600 DSV-Punkten belohnt. Den höchsten Punktwert für unser Team erzielte am Nachmittag Aylin: Mit ihrer Leistung über 50m Schmetterling erreichte sie hervorragende 697 Punkte.
Am Ende belegten wir unter den 22 anwesenden NRW-Teams mit 13890 Punkten den 12. Platz, also 579 DSV-Masterspunkte pro Start im Schnitt. Bundesweit konnten wir aus 122 Schwimmteams den 61sten Platz sichern. Für unsere erste DMS-Masters-Teilnahme sind wir mit diesem Ergebnis sehr zufrieden. Ein besonderer Dank gilt Marie Sporkert für ihre Kampfrichtertätigkeit. Alles in allem war es ein anstrengender, aber auch sehr gemütlicher Wettkampftag und insgesamt ein schönes Treffen mit alten und neuen Schwimmfreunden.
Nach dem ersten Platz in Hürth zu Beginn des Jahres festigen wir mit diesem DMS-Auftritt allmählich unseren Ruf als ernstzunehmendes Masters-Team in NRW. Der nächste Masters-Mannschaftswettkampf im Kalender findet Anfang 2027 wieder in Hürth statt. Einige NRW-Teams werden sicher nicht vergessen haben, dass das Team aus Aachen mit den kanariengelben T-Shirts im vergangenen Jahr den ersten Platz belegte. Das heißt, wir haben unseren Titel und Staffel-Wanderpokalen zu verteidigen. Also, wir freuen uns selbstverständlich wieder auf zahlreiche Teilnahme!
Bilder im Uhrzeigersinn:
1) So-Yun mit laserfokus vor dem Start
2) Das Teamfoto
3) Marlon macht eine Wende und Aylin kümmert sich um die Wendetafeln
4) Am Beckenrand wird mitgefiebert, fleißig protokolliert und DSV-Punkte berechnet
